Porsche auf der Rennstrecke: Darum entscheiden sich so viele für die Sportwagenmarke
公開日:2018.07.29
Auf dem Fuji Speedway unterwegs
Im Juni dieses Jahres durfte ich beim „Porsche Experience Day“ auf dem Fuji Speedway zum ersten Mal eine Rennstrecke erleben. „So oft bekommt man schließlich nicht die Gelegenheit, mit einem Panamera auf einer Rennstrecke zu fahren.“ Deshalb stellte ich mich schon vor Veranstaltungsbeginn an und sicherte mir eines der Tickets für die ersten 70 Fahrzeuge. Anschließend drehte ich zwei Runden auf dem Fuji Speedway. Da wir in einer Gruppe von 70 Autos unterwegs waren, ging es vergleichsweise gemächlich zu – trotzdem war ich von meinem ersten Rennstreckenerlebnis begeistert.
In den Kurven spürte ich allerdings eine Querbeschleunigung, wie ich sie noch nie erlebt hatte. „Ach, so fühlt es sich also an, wenn man die Kurve kaum noch schafft!“ – das machte mir schon ein wenig Angst. Dazu kam, dass ich nicht wusste, wann ich bremsen sollte, und ziemlich ins Rudern geriet. So wurde mir auch wieder einmal bewusst, wie wenig versiert ich am Steuer bin (lach).
Spaß im Alltag – und auf der Rennstrecke
Gestern habe ich das Interview für den vierten Beitrag in diesem Blog geführt. Mein Gesprächspartner ist ein echter Autofan, der sich für das Fahren auf der Rennstrecke begeistert und praktisch jedes Wochenende an Rennen teilnimmt. Ich fragte ihn: „Man hört oft, dass ein Porsche sowohl im Alltag als auch auf der Rennstrecke Spaß macht. Stimmt das?“ Seine Antwort: „Absolut. Daran gibt es keinen Zweifel.“
Auch unter seinen Rennstreckenfreunden steigen viele, die zunächst Autos anderer Marken fahren, irgendwann auf einen Porsche um. Und wenn sie einmal gewechselt haben, bleiben sie meistens dabei und nehmen auch weiterhin mit einem Porsche an Rennen teil. Auf meine Frage „Macht es wirklich so viel Spaß, mit einem Porsche auf der Rennstrecke zu fahren?“ erzählte er, was einen Porsche dort so besonders macht.
① Rennstreckentauglich ohne Umbauten
Mein Gesprächspartner ist schon mit BMWs und Ferraris auf der Rennstrecke gefahren. Doch selbst ein M3 braucht zumindest einige Änderungen am Fahrzeug – oder sagt man Tuning? – und auch einen Ferrari, den man im Alltag fährt, einfach unverändert auf die Rennstrecke zu bringen, macht wohl nicht besonders viel Spaß. Auch dort seien Anpassungen nötig.
Bei einem Porsche hingegen müsse man überhaupt nichts umbauen. Auf der offiziellen Website findet sich der Slogan „Nach einer Runde auf dem Nürburgring noch einkaufen gehen“ – und genau das treffe es. Man kann den Porsche, den man ganz normal im Alltag fährt, direkt auf die Rennstrecke bringen. Dort entfaltet er seine Leistung voll und bietet ein ausgesprochen spannendes Fahrerlebnis. Bei anderen Herstellern sei das kaum vorstellbar.
② Hohe Belastbarkeit und Ausdauer
Wenn man gemeinsam mit einem BMW auf der Rennstrecke fährt, kann es in der ersten Runde noch ein enges Rennen sein. Mit der Zeit wächst der Abstand jedoch. Laut meinem Gesprächspartner liegt das nicht an den fahrerischen Fähigkeiten, sondern an der Belastbarkeit des Porsche. Selbst bei langen Fahrten bleiben Öl- und Kühlmitteltemperatur stabil, sodass sich Runde für Runde ähnliche Zeiten fahren lassen wie in der ersten.
③ Überzeugende Sportwagen-Performance
Auf den ersten Blick seien die Unterschiede zu den technischen Daten anderer Autos nicht unbedingt leicht zu erkennen. Doch man spüre die deutsche Ingenieurskunst – und die hohe Qualität der Fahrzeugtechnik sei beeindruckend. Der Motor drehe wunderbar hoch, dazu komme das für deutsche Autos typische Lenkgefühl. Am Ende werde einem wieder einmal bewusst: Porsche ist und bleibt ein Sportwagenhersteller. Vermutlich stecke besonders viel Entwicklungsarbeit und Geld in den Bauteilen, die man von außen nicht sieht, meinte er.
Ich möchte auf die Rennstrecke
In letzter Zeit höre ich in meinem Umfeld immer öfter: „Ich war auf der Rennstrecke“ oder „Ich bin jetzt ganz begeistert davon“. Ein Porsche eignet sich zwar sowohl für öffentliche Straßen als auch für die Rennstrecke – aber wahrscheinlich kann man seine Fähigkeiten erst dann wirklich voll ausschöpfen, wenn man ihn auf die Rennstrecke bringt. Das gilt besonders für die GT-Modelle. Ich würde gern erst einmal mit Gran Turismo auf der PlayStation üben und mir die Strecke richtig einprägen, bevor ich wieder selbst auf einer Rennstrecke fahre. Na ja, vorher sollte ich wohl erst einmal lernen, den Boxster mit Schaltgetriebe zu fahren.
Das schaffe ich schon!
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