Ein Reifendruckkontrollsystem (TPM) ist für mehr Sicherheit unverzichtbar
Veröffentlicht: 2021.08.23
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Das Reifendruckkontrollsystem (TPM) von Porsche
Viele Porsche aus den vergangenen zehn Jahren sind mit einem Reifendruckkontrollsystem (TPM) ausgestattet. Früher war es eine Sonderausstattung, nach und nach wurde es jedoch zum Serienumfang. Inzwischen gehört es bei allen Fahrzeugen zur Ausstattung.

Bei einem Reifenschaden erscheint eine Warnmeldung wie diese.

Beim Befüllen den angezeigten Druckunterschied beachten.
Das System zeigt während der Fahrt den Reifendruck in Echtzeit an und warnt, wenn der Druck einen bestimmten Wert unterschreitet. Ein besonderer Vorteil des Porsche-TPM: Es gibt abhängig von der aktuellen Reifentemperatur an, wie viel Luft noch nachgefüllt oder abgelassen werden muss.
Manche Porsche-Fahrer mit TPM schauen auf den angezeigten Reifendruck und sagen an der Tankstelle beispielsweise: „Bitte auf 2,8 bar auffüllen.“ Das ist jedoch nicht korrekt. Richtig ist, die Differenzanzeige zu nutzen und etwa anzuweisen: „Bitte noch 0,2 bar hinzufügen.“ Nur so wird die Reifentemperatur berücksichtigt und der korrekte Reifendruck eingestellt.
Mehr dazu habe ich bereits in einem früheren Beitrag ausführlich erklärt:
Auch luftgekühlte Porsche lassen sich mit einem nachgerüsteten Reifendruckkontrollsystem ausstatten
Bei Porsche-Modellen ab dem 997 gibt es Fahrzeuge mit Reifendruckkontrollsystem (TPM). Ältere Modelle, etwa luftgekühlte Porsche, haben es natürlich nicht. Seit ich es von modernen Porsche gewohnt bin, den Reifendruck jederzeit im Blick zu haben, fühle ich mich ohne diese Information allerdings unwohl. Deshalb habe ich ein System eines Drittanbieters nachgerüstet.

Nachrüstsysteme werden anstelle der Ventilkappen montiert. Weder beim 964 noch beim NISMO habe ich dadurch eine Unwucht der Räder bemerkt. Die Knopfzellen halten etwa zwei Jahre.
Mein System ist ein günstiges Modell eines chinesischen Herstellers, das ich bei Amazon gekauft habe. Es zeigt neben der Reifentemperatur auch den Reifendruck an und misst im Vergleich mit einem präzisen Reifendruckprüfer nahezu ohne Abweichung. Dank Solarpanel ist keine Verkabelung nötig, und bei Erreichen eines festgelegten Druckwerts gibt das Gerät sogar einen Alarm aus.
Weil ich so zufrieden damit war, habe ich es sowohl an meinem luftgekühlten Porsche 911 (964) als auch an meinem Nissan Note e-Power NISMO S montiert.
Reifenpanne beim luftgekühlten Porsche: Was zeigte das Reifendruckkontrollsystem?
Neulich ertönte während der Fahrt mit meinem luftgekühlten Porsche auf der Autobahn plötzlich ein lauter Alarm.

Nur der linke Hinterreifen zeigt noch 1,9 bar an.
Ich prüfte sofort das Reifendruckkontrollsystem: Der Druck am linken Hinterreifen war auf 1,9 bar gesunken. Bei den serienmäßigen 16-Zoll-Rädern des 964 liegt der normale Druck bei etwa 3,0 bar. Auch der große Unterschied zum rechten Hinterreifen war ein klares Anzeichen für einen Reifenschaden.
Ich fuhr langsam weiter und schaffte es noch bis ans Ziel. Nachdem ich meine Arbeit erledigt hatte, sah ich mir das Auto auf dem Parkplatz genauer an – tatsächlich steckte ein kleiner Nagel im Reifen. Da der Druck noch bei etwa 1,9 bar lag, fuhr ich langsam zur nächsten Tankstelle.

Dort ließ ich den Reifen reparieren, und die Sache war erledigt. Aber der Gedanke, was hätte passieren können, wenn ich den Schaden nicht bemerkt hätte und der Reifen auf der Autobahn geplatzt wäre, ist beängstigend. Da mein Porsche heckgetrieben ist, hätte ich bei einem Kontrollverlust womöglich mit weit schlimmeren Folgen rechnen müssen.
Umso mehr bin ich froh, ein Reifendruckkontrollsystem zu haben. Leistungsfähige Systeme sind inzwischen zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Wer beim Porsche-Besitz Wert auf Sicherheit legt, dem kann ich eine Nachrüstung nur empfehlen.
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