Porsche Panamera Turbo: Zwei Monate nach der Auslieferung – meine Erfahrungen als Besitzerin
公開日:2017.12.06
Mit dem Panamera zum Flughafen Kansai
Gestern kam mein Mann von einer Geschäftsreise aus den USA zurück. Nach dem Abholen unseres Kindes aus dem Kindergarten fuhr ich mit dem Panamera zum Flughafen Kansai, um ihn abzuholen. Auf der Rückfahrt übernahm er das Steuer. Kaum hatten wir das Parkhaus am Flughafen verlassen, sagte er:
„Ein Porsche ist einfach unglaublich. Der Kontakt zur Straße ist ganz anders. Wirklich, einfach unglaublich.“
Diesen Satz wiederholte er immer wieder – wie eine Schallplatte mit einem Sprung.
In den USA war mein Mann mit einem gemieteten Mercedes-Benz GLS unterwegs. Natürlich ist auch der GLS ein gutes Auto. Doch beim Kontakt zur Straße, beim Fahrspaß und beim Komfort auf dem Beifahrer- und den Rücksitzen liegt der Porsche seiner Meinung nach vorn. (Der GLS ist allerdings ein SUV – eigentlich müsste man ihn mit dem Cayenne vergleichen.)
Meine Eindrücke zwei Monate nach der Auslieferung des Panamera Turbo – Teil 1
Seit der Auslieferung des Panamera am 12. Oktober sind nun fast zwei Monate vergangen. Erst zwei Monate? Es fühlt sich an, als wäre er schon seit über einem halben Jahr Teil unserer Familie. Was mir in dieser Zeit besonders aufgefallen ist, lässt sich auf zwei Punkte bringen.
Erstens: „Jede Fahrt begeistert mich aufs Neue.“ Ganz gleich, wie oft ich einsteige – jedes Mal bin ich wieder beeindruckt. Das Fahrgefühl, die Geschmeidigkeit, der Motorsound, die Beschleunigung … All das kenne ich doch längst. Und trotzdem begeistert mich der Panamera bei jeder Fahrt aufs Neue. Langweilig wird er einfach nicht.
Je öfter ich fahre, desto mehr möchte ich fahren.
Normalerweise denke ich bei besonders hochwertigem Fleisch: Eine kleine Portion reicht, und ab und zu ist völlig genug. (Jeden Tag davon würde mir wahrscheinlich schwer im Magen liegen.)Wobei ich noch nie so ein teures Stück Fleisch gegessen habe – ich kann es also gar nicht beurteilen. Beim Panamera Turbo ist das ganz anders: Er wird mir einfach nicht zu viel. Wirklich beeindruckend.
Meine Eindrücke zwei Monate nach der Auslieferung des Panamera Turbo – Teil 2
Der zweite Punkt: „Im Alltag gibt es kaum Gelegenheiten, die Leistung des Panamera Turbo auszuschöpfen.“ Im normalen Alltag praktisch gar nicht. Dass es so extrem sein würde, hätte ich nicht gedacht.
Auf der Autobahn reicht beim Panamera Turbo schon ein leichter Druck aufs Gaspedal, und schon steht eine Geschwindigkeit von rund 1○0 km/h auf dem Tacho – ganz mühelos. Selbst langsamere Fahrzeuge auf der linken Spur lassen sich deshalb problemlos überholen.
Auf der Hanshin-Autobahn, die ich häufig nutze, gibt es außerdem viele zivile Polizeifahrzeuge und fest installierte Geschwindigkeitsmessanlagen. (Heute wurde schon wieder jemand angehalten.) Deshalb fahre ich dort nicht schneller als 100 km/h und denke oft: „Für diese Strecke muss es nicht unbedingt ein Panamera sein.“ Wobei man natürlich auch auf einer normalen Autobahn nicht einfach rasen sollte.
Auch auf kurvigen Landstraßen und in den Bergen macht der Panamera Spaß. Doch leider reichen meine Fahrkünste nicht aus, um den Panamera Turbo wirklich voll auszureizen … (lacht)
Auf den Straßen rund um den Berg Ibuki oder bei Ise könnte man bestimmt wunderbar fahren. Auch der Hakone Turnpike und die Straßen rund um den Fuji haben mir mit ihren langen Geraden und den abwechslungsreichen Kurven viel Freude gemacht. Nur sind diese Strecken eben ziemlich weit weg.
Und auch auf der Rennstrecke bin ich nicht oft unterwegs. Es gibt zwar Fahrveranstaltungen auf dem Suzuka Circuit und die Möglichkeit, im Rahmen der Porsche Driving School auf dem Fuji Speedway zu fahren. Aber ob ich das auch nur einmal im Jahr schaffe, ist fraglich.
Dass sich die Leistung des Panamera Turbo im Alltag kaum nutzen lässt, hätte mir schon vor dem Kauf klar sein müssen. Trotzdem hatte ich nicht erwartet, dass dieses Auto so viel Leistung mitbringt.
Sonst wäre der Kauf ja fast umsonst gewesen. Ich sollte also öfter Ausflüge zum Fahren machen. In der Kanto-Region und auf Kyushu gibt es bestimmt viele schöne Strecken. Aber auch in Kansai dürfte es noch jede Menge zu entdecken geben – vielleicht sollte ich mich einmal genauer umsehen und neue Routen ausprobieren.
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