Porsche Panamera GTS (970 Facelift) im Fahrbericht: Was nur der 970 und nur der GTS bieten
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Der Blog meiner Frau entstand durch den Porsche Panamera Edition (Basismodell, Baureihe 970), der bei uns einzog.
Meine Frau war vom Fahrerlebnis begeistert und erzählte mir fast täglich, was den Panamera so besonders macht. Natürlich mochte auch ich den 970 sehr. Vor allem der Edition war ein hervorragend ausbalanciertes Auto, das jede Fahrt zum Vergnügen machte.
Nun hatte ich die Gelegenheit, den GTS selbst zu fahren. Hier sind meine Eindrücke.
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Porsche Panamera GTS (970 Facelift)
Fahreindruck
Der Panamera in Achatgrau wirkt angenehm zurückhaltend und sieht richtig gut aus. Der rote Innenraum verleiht dem Interieur eine hochwertige Note und harmoniert zugleich bestens mit der Außenfarbe.
Beim Starten schnellt die Drehzahlmessernadel schwungvoll nach oben, und der Motor meldet sich mit einem kurzen Aufbrüllen – ein Porsche-Ritual. Der frei saugende 4,8-Liter-V8 leistet 440 PS.

In Fahrstufe D geht es los, und das Fahrgefühl ist überraschend straff. Im Vergleich zu unserem früheren Panamera Edition der Baureihe 970 fährt er sich deutlich anders. Der Edition rollt spürbar geschmeidiger, während sich der GTS regelrecht in den Asphalt zu krallen scheint. Er erinnert damit weniger an einen Panamera als vielmehr an einen 911 Carrera 4 GTS.

Dieses satte, solide Fahrgefühl ist im 971 kaum noch zu finden. Der 971 wirkt leichter und vermittelt zugleich viel Fahrbahnkontakt. Die Kombination aus spürbarem Gewicht und ausgeprägtem Kontakt zur Straße ist meiner Meinung nach typisch für die Baureihe 970. Beim GTS fällt diese satte Wirkung besonders stark aus.
Motorsound
Im Normalmodus ist der GTS bei alltäglicher Fahrt überraschend leise. Der Panamera GTS der Baureihe 971 klingt für mich lauter, doch in den Modi Sport und Sport Plus wird das Blubbern des 970 deutlich ausgeprägter.
Im Innenraum ist davon – auch bei einem Panamera – nicht allzu viel zu hören. Von außen dürfte der Klang jedoch ziemlich eindrucksvoll sein.

Vergleicht man den Klang mit dem 971 GTS, wirkt dessen Inszenierung deutlich stärker. Schon bei niedrigen Drehzahlen scheint er darauf ausgelegt, den Fahrer den Motorsound hören zu lassen. Beim 970 ist das weniger plakativ; sein Klang wirkt natürlicher. Das dürfte auch mit dem Unterschied zwischen Turbo- und Saugmotor zusammenhängen.
Lenkverhalten
Das Lenkverhalten überzeugt ohnehin: In Sport und Sport Plus zieht der GTS kraftvoll durch die Kurven. Auf kurvigen Strecken macht das richtig Spaß.
Während der 971 GTS leichter und agiler abgestimmt ist, fühlt sich der 970 satt und solide an. Dieses angenehm gewichtige Fahrgefühl vermittelt viel Sicherheit. Auch die Rückmeldung über die Lenkung scheint im 970 ausgeprägter zu sein. Dadurch fühlt man sich stärker ins Fahren eingebunden und kann die Reaktionen des Autos leichter einschätzen.
Das gilt grundsätzlich für viele Autos: Mit jeder neuen Generation steigt die Leistungsfähigkeit, während die direkte Einbindung des Fahrers und die Rückmeldung des Fahrzeugs tendenziell abnehmen. Der 970 fühlt sich vergleichsweise analog an und lässt dem Fahrer mehr Raum, selbst Einfluss zu nehmen, als der 971.

Als Saugmotor dreht der V8 wunderbar frei. Es ist ein tolles Gefühl, wie mit der Drehzahl und dem Klang auch das Drehmoment zunimmt. Selbst wenn man den Motor nicht ausdreht, macht schon dieses Ansprechverhalten Freude – eine der besonderen Stärken eines Saugmotors.
Was mir aufgefallen ist
Bei einem 4,8-Liter-V8 im Bug ist ein gewisses Gewicht auf der Vorderachse allerdings nicht zu übersehen. Besonders beim Einlenken in Kurven spürt man die Masse. Beim 970 mit V6-Motor hatte ich dieses Gefühl nicht, was vermutlich am höheren Motorgewicht liegt.
Auch der 971 Panamera GTS und der Turbo haben einen V8, doch dort wird das Gewicht an der Vorderachse geschickter kaschiert. In dieser Hinsicht fühlt sich die Front des 970 etwas schwerer an. Selbst wenn man auf kurvigen Straßen schneller fährt, wirkt die Karosserie deshalb weniger, als würde sie gefühlt eine Nummer kleiner werden als beim 971.

Ein weiterer Punkt, den auch der Besitzer angesprochen hat: Der Abstand zwischen dem zweiten und dem dritten Gang ist ziemlich groß. Fährt man im dritten Gang und schaltet in den zweiten zurück, steigt die Drehzahl mitunter stärker als erwartet – das kann überraschen. Eine mögliche Erklärung ist, dass der Wagen serienmäßig im zweiten Gang anfährt und die Übersetzung des zweiten Gangs deshalb kurz ausgelegt ist.
Was den Panamera GTS ausmacht
Die Fahrt hat mir einmal mehr vor Augen geführt, wie deutlich sich die verschiedenen Ausstattungsvarianten des Panamera unterscheiden – sowohl beim 970 als auch beim 971.

Der GTS hat seinen ganz eigenen Auftritt und ein entsprechend sportlich abgestimmtes Fahrwerk. Das unterscheidet ihn deutlich von unserem damaligen Panamera Edition in der Basisausführung. Wer ein sattes, beinahe asphaltkrallendes Fahrgefühl und einen kraftvollen Motorsound schätzt, dürfte mit dem GTS sehr zufrieden sein.
Nach meinen Fahrten im 970 und im 971 GTS würde ich den Panamera GTS so beschreiben: ein Porsche, der den jeweiligen Carrera 4 GTS seiner Generation um eine Extraportion Luxus ergänzt.
Damit endet mein letzter Beitrag des Jahres mit einem Fahrbericht zum Porsche Panamera GTS der Baureihe 970. Vielen Dank für ein weiteres gemeinsames Jahr!
Wenn Ihnen dieser Blog gefällt, folgen Sie ihm.


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