Mit dem BMW zu unserem liebsten Fotospot – ein Ausflug nach Haga
Veröffentlicht: 2019.06.17
Mit dem 320i nach Haga
Neulich sind wir mit unserem BMW 320i zu viert als Familie nach Haga in der Präfektur Hyōgo gefahren. Haga ist ein ländlicher Ort in der Stadt Shisō im mittleren Westen der Präfektur Hyōgo. Wer in Kansai gern mit dem Auto oder Motorrad unterwegs ist, kennt die Gegend vielleicht: Die Straßen und die Landschaft sind wunderschön.
Bei uns zu Hause ist es Tradition, mit jedem neu gekauften Auto zuerst nach Haga zu fahren. Denn dort gibt es nicht nur schöne Straßen, sondern auch einen echten Geheimtipp, an dem sich das eigene Auto hervorragend fotografieren lässt. Mein Mann kommt schon seit rund 25 Jahren heimlich gern an diesen Ort.
Also ging es diesmal mit dem frisch ausgelieferten 320i nach Haga. Da wir schon unterwegs waren, sollte mein Mann diesmal ebenfalls ans Steuer – und später, wie immer, einen Bericht darüber schreiben, wie sich der Wagen für ihn anfühlt. (Da ich jeden Tag mit dem Auto fahre, ist mein Mann am Tag der Auslieferung nur kurz damit gefahren.)
…In letzter Zeit verlasse ich mich wohl etwas zu sehr auf die Fahrberichte meines Mannes. Ich sollte mich auch anstrengen und selbst besser berichten können (schwitz).
Was hat das Schalttraining gebracht?
Zuerst ging es mit mir am Steuer los. Ganz nach dem Motto: „Jetzt zeige ich, was ich in zehn Tagen Schalttraining seit der Auslieferung gelernt habe!“ startete ich voller Tatendrang. Mein Mann meinte zwar: „Du kannst ja inzwischen ganz normal anfahren!“, aber sobald er neben mir saß, fühlte es sich an, als hätte ich einen Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz. Prompt würgte ich den Motor an Stellen ab, an denen mir das sonst nie passiert wäre, und geriet beim Anfahren am Berg in Panik (-_-).
Mein Mann lachte und meinte:
Bei Mina führt „innere Unruhe“ direkt zu „Unruhe am Steuer“, was? Witzig.
„Nein, so ist das nicht! Normalerweise fahre ich viel besser! Ich bin nur nervös, weil es sich anfühlt, als säße ein Fahrlehrer neben mir!“, redete ich mich heraus und versuchte, mich wieder zu sammeln.
Nach und nach gewöhnte ich mich an den Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz und fand zu meinem gewohnten Fahrgefühl zurück. Dann fiel mein Blick ganz beiläufig auf den Aufkleber am vorausfahrenden Auto …


Da klebte tatsächlich ein Aufkleber mit der Aufschrift „Schaltwagen – Vorsicht beim Anfahren am Berg“! (゚д゚) Ich hatte im Blog schon einmal kurz erwähnt, dass ich mir ebenfalls so einen Aufkleber bestellt hatte. (Meiner ist die längliche Variante.)

Es gibt also tatsächlich jemanden, der den Aufkleber aufgeklebt hat! Ich sah ihn zum ersten Mal.
Der Aufkleber schien eine erstaunliche Wirkung zu haben: Als hinterherfahrendes Auto hielt ich vorsichtshalber etwas mehr Abstand. Doch das vorausfahrende Auto rollte am Berg kein Stück zurück und fuhr sogar sehr geschmeidig an. Der Aufkleber war eigentlich gar nicht nötig – vielleicht hatte die Familie ihn ja fürs Fahrtraining aufgeklebt?
Anschließend fuhren wir auf die Autobahn und wechselten an einer Raststätte. Nun war mein Mann an der Reihe, den 320i zu fahren. Natürlich spitzte ich die Ohren, gespannt auf sein Urteil. Er probierte verschiedene Gangwechsel aus und murmelte dabei:
„Der Schleifpunkt der Kupplung ist wirklich gut zu spüren.“ „Typisches BMW-Lenkgefühl – der Wagen zieht förmlich in die Kurve.“ „Auf der Autobahn liegt er stabil, aber das Fahrwerk fühlt sich doch etwas weich an. Vielleicht liegt das an den Reifen?“

Beim Starten ist dieser 320i zunächst im COMFORT-Modus, in dem das Fahrwerk weich abgestimmt ist. Da mein Mann und ich eine straffere Abstimmung mögen, schalteten wir in den SPORT-Modus. Damit fühlte sich das Fahrwerk schön straff und genau richtig an.
Nach einer Weile dachte ich allerdings: „Ein SPORT-PLUS-Modus, der das Fahrwerk noch eine Stufe straffer macht, wäre auch nicht schlecht.“ Andererseits ist dieser 320i das Basismodell und keine sportliche Variante wie der M Sport. Vielleicht sollte man also nicht zu viel in diese Richtung erwarten.
Was mich besonders überraschte: Der 320i ist ausgesprochen leise. Selbst als mein Mann herunterschaltete und die Drehzahl erhöhte, war der Motor kaum zu hören – dadurch kam mir die Beschleunigung nicht besonders kräftig vor. (Da muss man aufpassen, nicht zu schnell zu fahren. Haha.) Das Auto fuhr leise und komfortabel, fast wie ein Mercedes-Benz, und auch für die Mitfahrenden war die Fahrt sehr angenehm.
Auf Landstraßen weiter nach Haga
Wir verließen die Autobahn an der Ausfahrt Yamasaki und fuhren von dort auf Landstraßen weiter nach Haga. Zunächst war noch einiges los, doch je weiter wir nach Norden kamen, desto ruhiger wurde es. So konnten wir entspannt über die schönen Straßen durch die Felder fahren. An diesem sonnigen Tag war es fast schon heiß, deshalb machten wir unterwegs Halt an einem Laden, um etwas zu trinken.

Danach ging es auf den Landstraßen, die nach Haga führen, ganz entspannt weiter.





Auf diesen ländlichen Straßen wurde mir wieder einmal bewusst: Japan ist wirklich wunderschön. Im Frühling blühen die Kirschbäume, im Sommer leuchtet das frische Grün, im Herbst färben sich die Blätter bunt und im Winter liegt eine weiße Schneedecke über der Landschaft. Auch die Straße nach Haga sah während der herbstlichen Laubfärbung völlig anders aus. Hierher kann man immer wieder kommen, ohne dass es langweilig wird.
Nach knapp einer Stunde auf Landstraßen erreichten wir den Parkplatz an unserem Geheimtipp zum Fotografieren. Wie erwartet war auch an diesem Tag niemand da. Haha.

Wenn wir hierherkommen, fotografiert mein Mann das Auto meist eine halbe bis ganze Stunde lang. Also überließ ich ihm die Kamera und ließ die Kinder auf der Rasenfläche nebenan spielen.



In der Nähe fließt ein klarer Bach, und nachts kann man dort offenbar sogar Glühwürmchen sehen. Die Kinder waren begeistert und spielten barfuß. Als ich dachte: „Jetzt haben sie aber lange gespielt“, schaute ich zu meinem Mann hinüber – und natürlich fotografierte er immer noch. (lacht)

Hier sind übrigens die Fotos, die mein Mann an diesem Tag gemacht hat.






Ich würde gern auch in einer anderen Jahreszeit wieder hierherkommen und Fotos machen. Wobei ich „Fotos machen“ sage, obwohl mein Mann die ganze Arbeit übernimmt und ich kein einziges Bild geschossen habe. (lacht)
Nachdem mein Mann mit den Fotos vom 320i fertig war, machten wir noch ein paar Aufnahmen von den Kindern.

Wir fuhren noch weiter hinauf in die Berge von Haga und wollten auf der anderen Seite wieder hinunter. Unterwegs war die Straße jedoch wegen eines Schildes mit der Aufschrift „Vorsicht: Straßeneinbruch“ gesperrt. Also kehrten wir um (mit mir am Steuer passiert so etwas wohl immer wieder) und nahmen denselben Weg zurück nach Hause.


Die Kinder hatten sich beim Spielen wohl richtig ausgepowert und schliefen friedlich ein.

Insgesamt legten wir an diesem Tag rund 200 Kilometer zurück – auf der Autobahn, durch die Stadt und über Landstraßen. Der Verbrauch lag bei 12,3 km/l. „Gar nicht schlecht!“, dachte ich. Aber ist das im Vergleich zu anderen Autos dieser Klasse wirklich sparsam? Wenn man den Verbrauch eines Porsche gewohnt ist, wird der eigene Maßstab wohl langsam etwas verschoben (-_-).
Wie schön ein Auto doch ist. Mit dem Auto kann man als Familie jeden Winkel Japans entdecken. Dieser Tag hat mich wieder daran erinnert, wie dankbar ich für unser Leben und diese Möglichkeiten bin.
So, und jetzt weiter fleißig Schaltwagen fahren üben!
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