Wie der Taycan Turbo GT meine Sicht auf Autos verändert hat – meine Liebe zum 911 und neue Maßstäbe
Veröffentlicht: 2025.06.07
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Der Taycan Turbo GT spielt in einer eigenen Liga
Seit der Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket bei mir eingezogen ist, hat sich meine Sicht auf Autos grundlegend verändert. Ich bin schon viele Taycan-Varianten gefahren, doch der Turbo GT ist buchstäblich eine andere Welt. Um es mit dem 911 zu vergleichen: Der Unterschied ist so groß wie zwischen einem Carrera und einem GT3 – vielleicht sogar noch größer.
Was macht dieses Auto so besonders?
Es vereint zwei Eigenschaften auf höchstem Niveau, die eigentlich im Widerspruch zueinander stehen: herausragende Fahrdynamik und hohen Fahrkomfort. Den Panamera Turbo habe ich früher einmal dafür gelobt, Sportlichkeit und Komfort auf beeindruckende Weise auszubalancieren. Der Turbo GT geht jedoch weit darüber hinaus. Bei der Fahrdynamik lässt er einen herkömmlichen 911 klar hinter sich und übertrifft zugleich Panamera und Cayenne in puncto Komfort. Ein Auto, das derart extreme Eigenschaften in sich vereint, ist mir sonst nicht bekannt.
Warum der Taycan Turbo GT den Blick auf Autos verändert

Viele meiner Bekannten konnten den Taycan Turbo GT bereits selbst erleben – und die Reaktionen ähneln sich auffallend oft.
„Der Fahrkomfort ist unglaublich“ und „Das verändert die eigene Sicht auf Autos“ – solche Sätze höre ich fast jedes Mal. Ein Bekannter, der einen 911 fährt und den Taycan kürzlich ausprobiert hat, entschied spontan: „Der wird mein nächstes Auto.“
Besonders eindrücklich fand ich, was er anschließend auf X schrieb: „Selbst im Vergleich zum Carrera ist der Turbo GT bei Beschleunigung, Fahrwerk und Komfort überlegen. Im Alltag ist er unglaublich komfortabel – gibt es überhaupt ein Auto, das ihm insgesamt das Wasser reichen kann? Selbst der nächste Turbo S dürfte es schwer haben.“ Ich sehe das genauso. Gegen den Taycan Turbo GT kann der 911 kaum noch ankommen. Der Abstand ist so groß, dass ich mich frage, ob der 911 nur mit Elektrifizierung wieder die Oberhand gewinnen kann.
Wie sich meine Begeisterung für den 911 verändert hat
Seit ich den Turbo GT erlebt habe, spricht mich der 911, den ich bisher für den Inbegriff des Sportwagens gehalten habe, weniger an.
Natürlich weiß ich, dass der 911 seinen ganz eigenen Reiz hat. Seine große Stärke bestand schon immer darin, ein extrem leistungsfähiger Sportwagen zu sein, den man trotzdem im Alltag fahren kann. Der 911 verkörperte Porsches Philosophie „Race on Sunday, drive on Monday“ wie kaum ein anderes Modell.
Doch der Taycan Turbo GT setzt diese Idee auf ein noch höheres Niveau. Sowohl auf der Rennstrecke am Wochenende als auch beim Pendeln unter der Woche bietet er mehr Leistung als der 911. Dadurch ist mein Wunsch nach einem aktuellen 911 deutlich verblasst. Wenn ich heute an einen 911 denke, dann vor allem an ein älteres Modell – etwa einen luftgekühlten. In meinem Kopf sind letztlich nur noch zwei extreme Möglichkeiten übrig: ein klassischer Porsche oder der Taycan Turbo GT.

Der niedrige Schwerpunkt sorgt für überragende Fahrdynamik
Der Schwerpunkt des Taycan soll sogar tiefer liegen als beim GT3. Besonders deutlich wird das für mich in der letzten Schikane des Suzuka International Racing Course. Dort nimmt der Taycan Turbo GT Kurven spürbar präziser und stabiler als ein Boxster oder 911. Dieser physikalische Vorteil ist eine Grenze, die sich mit einem Verbrennungsmotor schlicht nicht überwinden lässt.

Wenn man diese Realität vor Augen hat, wird klar: Soll der 911 oder der 718 künftig noch leistungsfähiger werden, führt an der Elektrifizierung kein Weg vorbei. Wie sehr man auch den Motor weiterentwickelt und das Fahrwerk optimiert – gegen die grundlegenden physikalischen Vorteile eines niedrigen Schwerpunkts kommt man nicht an. Im Gegenteil: Ich hoffe, dass Porsche bald den Schritt zum Elektroantrieb macht und ultimative Modelle wie einen „Super-911“ oder „Super-718“ entwickelt.
Neue Maßstäbe bei der Autowahl und ein Blick in die Zukunft

Seit der Taycan Turbo GT aufgetaucht ist, wirken Autos, deren Leistung zwischen einem klassischen Porsche und dem Taycan Turbo GT liegt, auf mich irgendwie unentschlossen. Natürlich werden sie von Jahr zu Jahr besser. Doch der Turbo GT hat ein derart hohes Niveau erreicht, dass ich inzwischen denke: „Dann lieber gleich ein älteres Modell“ oder „So schnell muss es gar nicht sein“. Entweder ein leichter, eher leistungsschwacher Wagen wie der Mazda MX-5, ein klassischer Porsche – oder eben der Turbo GT. Andere Optionen sprechen mich kaum noch an.
Das ist keine Kritik am 911. Vielmehr bin ich als Porsche-Fan dem geradezu teuflischen Reiz des Taycan Turbo GT völlig verfallen. Vor meiner ersten Fahrt hätte ich mir nicht vorstellen können, dass sich meine Maßstäbe so stark verschieben würden. Eine Weile wird mich vielleicht kein anderes Auto mehr wirklich beeindrucken. So grundlegend hat der Taycan Turbo GT meine Sicht auf Autos verändert.
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