Porsche schockiert mit 99% Gewinnrückgang – Ein Taycan-Besitzer analysiert die wahren Gründe
公開日:2026.03.05
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Porsche und die harte Realität: 99% Gewinnrückgang
Beim Blick auf die Zahlen konnte ich meinen Augen kaum trauen.
Laut dem Konzernabschluss von Porsche AG für den Zeitraum Januar bis September 2025 schrumpfte das operative Ergebnis von 4,035 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf gerade einmal 40 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang der operativen Marge um satte 99%. Im dritten Quartal allein verzeichnete Porsche einen Verlust von rund 967 Millionen Euro – umgerechnet etwa 170 Milliarden Yen. Hintergrund sind komplexe Faktoren wie Abschreibungen auf EV-Bestände in Höhe von rund 2,7 Milliarden Euro, strategische Restrukturierungskosten, Absatzschwäche im chinesischen Markt sowie gestiegene US-Zölle. CFO Breckner betont, dass 2025 das Tiefjahr sei und ab 2026 sichtbare Verbesserungen erwartet werden. Dennoch bleibt die am 11. März vorgestellte Jahresbilanz äußerst spannend.
Das Taycan-Erlebnis ist großartig – Doch der Vertriebsansatz war falsch
Nun zu meiner persönlichen Einschätzung.
Vorab: Die Elektromodelle von Porsche sind wirklich herausragende Fahrzeuge. Zu Hause stehen bei uns ein Taycan Turbo GT und der Taycan 4S Cross Turismo meiner Frau. Beide überzeugen mit exzellentem Fahrverhalten. Sanfte, kraftvolle Beschleunigung, ein direktes, fast schon körperlich spürbares Lenkrad-Feedback und das für Porsche typische fein abgestimmte Fahrwerk. Die Verarbeitungsqualität ist auf höchstem Niveau. Die Taycan meiner Frau hat bereits über 35.000 Kilometer auf dem Tacho, und jedes Mal begeistert sie das Fahrzeug aufs Neue.

Das Problem lag nicht am Auto an sich, sondern an der Art des Verkaufs. Wer einen GT3 wollte, dem wurde zunächst ein EV verkauft. Dieses regelrechte Bündelungs-Verkaufsmodell führte dazu, dass viele Käufer “Elektroautos, die sie eigentlich gar nicht wollten” erwarben. Das Angebot war starr, und die Nachfrage wurde dadurch gegängelt. Selbstverständlich stürzte der Wiederverkaufswert ab – und potenzielle Neuwagenkäufer zogen sich zurück. So begann ein verhängnisvoller Teufelskreis.
Warum Porsche in China kaum Fuß fasst
Ein weiterer großer Fehler liegt im Vorgehen auf dem chinesischen Markt.
Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren lassen sich bei Batterie und Motor Leistungsunterschiede leichter ausgleichen. Hersteller mit größeren Batterien und stärkeren Motoren können schnellerfahrende Elektroautos auf den Markt bringen – und das zu einem Bruchteil des Preises von Porsche. Natürlich macht Porsche nicht nur die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h attraktiv. Das Lenkgefühl, das Feedback vom Fahrbahnbelag und das Zusammenspiel mit dem Fahrzeug – all das sind Werte, die sich Zahlen nicht erschließen. Doch für den Großteil der Verbraucher zählen deutlich spürbare Geschwindigkeit und offenkundiger Komfort einfach mehr.
Dann kommt noch der deutliche Unterschied bei Infotainment-Systemen hinzu. Viele chinesische Fahrzeuge bieten Benutzeroberflächen auf Tesla-Niveau, automatisches Einparken und teilautonomes Fahren. Komfortfunktionen und clevere technische Spielereien sind dort selbstverständlich. Und wie sieht es bei deutschen Marken aus? Von fehlgeschalteter Klimatisierung per Fernbedienung bis zu nicht synchronisierten Fahrdaten-Apps – selbst die Grundfunktionen hapern oft. Ich erlebe Ähnliches selbst bei meiner Taycan-App. Das Fahrverhalten ist zwar weltweit Spitzenklasse, doch in puncto Software-Bedienung ist Porsche eindeutig im Hintertreffen. Dass chinesische Kunden sich deshalb verstärkt für heimische Hersteller entscheiden, überrascht kaum.
EU-Verschärfungen als selbst auferlegte Fesseln
Was ist die Ursache für diese Entwicklung?
Ich sehe es in der Überregulierung durch die EU bei Emissionsvorgaben. Ab Euro 7, das in der zweiten Jahreshälfte in Kraft tritt, werden die Vorschriften weiter verschärft. Natürlich ist Umweltschutz wichtig. Doch es wirkt, als würde Deutschland damit seine legendäre Motorenkultur zerstören. Porsches Boxermotor, AMGs V8 oder BMWs Reihensechszylinder – sie alle sind der Grund für die Freude am Fahren, die Autofans weltweit suchen.

Die neuesten Motoren, angepasst an die Vorschriften, haben an Charme eingebüßt. Mehr Gänge für besseren Verbrauch, ein sanfteres Ansprechverhalten und reduzierte Auspuffklänge nehmen dem Fahrerlebnis den letzten Schliff. Man fragt sich manchmal: Warum nicht gleich Elektromotor? Das erlebe ich zunehmend bei Probefahrten aktueller Neuwagen. Betritt man aber die EV-Welt, trifft man auf Tesla und chinesische Hersteller als übermächtige Vorreiter. So müssen deutsche Marken auf fremdem Terrain kämpfen.
Der dramatische 99%-Rückgang von Porsches Gewinn erscheint mir weniger als internes Managementproblem, sondern als Symbol für strukturelle Fehler, die durch die EU-Politik verursacht werden. Umweltschutz ist zweifellos wichtig. Doch ist die von Boxermotoren, V8s und V12s geprägte Autofahrkultur nicht vielleicht schon ein schützenswertes Kulturerbe? Die Emissionen einiger zehntausend Sportwagen pro Jahr sind im Gesamtbild verschwindend gering. Im Verhältnis zum Verlust, den die Branche und Kunden dadurch erleiden, stellen sich durchaus kritische Fragen. Wie sehen Sie das?
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