BMW 523i als Ersatzwagen: Meine Eindrücke vor der Auslieferung des Panamera Turbo
公開日:2017.09.25
Abschied vom Panamera Edition
Gestern hat der Panamera unser Zuhause endgültig verlassen.
Um 13 Uhr wollte Herr H. vom Porsche Zentrum den Panamera abholen. Als ich gegen 12.45 Uhr in die Garage ging, um vergessene Sachen aus dem Kofferraum zu holen, wartete er bereits dort. Er war wohl so früh angekommen, dass er lieber vor unserem Haus auf uns gewartet hatte.
„Entschuldigen Sie, dass Sie warten mussten!“, sagte ich und rief schnell meinen Mann. Dann schnappten wir uns die Kinder und eilten in die Garage. Nachdem Herr H. mit uns geprüft hatte, ob wir nichts im Auto vergessen hatten, fragte er:
„Dann wären wir so weit?“
…
…
…Nein, eigentlich nicht. (´-﹏-`;)
Eigentlich wollte ich noch gar nicht so weit sein. Dieser Panamera war wirklich ein großartiges Auto, und am liebsten hätte ich ihn noch lange behalten. Aber natürlich konnte ich mich nicht querstellen. Also antwortete ich ganz erwachsen: „Ja, alles in Ordnung. Vielen Dank!“ w Und ehe ich richtig sentimental werden konnte, fuhr der Panamera auch schon davon.

So ein Abschied ist überraschend schnell vorbei. Der Panamera hatte 13.800 Kilometer auf dem Tacho und war ein Jahr und sieben Monate bei uns. Ich hoffe, dass er bald einen neuen Besitzer findet, der ihn genauso gut behandelt wie wir.
Ersatzwagen bis zur Auslieferung: der BMW 523i
Bis unser neuer Panamera Turbo ausgeliefert wird, dauert es noch etwa zwei Wochen. Als Ersatzwagen bekommen wir einen BMW 523i mit M Sportpaket. Dass man uns für die Übergangszeit so ein gutes Auto zur Verfügung stellt, ist wirklich großzügig. Also ging es gleich mit der ganzen Familie hinauf auf den Royu Driveway.

Mein Mann fuhr gut gelaunt und meinte:
„Oh, ja, das ist ganz typisch BMW. Aber wenn schon, hätte ich lieber einen 3er gehabt.“
(Vor vielen Jahren fuhr mein Mann einen 318i – und würde heute am liebsten wieder einen fahren.) Nach unserer ersten gemeinsamen Ausfahrt möchte ich nun meine Eindrücke vom BMW 523i mit denen des Panamera vergleichen.
1. Auf der Rückbank ist der Fahrkomfort nicht optimal
Zuerst saß ich hinten. Vielleicht bin ich einfach an den Panamera gewöhnt, aber die Auf- und Abbewegungen sowie das seitliche Wanken fielen mir deutlich auf. Für lange Strecken wäre das für mich ehrlich gesagt etwas anstrengend. BMWs sind offenbar mit sogenannten Runflat-Reifen ausgestattet, mit denen man auch nach einer Reifenpanne noch eine gewisse Strecke weiterfahren kann.
Bei Runflat-Reifen ist die Seitenwand steifer als bei herkömmlichen Reifen. Dadurch werden Stöße von Unebenheiten und Kanten stärker an die Fahrgäste weitergegeben. Die Technik ist zwar inzwischen deutlich besser geworden, aber der Unterschied war für mich spürbar. Es ist natürlich nicht ganz fair, den BMW direkt mit dem Panamera zu vergleichen – zumal unser 523i das M Sportpaket hat und keine klassische Luxuslimousine ist. Trotzdem würde ich lieber vorne sitzen: auf dem Beifahrersitz oder am Steuer.
2. Am Steuer bietet der BMW ein angenehmes Fahrerlebnis
Der Unterschied zwischen Rückbank und Fahrersitz hat mich überrascht. Am Steuer ist der BMW 523i ausgesprochen komfortabel. Beim Panamera empfinde ich dagegen eher die Rückbank als besonders bequem – genau umgekehrt. (Was angesichts der unterschiedlichen Konzepte wohl nur logisch ist.) Am Steuer waren die Vibrationen kaum zu spüren, und das Auto ließ sich angenehm und ruhig fahren. Wenn ich allein unterwegs wäre und die Familie nicht hinten säße, könnte ich mich ganz auf das Fahren konzentrieren und die Fahrt noch mehr genießen.
Das ist Fahrfreude pur – ganz im Sinne von „Freude am Fahren“.
3. Der Innenraum wirkt etwas einfach
Der Innenraum fühlte sich für mich ein wenig billig an. (Ob „billig“ hier wirklich das richtige Wort ist?) Mein Mann meinte: „Der Innenraum ist typisch BMW.“ Bei einem Neuwagen, der knapp sieben Millionen Yen kostet, hätte ich mir allerdings etwas mehr Premium-Ambiente gewünscht.

4. Die Lenkung wirkt etwas indirekt
Was soll „indirekt“ hier eigentlich heißen? (lacht) Mir fiel keine bessere Beschreibung ein. Wenn die Lenkung des Panamera für mich keinen Millimeter Spiel hat, fühlt es sich beim BMW eher nach einem Zentimeter an. Dieses präzise, messerscharfe Einlenken, bei dem man denkt: „Wow, der zieht ja richtig in die Kurve!“, hatte ich nicht.
Mein Mann sagt allerdings, dass sich beim 3er die Lenkung präzise anfühlt und man das Auto ganz nach Wunsch bewegen kann – was richtig Spaß macht. Vielleicht liegt es also einfach am 5er.
5. Ein ausgewogenes und alltagstaugliches Auto
Unser BMW 5er misst 4.920 × 1.860 × 1.470 mm (Länge × Breite × Höhe). Der vorherige Panamera war rund sieben Zentimeter schmaler und vier Zentimeter kürzer. Mit dem BMW kann man also viel entspannter parken und einfach zum Supermarkt oder zum nächsten Laden fahren. Auch die meisten automatischen Waschanlagen dürften kein Problem sein, da ihre Breitenbegrenzung häufig bei 1.900 mm liegt. Dazu kommt der Fahrspaß und Platz für fünf Personen: ein vielseitiges Auto, das im Alltag so ziemlich alles abdeckt.
Die Auslieferung unseres neuen Panamera Turbo ist nun endlich für Donnerstag, den 12. Oktober, angesetzt. Bis dahin wird uns der BMW gute Dienste leisten.
Jetzt wird es ernst!
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