Porsche Panamera Turbo auf dem Fuji Speedway: Mein Fahrerlebnis auf der Rennstrecke
公開日:2018.06.18
Endlich geht’s zum Parade-Lauf!
In letzter Zeit drehten sich meine Beiträge fast alle um das Porsche Experience Day-Event auf dem Fuji Speedway. Heute geht es um den Parade-Lauf. Bei diesem Programm dürfen die Teilnehmer mit ihrem eigenen Porsche über die Rennstrecke fahren. Zum 70. Jubiläum waren 70 Plätze für Porsche-Fahrzeuge verfügbar. Die Startnummern wurden nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben. Wir standen schon vor 8 Uhr morgens an, doch der Parade-Lauf selbst fand erst um 17:30 Uhr statt – nach dem letzten Rennen des Tages.
Um 16:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum vorgesehenen Treffpunkt für das Briefing. Obwohl es noch vor Beginn war, warteten bereits fast alle Teilnehmer. Porsche-Fans gelten ja als zuverlässig und ausgesprochen sympathisch – und tatsächlich: Genau so war es auch hier (゚∀゚)…!
Das Briefing für den Parade-Lauf
Gleich zu Beginn bekamen alle Teilnehmer etwas, das wie ein Aufkleber oder Parkausweis aussah.

Wir sollten es am Rückspiegel befestigen. Das Team erklärte uns in etwa zehn Minuten:
・den Weg bis zur Rennstrecke
・dass während der Fahrt unbedingt das Licht eingeschaltet sein muss
・dass man auf UKW-Frequenz 79,7 die Streckenkommentare des Fuji Speedway hören kann
・dass wir zwei Runden auf der Rennstrecke fahren
・dass wir nach der zweiten Runde die Strecke verlassen und uns anschließend ohne festen Ablauf auf den Heimweg machen
Danach ging jeder zu seinem eigenen Fahrzeug.

Und dann geschah es: Der Fuji, der bis dahin vollständig von Wolken verhüllt gewesen war, zeigte sich endlich vor unseren Augen!

Wow … ist der riesig!
Einsteigen und ab auf die Rennstrecke
Wir stiegen ein, starteten den Motor und schalteten wie angewiesen das Licht ein. Zunächst sollten sich die Fahrzeuge in drei Reihen aufstellen. Also fuhren wir zu den vorgesehenen Positionen – und alle waren unglaublich rücksichtsvoll und ließen einander den Vortritt.

Dort reihten wir uns auf und warteten.

Das dauerte ganz schön lange – bestimmt 20 Minuten.
Dann ging es endlich auf die Rennstrecke.
In dem Moment, als wir auf die Strecke fuhren, war ich auf einmal richtig bewegt. Bisher hatte ich nie unbedingt gedacht: „Ich muss unbedingt auf einer Rennstrecke fahren!“ Eher im Gegenteil – das hatte mich nicht besonders interessiert. Doch die unglaublich breite Fahrbahn, der Blick auf die Tribünen und diese besondere Mischung aus Nervosität und Vorfreude sorgten für eine ganz eigene Atmosphäre.
Wir hielten in drei Reihen an. Anschließend machte Porsche Japan Fotos.

„Porsche-Fahrer! Schwenken Sie die Flaggen! Wir machen ein Foto – schön fröhlich, ganz nach dem Motto: ‚Porsche ist einfach großartig!‘“
schallte es über die Lautsprecher. Alle folgten den Anweisungen, doch vielleicht sind Porsche-Fans ja ein bisschen schüchtern. (Ich übrigens auch.)
Dabei waren bestimmt alle voller Vorfreude, aber so richtig ausgelassen wirkte niemand. Die meisten schwenkten ihre Flagge nur vorsichtig und ein wenig zurückhaltend … (lacht)
Ähm … können wir vielleicht noch ein bisschen fröhlicher aussehen?
Schwenken Sie die Flaggen höher!
So richtig nach dem Motto: Porsche ist großartig!
Der Parade-Lauf kann erst beginnen, wenn wir fertig sind!
Nach einigen weiteren Zurufen schafften es schließlich alle, mit einem Lächeln zu winken – und das Fotoshooting war geschafft. Danach folgte ein fünfminütiger Grid Walk.


Und dann ging es endlich los.
Start auf der Rennstrecke!
Wenn wir schon die Gelegenheit hatten, wollten wir sie auch nutzen: Also schalteten wir in den Sport-Plus-Modus und fuhren los!

In der ersten Runde ging es allerdings nur im Schritttempo voran. Die 70 Fahrzeuge sollten sich erst zu einer einzigen Kolonne formieren.

Nach und nach wurde das Tempo höher. Es kamen einige ziemlich enge Haarnadelkurven, und an einer Stelle ließ ich mich dazu verleiten, etwas zu schnell zu fahren. (Wobei der Panamera Turbo im Sport-Plus-Modus schon bei wenig Gas ordentlich beschleunigt.)
Mein Mann rief von der Seite:
„Bremsen, bremsen!“ „Wenn du so weiterfährst, landest du noch im Kiesbett!“
Also fuhr ich ziemlich nervös weiter.

Bis dahin hatte ich im Panamera noch nie gedacht: „Schaffe ich die Kurve nicht?“ oder „Werde ich gleich zur Seite geschleudert?“ Doch diesmal spürte ich die G-Kräfte und die Fliehkraft so deutlich, dass mir ein wenig mulmig wurde.
Es gab außerdem eine 90-Grad-Kurve nach einer Steigung und scharfe Kurven, bei denen man den weiteren Streckenverlauf überhaupt nicht sehen konnte. Wahnsinn … Rennfahrer, die auf so einer Strecke mit mehr als 200 km/h unterwegs sind, sind wirklich unglaublich.
Früher dachte ich oft: „Warum überholt der denn an der Stelle nicht?“ oder „Wer sich ausgerechnet an so einer guten Stelle überholen lässt, hat wohl keine Nerven!“ Dafür möchte ich mich bei allen Rennfahrern entschuldigen. Jetzt verstehe ich endlich, was sie leisten. Von nun an werde ich Rennen mit ganz anderen Augen verfolgen.
Als ich sagte: „Vielleicht hätte ich mir den Streckenverlauf des Fuji Speedway vorher besser einprägen sollen“, meinte mein Mann:
„Siehst du, genau das habe ich dir doch gesagt! Du kennst die Strecke nicht und fährst die Linie so schlecht, dass du deshalb so zur Seite geschleudert wirst. (-_-)“
Mein Mann auf dem Beifahrersitz hatte bestimmt ganz schön Angst (lacht). Aber bei strahlendem Blick auf den Fuji über den Fuji Speedway zu fahren, war einfach ein großartiges Gefühl.
Ein rundum gelungener Abschluss
Die zwei Runden auf der Rennstrecke waren im Nu vorbei. „Was, schon fertig? Ich würde am liebsten noch zehn Runden drehen!“ – mit diesem Gefühl verließen wir die Strecke.
Über die Lautsprecher hörten wir den Streckenkommentator sagen: „Auch beim Verlassen der Rennstrecke setzen alle den Blinker. Die Porsche-Fans zeigen sich einmal mehr von ihrer besten Seite und sind vorbildlich unterwegs!“
Stimmt. (lacht)
Der Parade-Lauf beim Porsche Experience Day hat großen Spaß gemacht. Mindestens genauso schön war es aber, die besondere Atmosphäre unter den Porsche-Fans hautnah zu erleben. Ich konnte Menschen treffen, mit denen ich mich zuvor auf Twitter ausgetauscht hatte, und habe außerdem neue Bekanntschaften geschlossen. Alle waren ausgesprochen sympathisch. Ihre Lebensfreude und ihre Begeisterung für Porsche waren überall spürbar.
Für dieses Erlebnis bin ich meinem Mann sehr dankbar.
Und was gab’s zum Abendessen?
Der Parade-Lauf war gegen 18:30 Uhr vorbei. Danach überlegten wir, was es zum Abendessen geben sollte. Wir hatten den Fuji endlich gesehen und mit dem Porsche eine Rennstrecke befahren dürfen – mehr konnte man sich kaum wünschen. Da hatte ich fast das Gefühl, es wäre vermessen, noch mehr zu erwarten. Also platzte es aus mir heraus: „E-ein Abendessen aus dem Convenience-Store reicht völlig!“ Wir kauften uns ein Fertiggericht im Laden, fuhren zurück ins Hotel und aßen dort. (lacht)
Eigentlich wollten wir heute nach Hause fahren, also entschieden wir uns, nicht noch die Fahrt des 919 Hybrid Tribute über die Hakone Turnpike anzusehen. Den 919 Hybrid Tribute hatten wir am Vortag schon aus nächster Nähe erlebt. (Mehr dazu erzähle ich in einem eigenen Beitrag.) Da es sich um ein Elektroauto handelt, war dabei nichts zu hören, und in Hakone regnete es heute in Strömen. Wir fanden also, dass es diesmal nicht sein musste.
Wir wollten noch eine Runde um den Fuji drehen und uns dann auf den Heimweg machen, als plötzlich die Eilmeldung hereinkam: In Osaka hatte es ein Erdbeben gegeben. Da schien es am besten, so schnell wie möglich nach Hause zu fahren!
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