Warum Porsche-Fahrer den nächsten Porsche bestellen, ohne ihn gesehen oder Probe gefahren zu haben
公開日:2018.04.27
Ein Auto kauft man nach einer Probefahrt
Ich bin bei Eltern aufgewachsen, die sich überhaupt nicht für Autos interessierten (und doch ist mein Bruder durch und durch Subaru-Fan, während ich als seine jüngere Schwester einen Autoblog schreibe – schon irgendwie ironisch, haha). Selbst meine autofernen Eltern machten vor dem Autokauf eine Probefahrt. Deshalb war ich überzeugt: Ein Auto kauft man nach einer Probefahrt.
Doch kurz nachdem der erste Porsche bei uns eingezogen war, hörte ich von den Verkaufsberatern im Porsche Zentrum immer wieder:
„Demnächst kommt der neue ◯◯ auf den Markt, und die ersten Bestellungen sind schon eingegangen.“
Ich war völlig verblüfft und fragte unwillkürlich nach: „Wie kann man ein Auto bestellen, ohne es Probe gefahren oder überhaupt einmal in echt gesehen zu haben?“ Damals dachte ich, dass irgendein wohlhabender Kunde einfach so einen neuen Porsche bestellte, weil Geld keine Rolle spielte und er sich dachte: „Na, dann kaufe ich eben schon mal den neuesten Porsche.“ Doch je mehr ich über Porsche erfuhr, desto besser konnte ich die Gründe nachvollziehen.
Was sich nicht verändert
Wenn Porsche-Besitzer, die bereits einen Porsche fahren, das nächste Modell bestellen, ohne es gesehen oder Probe gefahren zu haben, ist das meiner Meinung nach ein Zeichen ihres Vertrauens in die Marke Porsche.
In einer Sondersendung des japanischen Fernsehsenders BS Fuji über die Wurzeln von Porsche sagte der Leiter des Porsche-Museums im österreichischen Gmünd einmal:
„Als ich als Teenager zum ersten Mal einen gebrauchten Porsche kaufte und fuhr, war ich so begeistert, dass sich dieses Gefühl kaum in Worte fassen ließ. Es war, als wäre ich eins mit dem Auto.“
Dieses Gefühl erleben Menschen auch heute noch, rund 70 Jahre später, wenn sie zum ersten Mal Porsche fahren. Porsche baut Sportwagen, die das Herz der Fahrer höherschlagen lassen. Und daran hat sich über die Jahrzehnte nichts geändert. In einer Zeit, in der sich die Welt und die Anforderungen an Autos rasant wandeln und Wettbewerber immer neue Modelle auf den Markt bringen, ist diese konsequente Haltung alles andere als selbstverständlich.
Was sich weiterentwickelt
Gleichzeitig entwickelt sich Porsche stetig weiter. Wir fuhren früher einen Panamera Edition der Baureihe 970. Seine Leistung war mehr als ausreichend: Auf dem Royu Driveway machte jede Fahrt Spaß, auf der Autobahn glitt er geschmeidig dahin, und jederzeit bot er ein Fahrerlebnis auf höchstem Niveau. Wir waren als Ehepaar rundum zufrieden.
Als der neue Panamera vorgestellt wurde, dachte ich deshalb ganz ehrlich: „Der kann unseren jetzigen Panamera unmöglich übertreffen.“
Dann fuhren wir den neuen Panamera Probe – und nach zwei Sekunden war mir alles klar:
„Der ist dem Vorgängermodell tatsächlich haushoch überlegen.“
Der neue Panamera ist nicht einfach eine Weiterentwicklung des Vorgängers. Porsche hat ihn von Grund auf neu entwickelt – und dabei das bisherige Modell deutlich übertroffen.
Beständig bleiben und sich zugleich verändern
Porsche bewahrt seine Identität und entwickelt sich trotzdem ständig weiter.
Das ist alles andere als einfach. Doch Porsche-Besitzer wissen: Das nächste Modell wird ihre Erwartungen nicht enttäuschen – es wird sie wahrscheinlich sogar weit übertreffen. Vielleicht bestellen sie deshalb schon, bevor sie eine Probefahrt machen können. (Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass die Stückzahlen begrenzt sind und der Wert eines Porsche nicht so schnell sinkt.)
Beim „neuen Boxster Spyder“, der angeblich bald kommen soll, ist offenbar sogar schon von Bestellungen die Rede – obwohl noch gar nicht feststeht, ob das Modell überhaupt auf den Markt kommt … Mein Mann scheint jedenfalls ganz nebenbei bereits einen reserviert zu haben.
Wirklich: Porsche ist schon eine beeindruckende Marke.
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