„Willkommen zu Hause, PORSCHE“ – So finde ich täglich neue Themen für meinen Blog
公開日:2018.05.07
Was Leserinnen und Leser über meinen Blog sagen
In letzter Zeit erzähle ich Bekannten und anderen Autofans von meinem Blog. Oft schauen sie gleich vor Ort hinein (Wenn man nach „Panamera“ und „Blog“ sucht, steht er tatsächlich ganz oben – was für eine Nische das wohl als Suchbegriff ist …) und sagen dann meistens:
„Du schreibst jeden Tag einen Blogbeitrag? Woher nimmst du nur die ganzen Themen?“
Als ich meinen Eltern über die Feiertage zum ersten Mal den Blog gezeigt habe, kam prompt dieselbe Reaktion.
„Du kennst dich doch mit Autos überhaupt nicht aus – worüber gibt es da so viel zu schreiben? (-_-)“
… Ja, stimmt schon. Genau so ist es.
Der Plan: erst einmal drei Monate lang schreiben
Kurz nach dem Start dieses Blogs hatte ich täglich gerade einmal drei bis fünf Aufrufe. Trotzdem hatte ich mir fest vorgenommen: „Zuerst schreibe ich drei Monate lang jeden Tag.“ Natürlich fiel es mir oft schwer, Themen zu finden. Schließlich denke ich nicht rund um die Uhr nur an Porsche (lacht).
An Tagen, an denen mir nichts einfiel, schrieb ich über Sorgen im Beruf oder Gespräche mit meinen Kindern. Eine ganze Weile war das hier also kaum noch ein Autoblog. Wenn ich meinen Mann fragte: „Mir fällt nichts ein, worüber ich schreiben könnte …“, sagte er:
„Wie bitte? Da gibt’s doch jede Menge! Du könntest über die Sitzbelüftung im Panamera schreiben oder beim Ölwechsel mit den Technikern im Porsche Zentrum sprechen und dir dort Themen holen. Da gibt es doch unendlich viel! (゜o゜)“
„… Ich bin aber kein Autonerd wie du und kann mich nicht so tief in jedes Thema eingraben!ヽ(`Д´)ノ“, gab ich zurück – ohne dass mir deshalb gleich ein Thema eingefallen wäre.
Zum Glück stiegen nach und nach die Zugriffszahlen. Doch damit kam ein neues Problem: Ich konnte nicht einfach irgendetwas schreiben. „Was erwarten die Leserinnen und Leser von diesem Blog? Was möchten sie wissen?“ Darüber zerbrach ich mir den Kopf. Und wenn ein Artikel, an dem ich lange gefeilt hatte, dann kaum Aufrufe bekam, war ich natürlich ziemlich enttäuscht.
Nach einem halben Jahr ging mir der Stoff aus
Sechs Monate nach dem Start, im Dezember des vergangenen Jahres, hatte ich so lange über alles nachgedacht, dass mein Kopf irgendwann dichtmachte. Ich konnte einfach keine Beiträge mehr schreiben. „Die Zugriffszahlen sind endlich gestiegen – jetzt möchte ich nicht aufgeben. Was soll ich nur tun?“ Also fasste ich mir ein Herz und schrieb einem Blogger, der über Porsche und Supersportwagen berichtet (Sein Blog dürfte in dieser Szene mit Abstand die meisten Leser haben.).
„Ich habe angefangen zu bloggen, weiß aber nicht mehr, worüber ich schreiben soll, und mache mir deswegen viele Gedanken. Haben Sie vielleicht einen guten Rat für mich?“
Das schrieb ich ihm.
Menschen suchen eher „Meinungen“ als „Informationen“
Es war das erste Mal, dass ich ihm schrieb, und dann fragte ich ihn auch noch unverblümt: „Bitte teilen Sie kostenlos Ihre über Jahre gesammelten Erfahrungen und Ihr Wissen mit mir.“ Das wäre ganz schön dreist gewesen (So habe ich es natürlich nicht formuliert – aber wenn man darüber nachdenkt, lief es im Grunde darauf hinaus.). Ich rechnete also nicht mit einer Antwort. Doch tatsächlich meldete er sich noch am selben Tag – und schrieb ausgesprochen ausführlich zurück!
Da merkt man wieder, wie großzügig erfolgreiche Menschen sein können und wie aufrichtig sie anderen begegnen. Schon allein daraus konnte ich viel lernen. Ich hatte keine Erlaubnis, seine ganze Nachricht im Blog zu veröffentlichen, deshalb zitiere ich hier nur einige Auszüge.
Ich habe mir Ihren Blog gleich angesehen und dabei den Eindruck gewonnen, dass Sie sich viele Gedanken machen und Ihre Beiträge sorgfältig schreiben. Das hat mich selbst zum Nachdenken gebracht.
(Auslassung)
Ich habe mir schon einige Bücher und Websites zur Blogpflege angesehen, aber nichts gefunden, was wirklich zu mir passte. Deshalb probiere ich auf meinem eigenen Blog immer wieder Verschiedenes aus. Dabei ist mir aufgefallen, dass Menschen vielleicht weniger nach „Informationen“ als nach „Meinungen“ suchen.
(Auslassung)
Vielleicht möchten sie lesen: „Das sehe ich genauso.“ Oder sie fühlen sich jemandem verbunden, der ihre eigenen Gedanken in Worte fasst. Außerdem scheinen Menschen auch eine gewisse Verbundenheit zu Bloggern zu entwickeln, die ihnen etwas Neues vermitteln. Blogger, die einen zum Denken bringen und bei denen man sagt: „Ach so ist das“ oder „Das leuchtet ein“, werden offenbar besonders beliebt.
(Auslassung)
Ich glaube, dass die „weibliche Perspektive“ eine große Stärke sein kann. Auch Automobiljournalistinnen sind häufig gerade wegen ihrer eigenen Sichtweise beliebt. Vielleicht nehmen Sie Dinge wahr, die männlichen Bloggern entgehen.
Was sind die drei Stärken dieses Blogs?
Das leuchtet ein! Genau so ist es! Wie oft habe ich diese Nachricht wohl noch einmal gelesen?
Anschließend habe ich mir Google Analytics und die Search Console angesehen (Anfangs hatte ich keine Ahnung, wie man die Daten liest. Langsam verstehe ich es aber.) und versucht herauszufinden, was die Leserinnen und Leser eigentlich von meinem Blog erwarten. Dabei habe ich drei Stärken entdeckt.
1) Beiträge über den Porsche im Alltag

Zugegeben, bislang kann ich nur über den Panamera und den Boxster aus eigener Erfahrung berichten. Aber über den Porsche im echten Alltag zu schreiben – über Dinge, die in einem Fahrbericht eines Automagazins oft nicht zur Sprache kommen – ist wohl eine Stärke. Wie hoch ist der tatsächliche Verbrauch? Welche Ausstattung lohnt sich nach längerer Nutzung, und auf welche kann man verzichten? Über solche Dinge kann ich schreiben, weil sie sich nicht unbedingt bei einer einzigen, wenige Stunden dauernden Probefahrt zeigen. Das ist ein echter Vorteil.
2) Die weibliche Perspektive

Ein Beitrag, der sich in diesem Blog heimlich zu einem Favoriten entwickelt hat, ist dieser: „Fünf Dinge, die mein Mann getan hat, um seine autofeindliche Frau für den Porsche-Kauf zu gewinnen“. „Ich möchte einen Porsche kaufen, aber meine Frau ist nicht gerade begeistert.“ „Ich habe einen Porsche gekauft, fahre aber jedes Wochenende allein los – und meine Frau findet das gar nicht gut.“ Solche Stimmen höre ich gelegentlich. Für diese Männer scheinen meine Beiträge aus weiblicher Perspektive ein wenig hilfreich zu sein – denn darin geht es um die ungeschminkte Meinung einer Ehefrau und darum, wie mein Mann mich tatsächlich für den Porsche gewonnen hat.
3) Die Sichtweise und das Wissen meines autobegeisterten Mannes

So wertvoll die weibliche Perspektive auch ist: Wenn eine Frau, die nichts von Autos versteht, darüber schreibt, überzeugt das die Leserinnen und Leser nicht unbedingt. Ein „Ach, interessant“ ist vielleicht drin – aber wohl kaum das überzeugte „Jetzt verstehe ich es! Genau so ist es!“ In dieser Hinsicht habe ich Glück: Mein Mann ist ein echter Autonerd, kennt sich garantiert besser aus als so mancher Verkäufer im Porsche Zentrum, hat reichlich Fahrerfahrung mit den unterschiedlichsten Autos und bekommt aus irgendeinem Grund auch die neuesten Nachrichten immer besonders früh mit. Dass ich den Blog auf seinen Gedanken und Einschätzungen aufbauen kann, ist eine Stärke.
… Jetzt habe ich das ziemlich selbstbewusst geschrieben – aber stimmt das überhaupt? Wer weiß. (-_-)
Die Ideen sprudeln – und ich komme kaum hinterher
Seit ich meinen Blog auf diese Weise sortiert und seine Schwerpunkte gefunden habe, ist das Gegenteil passiert: Plötzlich kommen mir immer mehr Ideen für neue Beiträge. Sobald die Richtung klar war, hielt ich im Alltag ganz automatisch nach passenden Themen Ausschau. „Darüber möchte ich auch schreiben!“ und „Das muss ich unbedingt festhalten!“ – ich hatte so viele Einfälle, dass meine Liste immer weiter wuchs. Inzwischen stehen mehr als 20 Themen darauf. Langsam fühle ich mich wie eine Autorin, die von Abgabeterminen gejagt wird (Dabei bin ich ja gar keine hauptberufliche Autorin und kenne das Gefühl eigentlich nicht.).
Besonders gern würde ich gerade über diese Themen schreiben:
① Fahrberichte: Ich möchte erzählen, wie mein Mann und ich den neuen Cayenne zur Probe fahren – die Probefahrten sollen wohl etwa im Juli beginnen.
② Porsche Owner Files: Ich möchte Porsche-Besitzerinnen und -Besitzer interviewen und mit ihnen darüber sprechen, was ihren Porsche so besonders macht und was Porsche für sie bedeutet. Dazu sollen Fotos ihres Autos kommen, die ich mit meiner Spiegelreflexkamera mache.
③ Tourenberichte: Ich möchte mit dem Porsche auf den unterschiedlichsten Straßen unterwegs sein und lernen, den Boxster auch mit Schaltgetriebe zu fahren.
So in etwa also. Na dann – auf geht’s!
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