Porsche 987 Spyder: Navi auf KENWOOD DMX5523S umrüsten – warum ich mich gegen PCCM und DMH-SZ500 entschieden habe

987ボクスタースパイダー
Porsche Boxster

Das Werksnavigationssystem war nicht mehr zu gebrauchen

Ich habe das Navigationssystem in unserem Porsche 987 Boxster Spyder ausgetauscht. Das Werksgerät in der japanischen Ausführung des 987 Spyder stammt von Clarion und ist schlichtweg veraltet. Inzwischen ist es kaum noch zu gebrauchen – deshalb fiel mir die Entscheidung für einen Austausch leicht.

Zuerst dachte ich an das originale Porsche PCCM. Es ist auch für den 987 erhältlich und wurde in diesem Blog bereits vorgestellt: Das neue Porsche PCCM Plus der nächsten Generation ist da. Der Spyder wurde allerdings serienmäßig ohne Audiosystem ausgeliefert; selbst Klimaanlage und PCM waren bei diesem bewusst aufs Wesentliche reduzierten Modell aufpreispflichtige Optionen. Ein hochwertiges PCCM nachzurüsten, fühlte sich daher nicht ganz passend an. Zu einem Spyder passt ein schlichtes Media-Display, dachte ich. Meine Wahl fiel auf das KENWOOD DMX5523S.

Warum KENWOOD statt DMH-SZ700 oder DMH-SZ500?

Auch Pioneer kam infrage. In meinem Porsche 981 Boxster GTS und im inzwischen verkauften 991 Carrera 4 GTS der ersten Generation hatte ich jeweils das Carrozzeria DMH-SZ700 verbaut. Wie zufrieden ich damit war, habe ich hier beschrieben: Das Werksnavi im Boxster durch ein Media-Display ersetzen: Test des DMH-SZ700. Diesmal wollte ich trotzdem etwas anderes und Neues ausprobieren.

Also nahm ich das neuere DMH-SZ500 in den Blick. Es unterstützt zwar ebenfalls kabelloses Apple CarPlay, doch beim Display gab es einen Haken: Die Auflösung beträgt VGA, also 800 × 480 Pixel – das erschien mir nicht mehr zeitgemäß. Das DMX5523S bietet dagegen WSVGA mit 1.024 × 600 Pixeln. Bei der Auflösung liegt KENWOOD also vorn. Dazu kam, dass ich schon länger einmal ein Gerät von KENWOOD ausprobieren wollte.

Ausschlaggebend: kabelloses CarPlay und nur 0,99 kg

Zwei Punkte gaben letztlich den Ausschlag: die Unterstützung von kabellosem Apple CarPlay und das Gewicht. Das DMX5523S wiegt 0,99 kg und bleibt damit unter der Ein-Kilo-Marke. Das Pioneer-Gerät ist mit rund 0,9 kg zwar ähnlich leicht, ein PCCM dürfte jedoch deutlich mehr auf die Waage bringen.

Das ausgebaute Clarion-Werksgerät wog etwa 3,4 bis 3,5 kg. Unterm Strich habe ich also rund 2,4 bis 2,5 kg eingespart. Für den Spyder, bei dem jedes Kilo zählt, ist das ein wichtiger Punkt. Das geringe Gewicht war ebenfalls ein Grund für den Austausch.

Armaturenbrett des 987 Spyder mit dem KENWOOD DMX5523S

Das DMX5523S, vom Lenkrad aus betrachtet.

Flotte Bedienung: ein großer Unterschied zum DMH-SZ700

Schon nach dem Einbau fiel mir auf, wie flott das Gerät reagiert. Das DMH-SZ700 war zwar nicht so langsam, dass es wirklich störte, aber besonders flüssig und schnell lief es auch nicht. Das DMX5523S fühlt sich im Vergleich deutlich reaktionsfreudiger an. Auch die Bedienung gefällt mir: Beim SZ700 waren die Tasten links angeordnet und schwer zu erreichen. Beim KENWOOD sitzen die Tasten, etwa für die Lautstärke, unterhalb des Displays. Sie sind gut erreichbar und reagieren zuverlässig.

Apple-CarPlay-Startbildschirm auf dem KENWOOD DMX5523S

Der Startbildschirm von kabellosem Apple CarPlay

Das Display ist hell und auch aus seitlichem Blickwinkel gut ablesbar. Auflösung und Farben überzeugen ebenfalls. CarPlay reagiert schnell, und auch die kabellose Verbindung wird zügig hergestellt. So kann ich loslegen, ohne erst ein Kabel anzuschließen. Für kabelloses CarPlay ist die Reaktionsgeschwindigkeit wirklich überzeugend.

Apple-CarPlay-Startbildschirm auf dem DMX5523S

Kabellos verbundenes CarPlay – die Reaktion erfolgt schnell

Der einzige Kritikpunkt: der Warnhinweis beim Start

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es: Der Start dauert etwas, und bei jedem Einschalten erscheint der Hinweis: „Aus Sicherheitsgründen dürfen Sie das Gerät während der Fahrt nicht bedienen. Beachten Sie beim Fahren stets die geltenden Verkehrsregeln.“ Das ist lästig.

Warnhinweis beim Start des DMX5523S

Der Hinweis erscheint bei jedem Start. Ich habe „Diese Meldung nach 10 Sekunden automatisch ausblenden“ aktiviert

Das ist ein typischer Warnhinweis, wie man ihn von japanischen Geräten kennt. Bei Modellen aus anderen Ländern sieht man so etwas eher selten. Ich würde mir wünschen, dass das Gerät nach einmaliger Bestätigung nicht bei jedem Start erneut nachfragt – schließlich wäre das benutzerfreundlicher. Immerhin lässt sich die Option „Diese Meldung nach 10 Sekunden automatisch ausblenden“ aktivieren. Ich habe das Häkchen gesetzt, damit der Hinweis von selbst verschwindet.

Einbau bei BESPOKE – inklusive neuem ETC und Rückfahrkamera

Den Einbau habe ich wie immer bei BESPOKE in Osaka machen lassen. Dort hatte ich schon die Umbauten an meinem 981 und 991 vornehmen lassen. Der Betrieb ist auf Komplettumbauten und Audiosysteme für Importfahrzeuge spezialisiert. Der originale Verstärker wurde umgangen; nun läuft der Ton über den Verstärker im neuen Gerät. Da die Lautsprecher im Spyder ab Werk nicht besonders hochwertig sind, hat sich die Klangqualität kaum verändert.

Auch das ETC-Gerät – das japanische Pendant zur elektronischen Mauterfassung – wurde ausgetauscht. Das Clarion-Gerät ist mit dem neuen Hauptgerät nicht kompatibel, wie schon bei meinen 981 und 991. Zusätzlich kam eine neue Rückfahrkamera hinein. Die originale Kamera des 987 saß nicht mittig und lieferte eine geringe Bildqualität. Nun ist eine moderne, kompakte Kamera zentral montiert. Die alte Öffnung wurde von innen sauber verschlossen – mit dem ordentlichen Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

Zentral montierte Rückfahrkamera im 987 Spyder

Die neue, mittig montierte Rückfahrkamera. Rechts daneben: die von innen verschlossene Öffnung der alten Kamera

Leicht, schlicht und modern: Wer bei einem Porsche der Generation 987 oder 997 über einen Navi-Austausch nachdenkt, findet hier vielleicht eine hilfreiche Anregung.

Hiro

Ich bin Minas Ehemann. Ich fahre Autos nicht als Mode oder Statussymbol. Mir gefallen Wagen, die Spaß machen, als Industrieprodukt überzeugen und in denen man die Absicht der Macher spürt. Lange Touren sind meine Leidenschaft, und ein Auto zählt erst, wenn man es fährt. An freien Tagen reise ich mit unseren Wagen durch Japan. Im Blog schreibe ich vor allem Fahrberichte und Tourenberichte und kümmere mich um die Technik der Seite und ums Tuning.

Profile

Wenn Ihnen dieser Blog gefällt, folgen Sie ihm.

Kommentare schließen
  • Comment ( 0 )

  • Trackbacks are closed.

  1. No comments yet.