Porsche 911 Carrera 4 kaufen: Sind weniger Optionen günstiger? Meine Konfiguration im Check

ポルシェ 911 | 車, スタジオ撮影, PORSCHE, 911, 991
Porsche 911

In letzter Zeit …

Wer meinen Blog schon länger liest, hat es vielleicht bereits bemerkt: In letzter Zeit interessiere ich mich immer mehr für den 911 … (-_-)

Meine Begeisterung für Porsche begann mit dem Panamera. Dass ich ausgerechnet durch den Panamera zum Porsche-Fan wurde, mag eingefleischten Porsche-Fans vielleicht etwas unkonventionell vorkommen – vielleicht würden manche sogar sagen: „Dann hast du Porsche noch nicht wirklich verstanden.“

Doch ich bin auch schon 911 und Boxster gefahren (stimmt, im Cayman saß ich noch nie). Mich hat begeistert, wie der Panamera scheinbare Gegensätze wie Luxus und Sportlichkeit sowie enorme Leistung und Komfort auf hohem Niveau vereint. Seitdem ist es mein Ziel, eines Tages einen Panamera GTS zu kaufen.

Mein Mann kaufte später einen Panamera Edition als Familienauto und ersetzte ihn im vergangenen Jahr durch einen neuen Panamera Turbo. Mein eigener Plan, mir einen Panamera zu kaufen, blieb trotzdem bestehen – schließlich gilt: „Wenn man sein Lieblingsauto haben will, sollte man es sich auch selbst kaufen!“ Aber dann …

Vom Edition über den Turbo zum GTS …?

Vor ein paar Monaten begann ich, mir folgende Frage zu stellen:

„Macht es wirklich Sinn, nach dem Panamera Edition (970) und dem Panamera Turbo (971) auch noch einen Panamera GTS zu kaufen?“

Wenn ich aktuell einen Panamera ohne besondere Leistungsvariante fahren würde, könnte ich gut verstehen, dass der GTS mein nächstes Ziel wäre. Aber ich fahre ja bereits einen Turbo … Außerdem meint mein Mann über unseren neuen Panamera Turbo: „Den werden wir wohl noch lange fahren.“ Vielleicht muss ich mich also gar nicht so sehr daran festhalten, mir selbst einen Panamera zu kaufen.

Als ich neulich auf dem Fuji Speedway war und auf der Rennstrecke fuhr, dachte ich außerdem: „Mit einem 911 wäre das bestimmt noch viel spannender.“ Und als ich dort die vielen verschiedenen 911-Modelle sah, wurde mir klar: „Der 911 sieht wirklich unglaublich gut aus.“ (Das merke ich aber spät, oder?!) Das klingt fast nach einer Rechtfertigung …

Natürlich ist es völlig in Ordnung, wenn ich mich neuerdings für den 911 interessiere. Trotzdem fühlte es sich ein bisschen komisch an, weil ich früher oft gesagt hatte: „Panamera, Panamera! Der Panamera ist dem 911 haushoch überlegen (゚∀゚)!“ (Vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken.) Doch nur darüber nachzudenken bringt mich nicht weiter. Also beschloss ich, im Porsche-Konfigurator auszuprobieren, wie mein eigener 911 aussehen könnte.

Ein Blick auf die 911-Modellpalette

Ein bisschen aufgeregt rief ich zunächst die offizielle Website von Porsche Japan auf und sah mir die 911-Modellpalette genauer an. Und dann war ich ziemlich überrascht:

Ganz schön teuer! ( ゚д゚)!!

Ich hatte mir die Preise zwar schon früher angesehen, aber bei genauerem Hinsehen wurde mir erst richtig bewusst, wie hoch sie sind. Der Panamera in der Basisversion kostet 11.620.000 Yen – damit ist der 911 schon in der Grundausstattung rund eine Million Yen teurer. Nachdem ich mir die „911-Übersicht“ meines Mannes angesehen und darüber nachgedacht hatte, kam ich zu dem Schluss:

→[Früherer Beitrag] Meine Übersicht über die Porsche-911-Modellpalette – welches Modell passt am besten zu mir?

„Wahrscheinlich hätte ich lieber Allradantrieb und brauche es nicht übermäßig sportlich.“ Deshalb entschied ich mich für den 911 Carrera 4.

Jetzt geht’s an den Porsche-Konfigurator

Zuerst wählte ich die Außenfarbe.

„Weiß sieht man so oft. Schwarz passt nicht wirklich zu mir, und Gelb ist auch nicht mein Ding. Die anderen Farben sind schön – aber Silber kostet als Option extra … Na gut, dann nehme ich Rot!“

So fiel meine Wahl auf Guards Red.

Als Nächstes waren die Räder an der Reihe. Serienmäßig kommt der Carrera 4 mit 19-Zoll-Carrera-Rädern. Aber wenn ich schon konfiguriere, wären 20-Zoll-Räder vielleicht schicker und würden dem Auto optisch längere Beine verleihen. Also wählte ich die 20-Zoll-Carrera-S-Räder.

Danach ging es um Innenraumfarbe und Sitze. Im Panamera Edition sah die beige Innenausstattung zwar toll aus, aber Schmutz war darauf sofort zu sehen und ließ sich selbst durch Abwischen nicht richtig entfernen. Da unsere Kinder noch klein sind und die Gefahr besteht, dass sie den Innenraum verschmutzen, entschied ich mich lieber für die unauffällige schwarze Innenausstattung.

→[Früherer Beitrag] So habe ich versucht, die Ledersitze meines Panamera möglichst gründlich zu reinigen [mit Bildern]

Die Sitzoptionen übersprang ich und ging weiter zur Sonderausstattung. Am Heck steht serienmäßig „911 Carrera 4“. Ich wollte es aber irgendwie schlichter und wählte daher nur den Schriftzug „911“.

Danach wählte ich:

■Exterieur
・911-Schriftzug
・LED-Hauptscheinwerfer
・Porsche Entry & Drive
・ParkAssistent vorn und hinten
・Elektrisch anklappbare Außenspiegel
・Privacy-Verglasung (nur Heckscheibe)
■Getriebe und Fahrwerk
・PDK
・Sport-Chrono-Paket
・Sportabgasanlage
■Räder
・20-Zoll-Carrera-S-Räder
■Interieur
・Abstandsregeltempostat
・Fußmatten

Wenn man kein Schaltgetriebe fahren kann, bleibt einem allerdings praktisch nur das PDK – und damit kommen automatisch 650.000 Yen dazu! ((((;゚Д゚)))) (Ich habe zwar die Beschränkung auf Automatikfahrzeuge aufgehoben und dürfte eigentlich Schaltwagen fahren … aber nein, lieber nicht.)

Dann klickte ich auf „Auswahl anzeigen“ …

Grundpreis: 13.720.000 Yen!
Sonderausstattung: 3.182.000 Yen!
Gesamtpreis: 16.902.000 Yen!

*Hier geht’s zu meiner Konfiguration.

Puh, ganz schön teuer.

Vielleicht gibt es einen guten Gebrauchten!

Da dachte ich: „Bei dem Preis wäre es vielleicht günstiger, einen Gebrauchten mit einigen Extras und wenig Laufleistung zu kaufen.“ Also suchte ich auf den Gebrauchtwagenportalen Car Sensor und Goo.

Doch Carrera 4 gab es nur wenige, und die angebotenen Wagen waren fast ausschließlich weiß, schwarz oder silber. Rote oder orangefarbene Modelle waren meist GT3.

Hm, gar nicht so einfach … (-_-)

Also schrieb ich meinem Mann eine Nachricht. (Entschuldige, dass ich dich bei der Arbeit störe.)

„Ich habe im Konfigurator einen Carrera 4 zusammengestellt. Allein die Optionen kosten über drei Millionen Yen, das ist echt viel. Deshalb habe ich nach Gebrauchten gesucht, aber keinen einzigen roten Carrera 4 gefunden.“

Seine Antwort:

Rote gibt’s nicht viele. Bei Modellen wie dem GT3 sind auffällige Farben wahrscheinlich eher gefragt.

Verstehe … Als ich schrieb: „Dann sollte ich wohl doch lieber überlegen, einen Neuwagen zu kaufen und selbst zu konfigurieren“, kam diese Antwort:

Beim Carrera 4 lohnt es sich, möglichst nah an der Serienausstattung zu bleiben und nur Sportabgasanlage und Sport Chrono zu nehmen. Beim Wiederverkauf werden die Optionen nicht besonders stark berücksichtigt. Der Händler meinte auch, dass sichtbare Extras wie Räder oder ein Schiebedach den Preis nach oben treiben.

Das wusste ich gar nicht! (゚∀゚)

„Aber Porsche Entry & Drive sollte man doch nehmen, oder? Es wäre doch lästig, die Tür jedes Mal von Hand aufzuschließen?“ schrieb ich zurück.

Ich persönlich brauche Entry & Drive beim 911 oder Boxster nicht. Bei so einem Sportwagen möchte ich ganz bewusst den Schlüssel ins Zündschloss stecken und drehen.

Ein echtes Ritual also. Tatsächlich startet man einen Porsche bis heute durch Drehen des Zündschlüssels. Auch beim Händler hatte man mir erklärt:

„Dass der Motor noch immer nicht per Knopfdruck, sondern durch Drehen des Zündschlüssels gestartet wird, ist eine bewusste Porsche-Entscheidung – als Zeichen dafür, dass jetzt die Fahrt beginnt.“

Die Konfiguration mit dem Rat meines Mannes überarbeiten

Also öffnete ich den Konfigurator noch einmal. Meine neue Auswahl sah so aus:

■Exterieur
・911-Schriftzug
■Getriebe und Fahrwerk
・PDK
・Sport-Chrono-Paket
・Sportabgasanlage
■Räder
・20-Zoll-Carrera-S-Räder
■Interieur
・Fußmatten

Damit ergab sich folgender Preis:

Grundpreis: 13.720.000 Yen
Sonderausstattung: 1.822.000 Yen
Gesamtpreis: 15.542.000 Yen

Ich habe zwar einiges gestrichen, aber so richtig günstiger wirkt es trotzdem nicht (-_-) … Immerhin weiß ich jetzt, dass ich selbst bei meiner persönlichen Mindestausstattung ungefähr mit diesem Preis rechnen müsste.

Die Frage der Hinterachslenkung

Als mein Mann an diesem Tag nach Hause kam, erzählte ich ihm: „Ich habe den Carrera 4 so konfiguriert!“ Darauf meinte er:

„Beim Carrera 4 kannst du aber keine Hinterachslenkung bestellen. Die gibt’s erst ab dem Carrera S. Ist das für dich in Ordnung?“

Ach, wirklich? Aber ich fahre ja nicht besonders sportlich. Wenn ich einen S nähme, wäre die Hinterachslenkung wahrscheinlich ohnehin Perlen vor die Säue. Mein Mann fuhr fort:

„Aber dann denkst du am Ende: Wenn schon S, warum nicht gleich den GTS, der hat doch alles drin? Und dann stellst du fest, dass GTS und Turbo preislich gar nicht so weit auseinanderliegen – also lieber den Turbo. Und wenn man schon so weit ist, kann man auch gleich den Turbo S nehmen! Porsche versteht es wirklich, einen immer weiter nach oben zu locken.“

Wie dem auch sei: Jetzt weiß ich ungefähr, was der Kauf kosten würde – und dass auch danach noch laufende Kosten dazukommen. Da ich mir den Porsche-Besitz jetzt viel konkreter vorstellen kann, heißt es: Ab an die Arbeit und fleißig weitermachen!

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