Tesla Model 3 nach sechs Monaten und 10.000 Kilometern: mein ehrliches Fazit
公開日:2024.11.14
コンテンツ
Wie ich zum Tesla Model 3 kam – ein Spontankauf und ein völlig neues Erlebnis
Vor etwa einem halben Jahr habe ich mir ein Tesla Model 3 Highland Long Range gekauft.
Inzwischen stehen mehr als 10.000 Kilometer auf dem Tacho. Hier teile ich offen, was ich in diesen sechs Monaten erlebt habe.
Der Auslöser war ein Besuch im Tesla Store in Shinsaibashi – zunächst aus reiner Neugier. Noch am selben Tag hatte mich Tesla in seinen Bann gezogen. Die enorme Innovationskraft des Autos beeindruckte mich so sehr, dass ich ehrlich dachte: „Ich kann doch nicht weiter mit dem GLB fahren.“ Noch am selben Abend gab ich online meine Bestellung auf. Der Kauf kam einem spontanen Entschluss schon ziemlich nahe.

Die neue Farbe Ultra Red kann ich nur empfehlen
Tesla Model 3 im Alltag: erstaunlich praktisch und komfortabel
Beginnen wir mit dem Model 3 als Alltagsauto.
Für tägliche Wege wie den Arbeitsweg oder den Einkauf ist es ausgesprochen praktisch. Die Vorteile eines Elektroautos sind noch größer, als ich erwartet hatte.
Hat man zu Hause eine Lademöglichkeit – bei mir eine gewöhnliche 200-Volt-Steckdose –, steckt man das Auto nach der Fahrt einfach an. In wenigen Stunden lädt es genug Strom für die täglichen Wege nach; am nächsten Morgen kann man mit einem vollen Akku starten. Der Gang zur Tankstelle entfällt, und damit auch eine Menge Stress. Dieses Gefühl versteht man wohl erst, wenn man selbst ein Elektroauto besitzt und im Alltag nutzt. Man könnte sogar meinen, mit einem Elektroauto ließe sich endlos fahren.

Ein weiterer großer Vorteil: Auch für kurze Strecken nimmt man das Auto ganz selbstverständlich. Bei einem Verbrenner kommt es vor, dass man das Ziel erreicht, bevor der Motor überhaupt warm ist. Dieses Problem gibt es beim Elektroauto nicht – die Energie wird effizient genutzt.
Auch im Stau ist der Energieverbrauch erfreulich niedrig. Ein Verbrenner verbraucht im Leerlauf weiter Kraftstoff, während ein Elektroauto im Stand im Wesentlichen nur Energie für Klimaanlage und Audiosystem benötigt. Deshalb fällt die Effizienz im Stau und bei langsamer Fahrt längst nicht so stark ab, wie man vielleicht erwarten würde. (Manche Artikel behaupten, bei einem Elektroauto werde der Akku im Stau immer leerer. Das ist ein verbreiteter Irrtum: Tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall.)
Tesla Autopilot im Test: beeindruckend sicher und komfortabel
Tesla ist vor allem für den Autopiloten bekannt. In den vergangenen sechs Monaten gab es mehrere Software-Updates, die das System Schritt für Schritt verbessert haben.
Mit dem neuesten Update, das letzten Monat ausgerollt wurde, hat sich auch die Erkennung, ob man das Lenkrad hält, verändert: Statt auf das Lenkmoment setzt das System nun auf die Bilderkennung einer Kamera. Dadurch lässt es sich noch angenehmer nutzen.
Tagsüber prüft eine Innenraumkamera, ob sich die Hände am Lenkrad befinden. Es genügt, das Lenkrad zu berühren – das ist ausgesprochen bequem. Für mich funktioniert diese kamerabasierte Erkennung angenehmer als die neuesten kapazitiven Lenkräder.
Auch die Leistung des Autopiloten ist beeindruckend. Ob bei Starkregen, im Tunnel oder nachts: Er lässt sich unter den unterschiedlichsten Straßenbedingungen nutzen. Selbst durch die engen Kurven der Hanshin-Autobahn fährt das System, indem es die Geschwindigkeit entsprechend reduziert. Das ist ein großer Unterschied zu Systemen anderer Hersteller, die bei Kurven oder Veränderungen der Umgebung die Unterstützung oft vorzeitig beenden.

Seit dem Update erkennt die Kamera die Hände. Es reicht, wenn sie sich in Lenkradnähe befinden
Teslas Autopilot arbeitet nach einem anderen Steuerungskonzept als die Systeme anderer Hersteller. Mein Eindruck ist, dass er die Situation stärker vorausberechnet. Nimmt etwa ein Auto vor einem gerade zum Spurwechsel an, reduziert der Tesla vorausschauend die Geschwindigkeit. Auch vor Baustellen bremst er ab und rückt ein wenig zur Seite, wenn ein Lkw vorbeifährt. Sein Verhalten wirkt mitunter, als würde das Auto eigenständig mitdenken. Diese aktive Fahrweise wird in der Praxis deutlich – der Ansatz unterscheidet sich grundlegend von dem anderer Systeme.
Ich fahre täglich rund 20 Kilometer pro Strecke über die Autobahn zur Arbeit und muss vom Auffahren bis zur Ausfahrt fast nichts tun. Die Hände am Lenkrad zu haben, reicht im Grunde aus. Nachts muss man zwar noch etwas Lenkmoment aufbringen, aber seit einem Update genügt dafür eine minimale Kraft. Das macht die Fahrt außerordentlich entspannt. Vermutlich verlangt derzeit kaum ein anderes System so selten Eingriffe am Lenkrad.
Fahrleistungen des Tesla Model 3: auch für Porsche-Fahrer überzeugend
Das Tesla Model 3 fährt sich ausgesprochen solide. Mit dem Fahrgefühl, das sich viele Japaner unter einem „amerikanischen Auto“ vorstellen, hat es so gut wie nichts gemein.
Aus meiner Erfahrung können vergleichbare japanische Modelle fahrdynamisch nicht mithalten. Beeindruckend ist natürlich die Beschleunigung, doch mindestens ebenso bemerkenswert sind die Steifigkeit der Karosserie, die präzise Fahrwerksabstimmung und der gute Kontakt zur Straße.
Das Fahrgefühl ist etwas anders als bei europäischen Autos, kommt ihnen aber sehr nahe. Auch auf Bergstraßen und kurvigen Strecken fährt sich das Model 3 sportlich und macht richtig Spaß. Die kräftige Beschleunigung aus der Kurve heraus ist sogar so überzeugend, dass sie selbst einen Porsche klar in den Schatten stellt.

Auch das Fahrwerk überzeugt: In Kurven baut sich die Seitenneigung kontrolliert auf und bleibt stabil. Das Auto schaukelt und schwimmt nicht, sondern vermittelt mit seiner gleichmäßigen Rollbewegung ein hohes Maß an Sicherheit.
Die serienmäßigen Reifen sind allerdings auf Effizienz ausgelegt und bieten keinen besonders hohen Grip. Bei schneller Kurvenfahrt über die Autobahn schiebt das Auto daher leicht über die Vorderräder. An das Niveau eines echten Sportwagens wie eines Porsche oder BMW reicht es bei der Feinheit des Fahrgefühls zwar nicht heran, doch für sportliches Fahren bietet es mehr als genug.
Tesla Model 3 auf der Autobahn: stabil und souverän unterwegs
Auf der Autobahn bietet das Model 3 eine gute Stabilität und hohe Langstreckentauglichkeit.
Aerodynamisch scheint es allerdings etwas an Abtrieb zu fehlen. Vermutlich wurde der Luftwiderstand zugunsten einer höheren Effizienz möglichst gering gehalten. Bei sehr hohem Tempo – etwa wenn man auf der Shin-Tōmei-Autobahn auf der Überholspur vorneweg fährt – wirkt der Kontakt zur Straße im Vergleich zu europäischen Autos etwas weniger satt. Gegenüber japanischen Modellen ist die Stabilität bei hohem Tempo jedoch deutlich besser. Auf japanischen Autobahnen dürfte man sich damit kaum unsicher fühlen.

Gebremst wird grundsätzlich zunächst per Rekuperation; bei einer starken Bremsung kommen zusätzlich die mechanischen Bremsen zum Einsatz. Pedalgefühl und Bremsleistung können dabei gelegentlich etwas enttäuschen. Wer auf Bergstraßen oder kurvigen Strecken sportlich unterwegs ist, könnte im Vergleich zu europäischen Autos das weniger überzeugende Ansprechen und Bremsgefühl bemerken.
Bedienung des Tesla-Touchscreens: einfacher als gedacht
Über den großen zentralen Touchscreen hört man oft, er sei umständlich zu bedienen.
Nach meiner Erfahrung ist er jedoch sehr einfach zu nutzen. Wer schon mit der Bedienung eines modernen Smartphones – etwa dem Öffnen von Apps – überfordert ist und ein klassisches Tastenhandy bevorzugt, wird sich damit wahrscheinlich schwertun. Wer sein Smartphone hingegen ganz selbstverständlich nutzt, dürfte den Bildschirm in den meisten Fällen ebenfalls intuitiv finden. Wer ihn trotzdem umständlich findet, hat meiner Meinung nach oft ohnehin eine Abneigung gegen Tesla oder geht mit einer festen Erwartungshaltung heran.
Grundsätzlich mag ich physische Tasten lieber als Touch-Bedienelemente. Die Touchscreens im Porsche Taycan und Cayenne finde ich beispielsweise wenig intuitiv – dort wünsche ich mir wieder mehr klassische Knöpfe. Beim Tesla ist es genau umgekehrt: Die Bedienung funktioniert so mühelos, dass sie mich wirklich überzeugt.

Im Camp-Modus läuft die Klimaanlage und das Auto wird zum komfortablen mobilen Büro. Dank des 60-W-USB-C-Anschlusses lässt sich auch ein Mac problemlos laden. Die Doppelverglasung sorgt für eine beeindruckende Ruhe – ideal, um ungestört zu arbeiten. Pro Stunde sinkt der Akkustand nur um etwa 1 bis 1,5 Prozent; man kann also problemlos den ganzen Tag im Auto bleiben.
Die Benutzeroberfläche ist durchdacht und erinnert in der Bedienung an ein iPhone oder iPad. Der Bildschirm reagiert schnell, Ansichten wechseln flüssig und die Menüs sind übersichtlich. Auch die Spracherkennung funktioniert präzise, sodass sich Ziele eingeben und Musik suchen lassen.
Sehr gelungen ist außerdem die Darstellung des Verkehrsumfelds. Selbst auf einer fünfspurigen Straße in Osaka erkennt und zeigt das System weit entfernte Autos, Fußgänger, Fahrräder und sogar Leitkegel an. Daran lässt sich gut erkennen, wie umfassend es die Umgebung erfasst.
Diese gute Erkennung trägt auch zur Sicherheit bei. Das System reagiert angemessen, wenn ein Auto plötzlich vor einem auftaucht oder ein Fahrrad ins Schlingern gerät – es bremst oder weicht durch einen Lenkeingriff aus. Ich halte es für deutlich sicherer als die menschliche Aufmerksamkeit.
Heute fahre ich nach Hause und probiere dabei das kostenlose Tesla-Update aus.
・Das System kann jetzt auch Bereiche erfassen, die für Menschen kaum noch zu sehen sind
・Es erkennt auch Bremslichter und Blinker des vorausfahrenden Autos
・Im Stau scheint der Autopilot die Bremslichter des vorausfahrenden Autos zu berücksichtigen. Dadurch sind Anfahren und Anhalten erstaunlich sanft … pic.twitter.com/lWkWdzE85B— Hiro@Porsche ist bei uns eingezogen (@boxster_gts) 6. Juni 2024
Tesla Model 3 im Alltag: praktische Details, die den Unterschied machen
Die Abmessungen des Autos sind sehr alltagstauglich. Es lässt sich problemlos in den verschiedensten Parkhäusern und auf Parkplätzen abstellen.
Auch Parkplätze mit hochklappbarer Sperre und mehrstöckige Parkhäuser sind kein Problem. Das Kofferraumvolumen ist großzügig und bietet reichlich Platz für Gepäck. Die Klimaanlage lässt sich per Smartphone aus der Ferne einschalten; die App reagiert dabei deutlich schneller als bei vielen anderen Herstellern. Dazu kommen durchdachte Funktionen wie die Möglichkeit, die Klimaanlage an einem bestimmten Ort zu einer festgelegten Zeit automatisch einzuschalten. Das ist echter Service.

Auch das Smartphone als Schlüssel ist ausgesprochen praktisch. Man muss das Auto nicht erst aktiv entriegeln: Es reicht, sich mit dem Smartphone in der Tasche zu nähern. Beim Weggehen verriegelt sich das Auto automatisch.
Zum Losfahren genügt es, sich anzuschnallen und die Bremse zu betätigen. Je nach Verkehrssituation schaltet das Auto automatisch in den Fahr- oder Rückwärtsgang. Es sind keine überflüssigen Handgriffe nötig: Einsteigen, anschnallen und losfahren – beim Aussteigen einfach den Gurt lösen und das Auto verlassen. Weder das Einlegen der Parkstellung noch eine separate Betätigung der Parkbremse ist nötig.
Auch bei einem kurzen Einkauf, etwa im Supermarkt, ist der Klima-Modus „Halten“ praktisch: Er sorgt dafür, dass es im Innenraum angenehm bleibt, während man seine Besorgung erledigt.
Die Alltagstauglichkeit ist so überzeugend, dass man sich fragt, warum andere Autohersteller solche Funktionen nicht längst umgesetzt haben.
Fazit: ein innovatives Auto für den Alltag
Das Tesla Model 3 kann ich allen empfehlen, die ihr Auto regelmäßig im Alltag nutzen. Es vereint Komfort, praktische Vorteile und gute Fahrleistungen und ist vielseitig genug für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke.
Aktuell gilt für mich: Als Alltagsauto möchte ich nichts anderes als einen Tesla fahren. Ich fahre zwar immer wieder auch andere hochgelobte Autos, doch wenn es allein um den Alltag geht, kommen sie für mich weder beim durchdachten Komfort und der praktischen Nutzung noch beim Fahrgefühl und der Bequemlichkeit an den Tesla heran.

Ich frage mich, warum dieses Auto weltweit so erfolgreich ist, in Japan aber vergleichsweise selten verkauft wird. Es ist schade, dass viele Japaner Tesla und Elektroautos mit so starken Vorbehalten begegnen.
Wer sich für Tesla interessiert, sollte das Auto einfach einmal selbst ausprobieren – auch wenn es sich zunächst wie ein Sprung ins kalte Wasser anfühlt.
Dahinter wartet bestimmt eine neue Welt des Autofahrens.
Hier noch der Link zu meinem Tesla-Empfehlungscode.
Damit wird der Fahrzeugpreis günstiger – es lohnt sich also. Wer einen Tesla kauft, sollte daran denken, ihn zu nutzen.
このブログが気に入ったらフォローしてね!



Comment ( 0 )
Trackbacks are closed.
No comments yet.