Der Ferrari GTC4Lusso T meines Bruders ist da: Wie erlebt ihn ein Porsche-Fahrer?

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Tests & Fahrberichte

Kürzlich kam mein Schwager mit seinem frisch ausgelieferten Ferrari GTC4Lusso T bei uns vorbei. Ich war bereits im neunten Monat schwanger und hatte einen ziemlich großen Bauch. Da mir in letzter Zeit in sportlichen Autos schnell übel wird (selbst fahren geht aber …), durfte diesmal nur mein Mann mitfahren. Er hat seine Eindrücke von der Probefahrt für diesen Artikel aufgeschrieben. Viel Spaß beim Lesen!


Mein Bruder hatte seinen Ferrari GTC4Lusso T schon vor längerer Zeit bestellt. Jetzt wurde er ausgeliefert, und ich konnte eine kurze Runde damit drehen. Hier kommen meine Eindrücke.

Mein Bruder: ein echter Autofan

Vielleicht fragen sich einige Leser, wer eigentlich dieser „Bruder“ ist, der gelegentlich in meinem Blog auftaucht. Deshalb stelle ich ihn zunächst kurz vor.

Mein Bruder ist fünf Jahre jünger als ich. Vom Aussehen und Charakter her sind wir grundverschieden – Außenstehende würden kaum vermuten, dass wir Brüder sind. Trotzdem haben wir auch Gemeinsamkeiten: Genau wie ich hat er sein Unternehmen von Grund auf selbst aufgebaut und ist heute vor allem im Personalbereich breit aufgestellt. Außerdem ist er durch und durch autobegeistert.

Bei Autos haben wir allerdings einen ziemlich unterschiedlichen Geschmack. Er liebt italienische Autos, Supersportwagen und SUVs – ganz anders als ich. Ich weiß selbst nicht genau, wie viele Autos er gerade besitzt. Soweit ich weiß, gehörten bisher unter anderem diese dazu:

Ferrari 488 Spider, Maserati Ghibli, Maserati GranTurismo (den hat er gleich zweimal gekauft, haha), AMG G 63, Range Rover Sport, Lamborghini Huracán, Lexus LX 570, Porsche Macan Turbo …

Und die Kauflust ist noch lange nicht gestillt: Ein Ferrari F8 Tributo soll demnächst ebenfalls ausgeliefert werden.

Bei so unterschiedlichen Vorlieben werden wir den Autogeschmack des jeweils anderen wohl nie ganz nachvollziehen können. Trotzdem reden wir, wenn wir uns treffen, eher über Autos als über Geschäfte. Manchmal telefonieren wir abends sogar eine Stunde lang über Autos. Offenbar gibt es also doch einiges, worin wir uns verstehen.

Probefahrt im Ferrari GTC4Lusso T

Als mein Bruder seinen Ferrari GTC4Lusso T bekam, brachte er ihn gleich bei uns vorbei.

Den GTC4Lusso hatte ich schon ein paar Mal gesehen, aber noch nie so genau unter die Lupe genommen. Der Lusso T ist mit einem V8-Motor ausgestattet. Sein 3,9-Liter-Turbomotor leistet 610 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 760 Nm.

Motor des Ferrari GTC4Lusso T

Das Design ist ausgesprochen eigenständig – irgendwo zwischen Kombi und Shooting Brake. Wer wie ich ungefähr im selben Alter ist, denkt vielleicht sofort: „Der sieht ja aus wie ein BMW Z3 Coupé!“

Ferrari GTC4Lusso T am Steuer

Mein Bruder erzählte mir, dass er Ferrari über alles liebt und deshalb einen Ferrari wollte, mit dem er auch mit der Familie unterwegs sein und den er im Alltag nutzen kann. Mit vier Sitzplätzen und einem ordentlich großen Kofferraum erfüllt der Lusso T diese Anforderungen. Auch die Bodenfreiheit ist ausreichend. Im Vergleich zu einem 488 gibt es sicher deutlich weniger Situationen, in denen man besonders vorsichtig sein muss.

Der Innenraum ist überwiegend mit weißem Leder ausgestattet. Die blauen Ziernähte hat mein Bruder gezielt ausgewählt – sie setzen einen schönen Akzent. Wie bei Ferrari üblich, ist die Verarbeitung im Cockpit hochwertig und das Ambiente ausgesprochen luxuriös. (Das weiße Leder ist offenbar extrem schmutzempfindlich. Ein Reiniger ist deshalb immer griffbereit.)

Innenraum des Ferrari GTC4Lusso T

Sitze des Ferrari GTC4Lusso T

Der GTC4Lusso T ist ein Viersitzer, also habe ich auch die Rückbank ausprobiert. Mein 183 cm großer Bruder saß vorne bequem und mit ausreichend Platz, während ich mit meinen 177 cm hinten Platz nahm. Zwischen meinen Knien und dem Vordersitz passte kaum noch eine Faust. Trotzdem dürfte die Rückbank für eine etwa einstündige Fahrt durchaus bequem genug sein – komfortabler, als ich erwartet hatte.

Für einen Ferrari ist der Motor ziemlich leise. Beim Druck auf den Startknopf am Lenkrad erwacht er mit einem kurzen „Wuff!“ zum Leben und läuft dann ganz geschmeidig.

Beim Anfahren fällt sofort auf, wie verwindungssteif die Karosserie ist. Im niedrigen Geschwindigkeitsbereich wirkt sie auf mich sogar noch solider als bei einem Porsche.

Der Federungskomfort ist allerdings recht straff. Dank der sehr steifen Karosserie ist das Fahrgefühl nicht unangenehm, aber es entspricht nicht unbedingt der Vorstellung, die man von einem viersitzigen Coupé haben könnte. Im Stadtverkehr lässt sich der Ferrari problemlos fahren, doch man sollte sich bewusst sein: Der Komfort ist der eines Sportwagens. Von meinen bisherigen Ferrari-Erfahrungen erinnert mich das Fahrgefühl am ehesten an den California, wirkt aber noch eine Spur härter und direkter.

Zunächst hatte ich einen Komfort erwartet, wie man ihn von einem Porsche Panamera kennt. Tatsächlich ist der Lusso T aber spürbar straffer – gefühlt gleich um zwei Stufen. Auch im Vergleich zu einem normalen 911 wirkt er etwas härter und gibt kurze Unebenheiten deutlich weiter. Auf dem Testwagen waren Michelin Pilot Sport 4 S montiert; an den Reifen dürfte es also nicht liegen.

Allerdings hatte der Neuwagen erst gut 1.000 Kilometer auf dem Tacho. Ich würde gern noch einmal mit ihm fahren, nachdem die Kilometerleistung gestiegen und das Fahrwerk etwas eingefahren ist.

Ferrari GTC4Lusso T

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Hiro

Minaの夫です。 ファッションやステータスシンボルのためにクルマは乗りません。 運転して楽しく、工業製品として優れ、作り手の意思が感じられるようなクルマを好んで乗ります。長距離ツーリングをこよなく愛し、「クルマは走らせてナンボ」と思ってます。休日には日本全国を愛車で旅しています。 ブログでは主に試乗レポートやツーリング記などを執筆しています。またブログのシステム周りやチューニングなども担当しています。

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