Der BMW 320i (F30) ist bei uns eingezogen! – Vom ersten Tag bis zur ersten Fahrt
Veröffentlicht: 2019.05.31
Die Übergabe des BMW 320i
Vor Kurzem war es endlich so weit: Der BMW 320i (F30) ist bei uns eingezogen. Ein Modell aus dem Jahr 2014 mit Schaltgetriebe. Es ist mein erstes eigenes Auto – und ich hätte mir nie träumen lassen, dass mein erster Wagen ein Schalter sein würde. (Wie es dazu kam, erzähle ich hier.)
Während der Zeit zwischen Bestellung und Übergabe sagte mein Mann immer wieder:
Mal ehrlich: Kannst du den überhaupt fahren? Am Ende kaufst du doch wieder einen Golf zurück, oder? Wäre ja nicht das erste Mal, haha.
Doch ich antwortete jedes Mal, als wollte ich mich selbst davon überzeugen: „Nein, diesmal klappt’s. Diesmal ganz bestimmt. (-_-)“
Laut Wochenvorhersage sollte es am Tag der Übergabe in Strömen regnen. „Na klar, war ja zu erwarten“, dachte ich schon. Doch tatsächlich änderte sich die Vorhersage am Tag zuvor und plötzlich sollte die Sonne scheinen. Auch bei unserer Tour nach Fukui hatte es erst nach Regen ausgesehen, und am Ende blieb es trocken … Vielleicht bin ich ja gar keine Regenmacherin mehr. (Wenn ich das jetzt sage, regnet es bestimmt wieder.)
Am Übergabetag brachte der BMW-Verkäufer den 320i selbst zu uns nach Hause. Der Golf sollte im Gegenzug mitgenommen werden. Also räumte ich am Vormittag sämtliche Sachen aus dem Golf, saugte ihn gründlich aus und machte alles fertig. Dass ich den Golf und den Panamera heute zum letzten Mal zusammen sehen würde, stimmte mich überraschend wehmütig.
Vom BMW-Kauf zur ersten Fahrt
Die Übergabe war für den Abend geplant, deshalb machte mein Mann früher Feierabend. Je näher die vereinbarte Uhrzeit rückte, desto unruhiger wurde ich. Gerade als ich schon ganz gespannt auf den Moment wartete, meldete sich der Verkäufer: Er sei vor unserem Haus angekommen. Also gingen wir alle zusammen nach draußen …

Wow – da ist er ja endlich!
Trotzdem fühlte es sich noch gar nicht richtig echt an. Der Verkäufer erklärte uns erst einmal die wichtigsten Funktionen. Das iDrive-System war leicht zu bedienen, und auch der Klang der Audioanlage gefiel mir. Außerdem erfuhr ich an diesem Tag zum ersten Mal, dass sich der Fahrmodus zwischen Sport, Comfort und Eco umschalten lässt.

Anschließend sah sich der Verkäufer den Golf noch einmal an. Da alles in Ordnung war, verabschiedete er sich mit einem „Dann auf weiterhin gute Zusammenarbeit“ und fuhr im Golf davon. Danke für alles, Golf – mach’s gut … Das hatte ich schon einmal gedacht: Abschiede sind manchmal überraschend unspektakulär.

Nachdem wir dem Golf nachgesehen hatten, sagte ich: „Na gut, wenn wir schon dabei sind, fahren wir ihn doch gleich mal!“ Zuerst sollte mein Mann ans Steuer. Kaum war er losgefahren, rief er:
Was ist das denn? Ganz anders als der Boxster! Total einfach! Damit würgst du den Motor doch niemals ab! Selbst Mina-chan sollte damit klarkommen!
Dabei lachte er sich halb kaputt.

Stimmt das wirklich? Von der Seite sah es tatsächlich einfach aus, und auch die Schaltvorgänge wirkten überhaupt nicht ruckelig. Dann fiel mir auf, dass der Tank nicht ganz voll war. Also fuhren wir auf die Nationalstraße, um zu tanken.
Und dann war ich an der Reihe.
„Du schaffst das, du schaffst das“, redete ich mir gut zu und stellte Sitz und Lenkrad ein. Ich bewegte den Schalthebel durch die Gänge: „Eins, zwei, drei, vier …“ Grübeln brachte jetzt nichts. „Also gut, los geht’s!“ Mit einem kräftigen Ruck gab ich mir einen Schubs und fuhr los.

Anfahren klappte irgendwie. Aber an ein entspanntes Gespräch war nicht einmal im Ansatz zu denken. Unterwegs sagte ich: „Ich will in den zweiten Gang schalten, aber der geht überhaupt nicht rein! (゚д゚)!“
Wie kann das sein? Der Schalthebel geht doch so leicht! Du verkrampfst die Hand viel zu sehr!
Dann beschwerte ich mich: „Ich habe keine Ahnung, in welchem Gang ich bin! Da wird nichts angezeigt!“
Das merkst du doch ungefähr! Am Motorgeräusch oder daran, dass sich das Auto quält – nach Gefühl eben!
Und während ich mich abmühte, lachte mein Mann neben mir laut los:
Warum bist du denn so steif? Von der Seite sieht man richtig, wie verkrampft du bist. Wie bei diesem Comedian mit seinem Spruch: „Steinhart!“ Haha.
Ach ja … der Gag von Kato Zabungle. Sein berühmter Spruch „Steinhart, sag ich!“ (-_-) Genau so fühlte ich mich in dem Moment – ich konnte also nicht widersprechen und musste einfach mitlachen. Viel Zeit, mich wieder zu sammeln, blieb nicht: Kurz darauf musste ich an einer roten Ampel an einem leichten Hang anhalten.
Jetzt war es also so weit: Anfahren am Berg.
Ich ließ die Kupplung kommen, gab etwas mehr Gas und fuhr vorsichtig an. Das Auto rollte nicht zurück – und ich kam tatsächlich vom Fleck. „Jawoll, klappt ja!“, freute ich mich, nur um es beim nächsten Versuch wieder zu vermasseln. So ging es eine Weile weiter.
Den steilen Hang vor dem Bahnhof, meine größte Herausforderung, schaffte ich schließlich bei Grün ohne anzuhalten. Doch als ich es bemerkte, war ich von Kopf bis Fuß schweißgebadet. (lacht)

Vielleicht war ich inzwischen einfach müde: An einer ganz normalen Ampel würgte ich den Motor ab. „Oh nein, oh nein!“ Ich trat die Kupplung durch – und plötzlich sprang der Motor von selbst wieder an.
Wow, so eine praktische Funktion gibt es also! Das beruhigte mich. Trotz mehrerer abgewürgter Motoren und meiner verkrampften Haltung schaffte ich es schließlich zurück nach Hause. Da meinte mein Mann:
Lass uns ausprobieren, ob die Auto-Hold-Funktion am Berg wirklich nicht greift. Das solltest du wissen, bevor du ab morgen damit fährst.
Wir tauschten die Plätze und testeten es an der Steigung vor unserem Haus. Das Auto wurde etwa zwei Sekunden lang gehalten, dann rollte es mit einem Ruck zurück. Auch bei mehreren Versuchen war das Ergebnis gleich. Da sagte mein Mann:
Ich habe mal gehört, dass es einen Berganfahrassistenten gibt, der die Bremse noch etwa zwei Sekunden hält, nachdem man am Berg den Fuß vom Bremspedal nimmt. Den hat dieser BMW ja auch! Wie gut!
Moment mal … War ich an der Steigung vorhin also nur deshalb nicht zurückgerollt, weil der Wagen diesen Assistenten hat? Das war gar nicht mein Verdienst (-_-). Mit ziemlich vielen offenen Fragen ging meine erste Fahrt an diesem Tag zu Ende.

Am nächsten Tag fuhr ich mit dem BMW, um meine ältere Tochter zum Kindergarten zu bringen. Ich war wieder total verkrampft und würgte den Motor gleich mehrmals ab – zum Leidwesen der Autofahrer hinter mir.
Am Nachmittag, als ich meine Tochter wieder abholte, lief es dann aber viel ruhiger als noch am Vormittag. Es braucht wohl einfach etwas Übung. Wenn es so weitergeht, bekomme ich das bestimmt hin. Also gut: Ich übe fleißig weiter!
Den ersten Eindruck meines Mannes vom BMW 320i (F30) erzähle ich übrigens in einem eigenen Artikel.
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