Das ist der Ursprung von Porsche! Eine Probefahrt im Porsche 356 – die Faszination des Originals, ganz anders als ein 911
Veröffentlicht: 2021.03.14
Mein Mann durfte einen seltenen Porsche 356 fahren und hat darüber einen Bericht geschrieben. Viel Freude beim Lesen!
Porsche 356: das erste Modell mit dem Namen Porsche
Porsche wurde 1931 gegründet. Der vollständige Firmenname lautet Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. Frei ins Japanische übersetzt bedeutet das etwa „Aktiengesellschaft des Ehrendoktors der Ingenieurwissenschaften Ferdinand Porsche“.
Das erste Auto, das den Namen Porsche trug, war der Porsche 356, der ab 1948 gebaut wurde. Die Produktion lief bis 1965 – eine lange Modellgeschichte von rund 17 Jahren. In dieser Zeit entstanden verschiedene Typen und Varianten. Auf den ersten Blick ähneln sie sich zwar, doch bei genauerem Hinsehen unterscheiden sie sich durchaus in Größe und Design.
Bei dem Wagen, den ich diesmal fahren durfte, handelte es sich um einen Porsche 356 SC aus dem Jahr 1964. Der Besitzer wollte möglichst ein spätes Modell fahren und entschied sich deshalb für diesen 356, der bereits zu den letzten seiner Baureihe gehört.

Der restaurierte Wagen sieht großartig aus. Sein zeitlos schönes Design harmoniert wunderbar mit der schwarzen Karosserie und dem hellen Innenraum.
Probefahrt im Porsche 356
Zunächst nahm mich der Besitzer am Steuer mit. Schon das Schließen der Tür begeisterte mit seinem angenehm metallischen Klang. Die Türen klassischer Autos klingen einfach besonders schön.
Der Beifahrersitz ist laut Besitzer etwas durchgesessen, sitzt sich aber trotzdem sehr bequem. Fast wie auf einem Sofa – und im Vergleich zu einem 911 wirkt der Sitzkomfort sogar ein wenig luxuriöser.

Nachdem der Motor kurz warmgelaufen war, fuhren wir los – und ich staunte über den hohen Fahrkomfort. Bei einem Auto, das mehr als 50 Jahre alt ist, hatte ich eine viel härtere und weniger solide Fahrt erwartet. Aber es ist eben ein Porsche.
Das Fahrgefühl ist ausgesprochen satt und solide. Selbst in Kurven wirkt nichts schwammig. Die Reifen mit ihrem hohen Querschnitt fühlen sich zwar etwas weich an, doch auch vom Beifahrersitz aus spürt man, wie stabil und präzise die Fahrwerksabstimmung ist. So zieht der 356 sicher und unaufgeregt durch die Kurven.
Der Motor klingt mit seinem rhythmischen „Bubububu“ ganz klassisch nach einem luftgekühlten Vierzylinder-Boxer ohne Turbo. Die dezenten Vibrationen passen perfekt zur Atmosphäre im Innenraum. Der 1,6-Liter-Motor leistet rund 95 PS, doch die kurz übersetzte Getriebeabstufung sorgt dafür, dass die Drehzahl im Alltag recht hoch liegt und der Wagen trotzdem kräftig wirkt.

Fahrwerk, Leistung und Motorsound sind so ausgewogen, dass der 356 als Musterbeispiel für ein Auto gelten könnte, das auch ohne hohes Tempo Freude macht.
Auf der Geraden beschleunigten wir etwas stärker. Auch bei höherem Tempo fühlte sich der Wagen stabiler an als erwartet. Laut Besitzer lässt sich mit dem 356 auch auf der Autobahn problemlos zügig reisen.
| Weiter auf der nächsten Seite → Jetzt fahre ich selbst den Porsche 356! Was unterscheidet ihn vom 911? |
Wenn Ihnen dieser Blog gefällt, folgen Sie ihm.


Comment ( 0 )
Trackbacks are closed.
No comments yet.