Shikoku- und Kyushu-Tour mit dem Porsche 911 (992) – Teil 2

ポルシェ911(992) | 車, 海, 空, 木, 道路, フェンス, 駐車場, 海岸沿い, PORSCHE, 911, 992
Tests & Fahrberichte

Start am Katsurahama-Strand

Am zweiten Morgen starten wir in Nankoku. Der Himmel ist wieder wolkenlos. Eigentlich wollte ich früher aufstehen und den Katsurahama-Strand in den frühen Morgenstunden erkunden, doch ich habe verschlafen.

Also schnell fertig machen und auschecken.

Katsurahama-Strand

Statue von Sakamoto Ryōma

Als Erstes steuere ich den 911 Richtung Katsurahama. Seit ich früher einmal am Watatsumi-Schrein (Ryūō-gū) am Katsurahama gebetet habe, scheint mir das Glück hold zu sein. Heute komme ich zurück, um mich dafür zu bedanken.

Die Sonne steht inzwischen schon hoch, doch der Blick vom Katsurahama auf den Pazifik ist nach wie vor überwältigend. Gerade noch rechtzeitig, bevor sich der Parkplatz füllt, schlüpfe ich hinein und spaziere am Strand entlang. Während die anderen Touristen vor allem die Landschaft fotografieren und niemand sonst zum Schrein geht, nehme ich mir ganz bewusst Zeit für ein ernsthaftes Gebet im Ryūō-gū.

Nachdem ich für eine sichere Reise gebetet und meinen Dank für den Alltag ausgesprochen habe, mache ich mich wieder auf den Weg.

Yokonami-Kuroshio-Linie

Als Nächstes geht es auf der Präfekturstraße 14 die Küste entlang. Früh am Morgen bin ich hier schon einmal mit meinem 964 gefahren. Noch heute erinnere ich mich daran, wie atemberaubend der Meeresnebel damals über dem Wasser lag – eine Szene, bei der ich eine Gänsehaut bekam. Anschließend biege ich auf die Yokonami-Kuroshio-Linie ab und genieße die erste kurvenreiche Strecke des Tages. Im westlichen Abschnitt erschweren viele Rüttelstreifen das Fahren, doch auf der Seite von Kōchi lässt sich die Straße deutlich besser genießen.

Porsche 911 (992)

Yokonami-Kuroshio-Linie

Yokonami-Kuroshio-Linie

Im Sport-Modus und mit dem Getriebe in der Automatik reichen beim 911 fast immer Drehzahlen unter 4.000/min völlig aus. Und selbst dann ist er schon mehr als schnell genug. Auch ohne den Motor hochzudrehen, sorgen die für den 992 typischen, dezenten mechanischen Geräusche und der Klang des Turboladers für ein angenehmes Fahrerlebnis.

Selbst in bergauf führenden Kurven lenkt die Front ohne Verzögerung ein. Dazu vermittelt der 911 in jeder Situation ein sattes Gefühl für den Kontakt der Vorderreifen zur Straße – fast lässt sich vergessen, dass es sich um einen Heckmotor-Sportwagen handelt.

Der 992 fährt sich so unkompliziert, dass man seine typischen 911-Eigenschaften kaum bewusst berücksichtigen muss.

Über die berühmte Higashi-Tsuno-Shirokawa-Waldstraße zum Shikoku-Karst

Nachdem ich Susaki durchquert habe, nehme ich Kurs auf den Shikoku-Karst. Es gibt mehrere Wege hinauf, doch viele davon sind eng und schwierig zu befahren. Im ungünstigsten Fall landet man auf einer schmalen Strecke, auf der das Ausweichen bei Gegenverkehr extrem schwierig ist. Vorsicht ist also geboten.

Deshalb fahre ich zum Shikoku-Karst am liebsten über die Higashi-Tsuno-Shirokawa-Waldstraße hinauf.

Diesmal nehme ich allerdings versehentlich die falsche Auffahrt und lande auf der Route über die Nationalstraße 439 und die Präfekturstraße 304. Später kann ich zwar noch auf die Higashi-Tsuno-Shirokawa-Waldstraße wechseln, verpasse dadurch aber einen großen Teil der schönsten Strecke. Auf der Rückfahrt will ich das nachholen und fahre zunächst weiter hinauf zum Shikoku-Karst.

Shikoku-Karst und Porsche 911

Shikoku-Karst

Mitten in der Golden Week sind natürlich viele Menschen und Autos unterwegs. Doch der Shikoku-Karst ist eben ein echtes Highlight: Die weite Karstlandschaft entfaltet sich in beeindruckender Größe vor mir. Das Verdeck des 911 bleibt selbstverständlich offen, während ich dem Bergrücken folge.

Wegen des Andrangs halte ich mich nicht lange auf und mache mich zügig auf den Weg zu meinem eigentlichen Ziel: der Higashi-Tsuno-Shirokawa-Waldstraße. Ich bin sie früher schon einmal mit dem GT3 gefahren – eine Strecke, die mir damals einen regelrechten Höhenflug beschert hat.

Ich wähle den Sport-Plus-Modus und schalte mit den Paddles manuell. Der Verkehr ist äußerst gering, die Straße ein Traum. Sie zählt ohne Zweifel zu den besten Strecken Shikokus, um einfach dahinzugleiten. Im Sport-Plus-Modus des 992 ist kaum ein Blubbern aus dem Auspuff zu hören. Die Motorsteuerung ist ganz auf schnelles Fahren ausgelegt – ohne zusätzliche Showeffekte.

Zum unverfälschten Motorsound geht es im dritten und zweiten Gang rasant den Berg hinunter. Am liebsten würde ich gleich noch eine Runde drehen, doch ich reiße mich zusammen und biege auf die Nationalstraße 197 ab.

Higashi-Tsuno-Shirokawa-Waldstraße

Higashi-Tsuno-Shirokawa-Waldstraße

Weiter über die Nationalstraße 197, die Präfekturstraße 35 und die Nationalstraße 441

Von hier aus fahre ich auf der gut ausgebauten Nationalstraße 197 nach Westen und lasse den 911 entspannt mit dem Verkehr rollen – bis zum Rastplatz Hiyoshi Yumesanchi. Die Erklärung vor Ort erschließt sich mir nicht ganz, doch bekannt ist der Rastplatz vor allem für die große Frauenstatue „Boshioni“.

Boshioni-Statue

Ich lege eine kurze Pause ein. Das Restaurant hat bereits geschlossen, obwohl ich eigentlich zu Mittag essen wollte. Also knabbere ich ein Brot und schlage die Touring-Karte auf, um die nächste Etappe zu planen.

Auf der Nationalstraße 197 geht es ein Stück nach Norden, dann biege ich rechts auf die Präfekturstraße 35 ab – ebenfalls eine schöne, kurvenreiche Strecke durch die Berge. Anschließend folge ich der Nationalstraße 441 in Richtung Ōzu. Die gefällt mir richtig gut: eine komfortable, zweispurige Bergstraße mit vielen Kurven und wenig Verkehr. Ich kann das Tempo zügig steigern und die Fahrt genießen.

Unterwegs mit dem Porsche

Da ich am nächsten Morgen früh mit der Fähre nach Kyushu übersetzen werde, mache ich mich rechtzeitig auf den Weg zur Unterkunft. Ich fahre südwärts nach Seiyo und komme am Hotel an. Der Check-in beginnt zwar erst um 16 Uhr, aber es fehlen nur noch etwa zehn Minuten.

Während ich vor dem Eingang unschlüssig herumstehe, bemerkt mich offenbar ein Mitarbeiter und lässt mich hinein. Das Hotel ist ausgesprochen günstig, aber da ich ohnehin nur dort schlafen möchte, ist es völlig in Ordnung.

Porsche 911 auf dem Hotelparkplatz

Hotelzimmer

Während ich die Route für den nächsten Tag in Kyushu sorgfältig durchgehe, geht der zweite Tourentag zu Ende.

Die Route im Überblick

(Ergänzt um die Route aus dem vorherigen Teil)

Hiro

Minaの夫です。 ファッションやステータスシンボルのためにクルマは乗りません。 運転して楽しく、工業製品として優れ、作り手の意思が感じられるようなクルマを好んで乗ります。長距離ツーリングをこよなく愛し、「クルマは走らせてナンボ」と思ってます。休日には日本全国を愛車で旅しています。 ブログでは主に試乗レポートやツーリング記などを執筆しています。またブログのシステム周りやチューニングなども担当しています。

Profile

このブログが気に入ったらフォローしてね!

コメントを閉じる
  • Comment ( 0 )

  • Trackbacks are closed.

  1. No comments yet.