Der stärkste Porsche aller Zeiten ist da! Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket – 1.108 PS und ein Fahrerlebnis aus einer anderen Welt
公開日:2025.03.01
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Schon länger hatte ich auf X (ehemals Twitter) und in meinen Livestreams angekündigt, einen bestimmten Porsche bestellt zu haben. Nun ist er endlich da.
In diesem Bericht nehme ich euch mit zur Fahrzeugübergabe und teile meine ersten Fahreindrücke.
Bei dem Porsche handelt es sich um den Porsche Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket.
Was ist der Porsche Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket?
Der Taycan ist der erste vollelektrische Porsche. Als viertüriges Coupé bietet er eine Performance, die sich vor Sportwagen nicht verstecken muss – ein echter Sportwagen, wie man ihn von Porsche erwartet.
An der Spitze der Taycan-Baureihe steht der Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket.

Der Taycan ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. In Japan umfasst die Baureihe acht Varianten.
Auf das Basismodell Taycan folgen Taycan 4, Taycan 4S und Taycan GTS sowie Taycan Turbo und Taycan Turbo S. An der Spitze steht der Taycan Turbo GT. Mein neues Auto ist die Version mit Weissach-Paket und zusätzlichen, auf den Einsatz auf der Rennstrecke ausgelegten Ausstattungsmerkmalen.
Kevin Giek, Leiter der Taycan-Baureihe, bezeichnet den Turbo GT als „das Limit dessen, was bei einem straßenzugelassenen Taycan möglich ist“. Zugleich betont er, das Auto sei „ein Dual-Purpose-Fahrzeug, mit dem man überall hinfahren und gleichzeitig auf der Rennstrecke fahren kann“. Dieser Super-Taycan wurde also so entwickelt, dass er Alltagstauglichkeit und Rennstrecken-Performance miteinander verbindet.
Atemberaubende technische Daten des Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket
Die Leistungsdaten des Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket sind schlicht beeindruckend.
Von 0 auf 100 km/h beschleunigt er in nur 2,2 Sekunden. Für 0 auf 200 km/h benötigt er 6,4 Sekunden. In Tests internationaler Automagazine schaffte er den Sprint von 0 auf 60 mph (rund 96 km/h) in 1,9 Sekunden – die Marke von zwei Sekunden ist also praktisch geknackt. Porsche gibt seine offiziellen Werte tendenziell eher zurückhaltend an; in der Praxis dürfte die Beschleunigung daher sogar noch schneller ausfallen.
Im Normalbetrieb leistet der Taycan Turbo GT 789 PS. Beim Overboost mit Launch Control sind es 1.034 PS, kurzzeitig sogar bis zu 1.108 PS.

Auch der Wechselrichter zur Steuerung der Elektromotoren ist stärker ausgelegt: Während der Taycan Turbo S 600 Ampere verarbeitet, sind es beim Turbo GT bis zu 900 Ampere. Dadurch kann den Motoren mehr elektrische Energie zugeführt werden.
Wie alle Modelle der Taycan-Baureihe verfügt auch der Turbo GT trotz Elektroantrieb über ein Zweiganggetriebe. Bei etwa 100 km/h schaltet es in den zweiten Gang. Beim Turbo GT wurde das Getriebe an das höhere Eingangsdrehmoment angepasst und verstärkt.
Auch die Übersetzung wurde angepasst. Das Ergebnis: eine Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h. Mehr als 300 km/h erreichen nur wenige Elektroautos; viele sind bei etwa 250 km/h abgeregelt. Auch daran zeigt sich, wie außergewöhnlich leistungsfähig der Turbo GT ist.
Die Front- und Heckspoiler wurden eigens für eine verbesserte Aerodynamik entwickelt. Zur Ausstattung gehören außerdem die leichten Keramikbremsen Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB). Während deren Bremssättel üblicherweise gelb oder schwarz sind, trägt der Turbo GT den exklusiven Farbton Victory Gold.


Weissach-Paket: konsequenter Leichtbau
Beim Weissach-Paket wurde konsequent auf Leichtbau gesetzt. Gegenüber dem Turbo GT beziehungsweise Turbo S sinkt das Gewicht um mehr als 70 Kilogramm.
Das zeigt sich unter anderem an den Carbon-Vollschalensitzen und daran, dass die Rücksitze entfallen. Die hinteren Türen lassen sich zwar öffnen, doch anstelle der Rückbank finden sich Carbonverkleidungen und lediglich ein kleines Staufach.


Für die Gewichtsreduzierung wurde auch bei der Komfortausstattung kräftig der Rotstift angesetzt. Statt eines adaptiven Tempomaten gibt es nur einen klassischen Tempomaten. Eine Uhr des Sport Chrono Pakets fehlt ebenso wie der schlüssellose Zugang: Nähert man sich dem Auto, entriegelt es nicht automatisch. Zum Öffnen muss man eine Taste drücken.
Auch eine 360-Grad-Kamera gibt es nicht – nur eine Rückfahrkamera. Für ein Elektroauto wurde die elektrische Ausstattung ungewöhnlich stark reduziert. Sitz- und Lenkradheizung fehlen ebenfalls.
Die Heckklappe wird von Hand geöffnet und geschlossen. Auch im vorderen Kofferraum – dem Frunk – gibt es keine Verkleidung; er wirkt wie eine einfache Kunststoffwanne. Zudem wurde Dämmmaterial weggelassen, sodass Fahrbahngeräusche durchaus in den Innenraum dringen.
Fahrgefühl aus einer anderen Welt und außergewöhnlich hoher Fahrkomfort
Als ich zur Fahrzeugübergabe beim Händler ankam, sagte sogar eine Mitarbeiterin am Empfang: „Der sieht wirklich toll aus!“ Ich habe schon mehrere Porsche übernommen, aber so ein Kompliment hatte ich bisher noch nie bekommen. Das ist mir in Erinnerung geblieben.
Live wirkt der Taycan Turbo GT noch tiefer als ein normaler Taycan und strahlt eine beeindruckende Präsenz aus. Er wirkt fast wie ein viertüriger Supersportwagen. Auf dem großen Heckflügel aus Carbon prangt der Schriftzug „Weissach“, darunter sitzt zusätzlich eine kleine Ducktail-Spoilerlippe. Die optionale beleuchtete Leiste am Heck mit dem roten Porsche-Schriftzug rundet den Auftritt wunderschön ab.



Im Kofferraum befindet sich eine kleine Erhöhung mit „Turbo GT“-Schriftzug. Sie schafft Platz für den neuen, auf 900 Ampere ausgelegten Wechselrichter.
Im Innenraum erwarten mich Carbon-Vollschalensitze, wie man sie auch aus dem GT3 kennt. Das Ein- und Aussteigen ist damit etwas mühsam, doch die Sitze umschließen den Körper perfekt und geben eine sportlich korrekte Sitzposition vor.
Porsche Active Ride gehört zur Serienausstattung dieses Modells, ist bei anderen Taycan-Ausführungen teils optional erhältlich – und funktioniert hervorragend. Ist das System aktiviert, hebt sich das Auto beim Öffnen der Tür an und senkt sich wieder ab, sobald die Tür geschlossen wird. Bei den Schalensitzen erschwert die höhere Sitzposition allerdings eher den Einstieg. Deshalb lasse ich die Funktion im Alltag meist ausgeschaltet.
Auch während der Fahrt macht Active Ride einen großen Unterschied. Darauf gehe ich weiter unten noch genauer ein.

Nachdem die Übergabe erledigt war und ich das Porsche Zentrum verließ, wurde mir sofort klar, dass dieser Wagen alles andere als gewöhnlich ist.
Ehrlich gesagt hatte ich zunächst keine allzu hohen Erwartungen. Ich nahm an, dass das GT-Modell des Taycan zwar ein straffes Fahrwerk und hohe Fahrdynamik bieten, im Stadtverkehr aber wenig komfortabel sein würde.
Doch schon wenige Dutzend Meter nach der Ausfahrt war diese Vorstellung überholt. Das Fahrgefühl ist unglaublich ruhig und ebenmäßig. Bodenwellen sind kaum zu spüren, und der Blick bleibt stabil. Auch beim Beschleunigen nickt das Auto kaum; es gleitet vorwärts, als würde es sich parallel zum Boden bewegen.
„Das ist ein verdammt beeindruckendes Auto …“ Nach ein paar Hundert Metern sage ich es laut vor mich hin.
Einen großen Anteil daran hat Porsche Active Ride. Das System passt elektronisch und blitzschnell die Fahrzeughöhe und Karosserieneigung an. Eine ähnliche Technik gibt es beispielsweise auch im Mercedes GLS. Dort fiel mir der Unterschied zwischen ein- und ausgeschaltetem System beziehungsweise einer herkömmlichen Luftfederung allerdings nur als etwas mehr Komfort auf.
Im Taycan Turbo GT ist der Unterschied dagegen eindeutig: Der Fahrkomfort ist spürbar besser. Ein Taycan ohne Active Ride fährt sich wie ein ganz anderes Auto. Das Niveau an Ruhe und Ebenmäßigkeit ist schlicht beeindruckend.
Auch das Ansprechverhalten des Fahrpedals ist hervorragend. Trotz 789 PS beziehungsweise bis zu 1.108 PS lässt sich der Taycan Turbo GT schon bei niedrigen Geschwindigkeiten leicht kontrollieren. Ein BMW M8 setzte sich ebenfalls in Bewegung, ohne dass ich stark aufs Gas treten musste, vermittelte mir dabei aber eine gewisse Nervosität. Die 1.100 PS des Taycan Turbo GT machen mir dagegen überhaupt keine Angst. Gaspedalstellung und Geschwindigkeit stehen in einem linearen Verhältnis – das fühlt sich vollkommen natürlich an. Ob im Stau oder auf der Autobahn: Der Taycan lässt sich mühelos und präzise fahren. Genau das macht einen Porsche aus. Diese ausgefeilte Technik, die sich so selbstverständlich an den menschlichen Sinnen orientiert, begeistert einfach.

Auch das Handling auf der Autobahn ist hervorragend.
So fühlt sich das Handling eines Porsche GT an. Die Lenkung wirkt äußerst steif und präzise, und schon kleinste Lenkbewegungen bringen das Auto exakt auf Kurs. Beim Spurwechsel muss ich an die Worte des verstorbenen Autojournalisten Tsuneyasu Tokudaji denken: „Wenn Porsche beschließt, dorthin zu fahren, ist er schon da.“ Auf kaum einen anderen Porsche passt dieser Satz so gut.
Kurven auf der Autobahn machen richtig Spaß – ganz ohne hohes Tempo. Selbst auf der Hanshin-Autobahn, wo die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt ist, fährt sich der Taycan Turbo GT wunderbar. Auch ein GT3 macht Freude, aber ohne den Motor hochzudrehen, bleibt ein Teil des Erlebnisses auf der Strecke. Der Taycan Turbo GT dagegen macht dank seines Elektromotors bei jeder Geschwindigkeit Spaß. So lassen sich seine 1.108 PS in vollen Zügen genießen.
Die Beschleunigung ist erschreckend stark, doch Active Ride hält die Karosserie längs und quer stabil, sodass kein Gefühl der Angst aufkommt. Es ist beinahe, als säße man auf einem Brett. Viele Elektroautos beschleunigen zwar schnell, lassen bei höheren Geschwindigkeiten aber nach. Der Taycan Turbo GT zieht dagegen immer weiter durch.
Auch die PCCB-Bremsen packen kraftvoll zu, ohne dass die Front eintaucht – auch das ist Active Ride zu verdanken. In Kurven bleibt die Karosserie flach und neigt sich kaum zur Seite. Bei schneller Kurvenfahrt lässt sich der Fahrbahnkontakt allerdings besser einschätzen, wenn Active Ride ausgeschaltet ist. Im Sport- oder Sport-Plus-Modus wird die Funktion, die Karosserie stets waagerecht zu halten, übrigens automatisch deaktiviert.

Ehrlich gesagt gefällt mir dieser Taycan Turbo GT so gut, dass ich mich frage, ob ich danach überhaupt noch andere Autos fahren kann.
Auch meine Frau war nach einer Probefahrt offenbar sprachlos – außer einem begeisterten „Unglaublich!“ fiel ihr nichts ein.
Auch TAKURO, ein Testfahrer, der in meinem Blog öfter auftaucht, durfte den Wagen kurz fahren und war restlos begeistert. Er meinte sogar, er würde dafür andere Autos verkaufen. Seine Eindrücke werde ich euch bei Gelegenheit noch ausführlicher schildern. Hier findet ihr ihn auf X.

Da ich noch in der Einfahrphase bin, habe ich den Attack-Modus, der sich durch Ziehen am rechten Schaltpaddle aktivieren lässt, noch nicht ausprobiert. Schon im Normal-Modus bietet der Taycan mehr als genug Leistung.
Nach der Auslieferung habe ich sogar überlegt, den gesamten Porsche-Fuhrpark unserer Familie neu aufzustellen – mit dem Taycan Turbo GT im Mittelpunkt.
Der Wiederverkaufswert ist mir völlig egal. Bei dieser Leistung ist auch der Preis nachvollziehbar. Der Taycan Turbo GT hat mich so sehr beeindruckt, dass er für mich ganz sicher zu den emotionalsten Autos gehört, die ich je gefahren bin.
In Zukunft werde ich den Wagen auch auf Bergstraßen fahren und euch mit weiteren Eindrücken versorgen.
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