Was bedeutet „PTS“ beim neuen Porsche 911 GT3 (992)?
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Porsches „PTS“: ein häufig gehörtes Kürzel
In letzter Zeit tauchen in den sozialen Medien immer wieder Meldungen auf wie: „Ich habe einen neuen Porsche 911 GT3 bestellt!“ oder „Ich habe einen Produktionsplatz bekommen!“ Hin und wieder liest man dabei auch, dass jemand seinen Porsche mit „PTS“ bestellt hat.

Der einmillionste 911, lackiert in Irish Green
Früher soll es aus Japan nicht möglich gewesen sein, einen Porsche mit „PTS“ zu bestellen. Seit der Einführung des 992 hört man jedoch gelegentlich davon. In diesem Beitrag erklären wir, was sich hinter dem Kürzel verbirgt.
Was bedeutet „PTS“ bei Porsche?
PTS steht für „Paint to Sample“ und bezeichnet eine Porsche-Option, bei der man eine Sonderfarbe aus einer Auswahl von Lackierungen wählen kann, die bei einer regulären Bestellung nicht verfügbar sind.
Ursprünglich schickten Kunden Porsche ein Farbmuster ihrer Wunschfarbe – zum Beispiel den Lack eines anderen Automodells. Wurde die Farbe freigegeben, lackierte Porsche das Fahrzeug entsprechend. Daher stammt die Bezeichnung PTS. Heute wählen Kunden meist aus Farben, die Porsche bereits freigegeben hat. Streng genommen handelt es sich dabei also nicht um „Paint to Sample“, auch wenn sich diese Bezeichnung eingebürgert hat.
Auf der Website von Porsche Japan werden derzeit zwei Varianten angeboten: „Custom Color“ und „Sample Color“. Die „Custom Color“ entspricht dem, was gemeinhin als PTS bezeichnet wird. Bei der „Sample Color“ kann man ein Farbmuster einsenden und sein Fahrzeug in der gewünschten Farbe lackieren lassen – das ist die ursprüngliche Form von PTS.

Hier am Beispiel des neuen Macan
Das kann ganz schön verwirrend sein. Zur besseren Übersicht haben wir die Unterschiede hier zusammengefasst.
Welche PTS-Farben gibt es bei Porsche?
Eine empfehlenswerte Website, um sich einen Überblick über die verfügbaren Farben zu verschaffen, ist:

Dort sind rund 57 Farben aufgeführt. Besonders praktisch: Zu jeder Farbe gibt es einen Link mit Fotos eines echten Fahrzeugs auf Instagram.
Zu meinen persönlichen Favoriten gehören:

Ruby Red Metallic. Das Cherry Metallic des 992 Targa gefällt mir ebenfalls, aber diese Farbe mag ich auch sehr.

Irish Green. Diese Farbe kam auch beim einmillionsten produzierten 911 zum Einsatz. Die würde ich gern eines Tages bestellen.

Gulf Blue. Ein GT3 in den legendären Gulf-Farben wäre wirklich ein Hingucker.
So bestellen Sie einen Porsche mit PTS
Grundsätzlich kann man PTS offenbar erst bestellen, sobald einem ein Produktionsplatz zugeteilt wurde. Wer diese Option in Betracht zieht, sollte daher möglichst früh nach der Vorstellung eines neuen Modells bestellen und sich einen Produktionsplatz sichern. Bei manchen Händlern stehen die Chancen offenbar auch besser, wenn man bereits eine entsprechende Kaufhistorie vorweisen kann.
Die Kosten sind erwartungsgemäß hoch: Für einen GT3 beträgt der Aufpreis beispielsweise 1.644.000 Yen, für einen Macan rund 1.466.000 Yen. Dabei handelt es sich um die „Custom Color“, bei der man eine Farbe aus der Liste auswählt. Die echte „PTS“-Variante, also „Sample Color“, kostet doppelt so viel.
Das entspricht umgerechnet ungefähr drei Millionen Yen.
Auch wenn PTS sehr teuer ist: Wer sich einen ganz persönlichen Porsche mit besonderer Bedeutung konfigurieren möchte, für den kann sich diese Option durchaus lohnen.
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