Porsche 911 GT3: Was ändert sich am Saugmotor in zwei Jahren – Hybrid oder Turbo?

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Die Zukunft des Saugmotors im Porsche 911 GT3

Vor Kurzem habe ich im Blog zusammen mit den Gerüchten um den nächsten Turbo darüber geschrieben, dass der GT3-Motor in zwei Jahren möglicherweise nicht mehr produziert werden kann. Diesmal möchte ich einen genaueren Blick darauf werfen, wie es mit dem GT3-Motor weitergehen könnte.

Der 500 PS starke Saugmotor-Boxer mit sechs Zylindern im Porsche 911 GT3 soll noch etwa zwei Jahre lang ohne Turbolader oder Hybridisierung angeboten werden können. Diese Einschätzung stammt von Andreas Preuninger, dem Chef der Porsche-GT-Abteilung.

911 S/T

Der aktuelle 4,0-Liter-Motor kommt seit der Generation 991.2 von 2018 im 911 GT3 zum Einsatz. Mit unterschiedlichen Abstimmungen treibt er außerdem den 911 S/T, den 911 GT3 RS, den 718 Cayman GT4 RS und den 718 Spyder RS an. Er gehört zu den wenigen Saugmotoren, die Porsche derzeit noch baut, und ist einer von nur zwei Motoren ohne Aufladung oder Hybridsystem. Der andere ist der eng verwandte 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxer im 718 Cayman GTS 4.0 und 718 Boxster GTS 4.0.

Strengere Abgasvorschriften als Herausforderung

Preuninger zufolge könnte der überarbeitete 911 GT3 der letzte mit einem Saugmotor-Boxer sein. Der Grund: In seiner derzeitigen Form lässt sich der Motor nicht an die immer strengeren Abgasvorschriften anpassen.

Mit Blick auf die neue Euro-7-Norm, die ab 2026 gelten soll, wird Preuninger mit den Worten zitiert:
„Wenn sich die Gesetze nicht ändern, könnte dieser Motor für immer weiterleben. Aber ich glaube nicht, dass er ohne Elektrifizierung oder Turbolader Euro 7 erfüllen kann. Derzeit können wir dieses Auto noch zwei Jahre lang anbieten – aber letztlich hängt es vom Markt ab.“

Welche Optionen hat der 911 GT3?

Eine mögliche Lösung wäre, den GT3 mit einer Variante des neuen Hybridsystems aus dem 911 GTS auszustatten. Dort kombiniert ein 3,6-Liter-Turbomotor mit einem Elektromotor im Getriebe seine Kräfte und leistet insgesamt 541 PS. Auch Wettbewerber wie Lamborghini und Ferrari setzen bereits auf Turbomotoren oder Hybridantriebe.

911 GT3

Preuninger deutet jedoch an, dass GTS und GT3 unterschiedliche Aufgaben erfüllen und deshalb verschiedene Antriebskonzepte benötigen. Er soll dazu gesagt haben:
„Für den GTS ist das ein großartiges Setup. Auf der Geraden ist er so schnell wie ein GT3, beim Antritt vielleicht sogar noch schneller. Aber das ist mir egal. Beim GT3 sind Geraden nur dazu da, die Kurven miteinander zu verbinden.“

Die Herausforderung: den Charakter des GT3 bewahren

Preuninger räumt ein, dass ein Hybridsystem grundsätzlich ein guter Weg ist, Elektrifizierung in einen Sportwagen zu bringen. Für den GT3 spreche jedoch ein wichtiger Grund dagegen:
„Wir müssten das PDK II aus dem normalen Carrera verwenden. Es ist mehr als 20 kg schwerer als unser ‚Sport‘-PDK.“

Das macht deutlich, wie schwierig es ist, die Kombination aus geringem Gewicht und hochdrehendem Saugmotor zu bewahren, die den Charakter des GT3 ausmacht. Porsche steht offenbar vor der anspruchsvollen Aufgabe, die Anforderungen der Vorschriften mit dem Anspruch an die Performance in Einklang zu bringen.

Für Porsche-Fans ist der 911 GT3 etwas Besonderes. Was aus seinem Herzstück, dem Saugmotor, wird, verfolgen viele Porsche-Besitzer mit großem Interesse. In den kommenden zwei Jahren bleibt spannend, welche Entscheidung Porsche trifft – und wie sich der Charakter des GT3 weiterentwickelt.

Hiro

Ich bin Minas Ehemann. Ich fahre Autos nicht als Mode oder Statussymbol. Mir gefallen Wagen, die Spaß machen, als Industrieprodukt überzeugen und in denen man die Absicht der Macher spürt. Lange Touren sind meine Leidenschaft, und ein Auto zählt erst, wenn man es fährt. An freien Tagen reise ich mit unseren Wagen durch Japan. Im Blog schreibe ich vor allem Fahrberichte und Tourenberichte und kümmere mich um die Technik der Seite und ums Tuning.

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