So gut wie perfekt!? Ein Porsche-Besitzer testet den 992 Carrera T

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Tests & Fahrberichte

Der Carrera T: nahezu perfekt

Neulich fuhr mein Mann mit unserem Carrera T (Schaltgetriebe) auf den Royu Driveway. Dort durfte TAKURO, ein Porsche-Besitzer, mit dem wir beide schon lange in Kontakt sind, den Carrera T fahren. Danach erzählte mein Mann mir lachend von seiner Heimkehr:

TAKURO war völlig begeistert und schwärmte: „Das ist ja ein perfektes Auto!“, „Wow, wie schön – den hätte ich auch gern!“, „Ähm, dürfte ich noch eine Runde fahren?“ und „Das ist der Porsche, den ich gerade am liebsten hätte!“ Vielleicht solltest du ihn mal ausführlich fragen, wie er den Wagen fand?

Ich habe mich sehr gefreut, dass TAKURO so begeistert war. Schließlich hängt mein Herz besonders an diesem Porsche: Es ist der erste, den ich mit meinem eigenen Geld gekauft habe, und seit der Auslieferung begeistert mich sein Fahrgefühl immer wieder aufs Neue.

Ein paar Tage später schickte mir TAKURO seine Eindrücke – und zwar sehr ausführlich. Vielen Dank dafür! Ich freue mich, sie heute hier im Blog mit euch zu teilen.

Vorweg: Diese Eindrücke sind vollkommen unabhängig entstanden. Ich schreibe einen persönlichen Blog und muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Lest sie also einfach als ehrliche Einschätzung eines begeisterten Fahrers, der selbst einen 981 Boxster GTS und einen 964 C2 besitzt und den 992 Carrera T ausprobiert hat.

So erlebt ein Porsche-Besitzer den Carrera T

Fahrkomfort und Fahrwerk

Der Fahrkomfort war besser, als ich erwartet hatte. Das Sportfahrwerk des 992 hatte ich als ziemlich straff eingeschätzt. Doch mit diesem Carrera T könnte man problemlos längere Strecken und ausgedehnte Touren fahren, ohne dass einem der Hintern wehtut oder man müde wird.

Vermutlich trägt auch die Polsterung der Sitzfläche dazu bei. Dieser Carrera T war mit den elektrisch verstellbaren 18-Wege-Sportsitzen mit Sport Plus-Ausstattung ausgerüstet.

Auf den Straßen des Royu Driveway – mit ihren teils welligen Abschnitten – gab es am Fahrwerk überhaupt nichts auszusetzen. Selbst bei niedriger Geschwindigkeit empfand ich es nicht als besonders hart. Auf Unebenheiten schaukelte der Wagen gelegentlich leicht, doch mit zunehmendem Tempo wurde er immer stabiler.

Außerdem gefiel mir sehr, wie deutlich das Lenkrad Rückmeldung über den Zustand der Fahrbahn gab.

Lenkung und Schaltung

Die Lenkung war so leichtgängig und präzise, dass ich mich zunächst fragte, ob der Wagen wohl mit der Servolenkung Plus ausgestattet ist. Auch im Stadtverkehr lässt sich der Carrera T damit sehr entspannt fahren.

Besonders beeindruckt hat mich die Hinterachslenkung. Beim Carrera T ist sie als Option erhältlich, obwohl sie sonst erst ab dem Carrera S angeboten wird. Mitten in der Kurve zog es den Wagen förmlich zur Innenseite – er lenkte unglaublich willig ein. Das hat mich wirklich überrascht.

Auf kurvigen Straßen machte das Fahren riesigen Spaß. Ich bekam sofort Lust auf eine längere Tour.

Auch das Heck liegt sehr stabil, sodass sich Kurven selbst bei höherem Tempo mit einem sicheren Gefühl durchfahren lassen.

Das manuelle Getriebe hat kurze Schaltwege und fühlt sich angenehm präzise und knackig an. Genau so mag ich es. Vor allem macht das Schalten einfach unglaublich viel Freude. Die automatische Zwischengasfunktion arbeitet ebenfalls hervorragend – fast wollte ich allein deshalb ständig hoch- und herunterschalten.

Die Kupplung ließ sich leichter bedienen als erwartet. Auch längere Fahrten oder Stop-and-go-Verkehr dürften damit entspannt bleiben. Das Bediengefühl war fast wie bei einem Automatikgetriebe, wodurch sich der Wagen sehr unkompliziert fahren ließ.

Geringes Gewicht und Motorsound

Insgesamt fühlte sich der Carrera T angenehm leicht an. Mein Mann und ich fanden heraus, dass unter anderem eine Lithium-Ionen-Batterie verbaut ist. Offenbar wurde auch an anderen Stellen Gewicht eingespart. Der Wagen fuhr sich ausgesprochen agil und machte direkt Lust, stärker aufs Gaspedal zu treten.

Auch der Auspuffsound gefiel mir. Beim Anlassen klingt der Wagen durchaus kraftvoll. Während der Fahrt wirkt er zwar leiser, aber genau richtig für meinen Geschmack. Der Klang des 992 erinnerte mich an den Motorsound eines luftgekühlten Porsche – das mag ich sehr. Im Sport-Modus sorgen dezente, stilvolle Nachverbrennungsknaller für zusätzliche Gänsehautmomente.

Weitere Eindrücke und Fazit

Am Ende ist es natürlich Geschmackssache, aber ich fühlte mich im Linkslenker einfach wohler. Die Sitzposition passte für mich, und auch die Bedienung fiel mir leichter. Der 992 ist ausgesprochen ausgereift und wirkt fast wie ein Hochleistungs-Cyborg. Doch mit dem Fahrspaß des Schaltgetriebes, der Hinterachslenkung und den Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung wird daraus eine unglaublich unterhaltsame, nahezu perfekte Maschine, an der ich keinen echten Schwachpunkt finden konnte.

Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Fahrfreude. Noch immer denke ich: „Ach, ich würde so gern noch eine Runde drehen!“

Dass ich so empfinde, kommt nicht oft vor – daran merke ich erst recht, wie gut mir der Carrera T gefallen hat.

Der 992 Carrera T ist für mich der perfekte Allrounder: alltagstauglich, ideal für lange Touren und sogar für den Einsatz auf der Rennstrecke. Auch die Kombination aus Karosseriefarbe, Innenraum und einzelnen Details in gedeckten Tönen hat mir ausgesprochen gut gefallen!

ポルシェ911カレラT

Der Carrera T des Modelljahrs 2023 ohne GPF

Ich möchte es noch einmal betonen: Ich habe TAKURO kein einziges Mal gebeten, „Schreib bitte besonders positiv über den Wagen!“ (lacht).

Im Gegenteil: Ich fragte ihn sogar: „Wenn du ihn so sehr lobst, klingt das fast unglaubwürdig. Gibt es denn wirklich gar nichts, was dir nicht gefällt?“ Seine Antwort: Nein, das Auto sei rundum gelungen.

Wer vor allem klassische luftgekühlte Porsche liebt oder sich eine schwere Kupplung und ein besonders direktes, körperliches Fahrerlebnis wünscht, könnte den Carrera T vielleicht etwas zu perfekt finden. Für Fahrer wie mich ist er jedoch ein unglaublich unterhaltsamer und komfortabler Begleiter – ein 911, mit dem man einfach überall fahren möchte.

Eine kleine Randnotiz: Als mein Mann ein Foto vom Unterboden des Carrera T machte, fiel ihm auf: „Sieht so aus, als hätte er keinen GPF …“ Welches Modell beziehungsweise Modelljahr einen Partikelfilter hat, muss noch genauer geprüft werden. Mein Mann will sich dazu weiter schlaumachen (lacht).

Wie dem auch sei: Ich würde mich freuen, wenn auch andere Porsche-Besitzer den Carrera T ausprobieren und ihre Eindrücke mit uns teilen. Doch zuerst muss ich endlich die Einfahrphase abschließen – aktuell stehen gerade einmal 900 Kilometer auf dem Tacho.

TAKURO, vielen Dank für deine Eindrücke! Fahr den Wagen gern jederzeit wieder!

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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