Ölwechsel beim luftgekühlten Porsche 911 (964 C2)
Veröffentlicht: 2019.04.10
Tun einem in den Sitzen eines luftgekühlten Porsche schnell der Rücken weh?
Seit mein Mann den 964 fährt, sagt er ständig, dass ihm der Rücken wehtut. Vor Kurzem habe ich dazu schon einen Artikel geschrieben (Für alle, die gern Auto fahren und unter Rückenschmerzen leiden: Welche Tipps helfen euch?). Daraufhin haben mir viele von euch Ratschläge gegeben, die mein Mann offenbar gleich ausprobiert hat.
Schließlich fand er eine Lösung: Er legte sich beim Fahren ein Rennsport-Sitzkissen aus dem Porsche-Merchandising in den unteren Rücken. Damit konnte er endlich fahren, ohne dass ihm der Rücken wehtat.


Offenbar hat sich das Problem deutlich gebessert, seit er das Kissen einfach so im Bereich der Lendenwirbelsäule auf den Fahrersitz des 964 legt …


Bei den Sitzen im luftgekühlten Porsche ist die Sitzfläche weich, aber die Lordosenstütze fehlt fast völlig. Dadurch sitzt man mit einem spitzen Knick im Rücken und zugleich mit rundem Rücken – ich glaube, deshalb tut mir der Rücken weh. Mit dem Kissen im Lendenbereich habe ich heute überhaupt keine Schmerzen. Und weil es ein Porsche-Accessoire ist, wirkt es irgendwie sogar wie ein Originalteil. (lacht)
Das sagte mein Mann. Wie auch immer: Hauptsache, es hilft.
Ölwechsel beim luftgekühlten Porsche 911
Damit zum 964: Seit der Auslieferung im November letzten Jahres ist er offenbar 5.000 Kilometer gefahren. Vor Kurzem stand deshalb ein Ölwechsel an. Mein Mann recherchierte kurz, wo er den Ölwechsel machen lassen sollte, und entschied sich schließlich für b-force in der Nähe unseres Zuhauses (Geschäftsführer Sasabe hatte ich früher schon einmal für diesen Blog interviewt.).
Er rief an, vereinbarte einen Termin und brachte den 964 vorbei. Dort durfte er dem Ölwechsel und den Arbeiten direkt zusehen.
Der 964 wurde auf die Hebebühne gehoben, und während mein Mann das Auto von unten betrachtete, erklärte man ihm alles Mögliche: „Hier ist es so, dort funktioniert es so …“ Er fand es ausgesprochen spannend, die Arbeiten aus nächster Nähe mitzuverfolgen. Auch das Öl des 964 war ganz schön verschmutzt …

Es hatte die Farbe von Bitterschokolade und sah ein kleines bisschen appetitlich aus (oder bilde nur ich mir das ein? haha).
Bei einem luftgekühlten Porsche wird der Motor natürlich mit Luft, aber auch „mit Öl gekühlt“. Deshalb ist eine sorgfältige Ölpflege besonders wichtig. Bei neueren Porsche-Modellen heißt es oft, ein Ölwechsel alle 10.000 Kilometer sei ausreichend. Sasabe empfahl dagegen: „Bei einem luftgekühlten Porsche sollte man das Öl möglichst etwa alle 5.000 Kilometer wechseln.“
Regelmäßige Ölwechsel sind also wirklich wichtig.
Zusätzlich zum Ölwechsel ließ mein Mann auch ein anderes Problem beheben: „Seit Kurzem klappert es in der Tür.“ Dafür wurde die Tür wie hier auseinandergebaut und überprüft. Danach war das Geräusch offenbar vollständig verschwunden.

Beeindruckend. Als Laie denkt man beim Anblick vielleicht: „Wenn man das so weit auseinanderbaut, bekommt man es doch nie wieder zusammen!“ Aber Profis können eben wirklich was. Sasabe von b-force erzählte: „Ich habe Porsche aus dieser Zeit schon komplett zerlegt. Beim 964 kenne ich deshalb praktisch den Aufbau jedes einzelnen Bereichs.“
Nach dem Ölwechsel und der Reparatur kam mein Mann sichtlich zufrieden nach Hause:
Bei b-force kann man einfach vorbeifahren. Das ist ein bisschen wie beim Hausarzt: Man kann das Auto gründlich anschauen lassen, ohne gleich ein großes Aufheben darum zu machen. Außerdem darf man bei den Arbeiten dabei sein und nebenbei auch über andere Auffälligkeiten sprechen. Diese angenehme, unkomplizierte Art gefällt mir. Wenn sich am Auto etwas seltsam anfühlt, kann ich einfach nachfragen.
So sagte er.
Bei einem luftgekühlten Porsche oder einem älteren Auto fallen einem sicher immer wieder Kleinigkeiten auf. Da ist es beruhigend, eine Werkstatt in der Nähe zu kennen, bei der man sich unkompliziert Rat holen kann.
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