Neues originales Porsche PCCM Plus: 987.2, 997.2, 981 und 991.1 mit Wireless CarPlay – Zukunftsklassiker
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Porsche nennt die Modelljahre 2009 bis 2016 „Zukunftsklassiker“
Porsche bringt erneut ein originales Infotainmentsystem für ältere Fahrzeuge auf den Markt.
Am 29. September 2026 wurde die neue Generation des PCCM Plus vorgestellt. Sie ist für die Modelljahre 2009 bis 2016 von 911, Boxster und Cayman vorgesehen – also für die Baureihen 997.2, 987.2, 981 und 991.1. Mehr als 300.000 Fahrzeuge umfasst der Kreis der möglichen Kandidaten, die Porsche als „Future Classics“ (Zukunftsklassiker) bezeichnet. Es gibt zwei Varianten: eine für 997.2 und 987.2 sowie eine für 991.1 und 981. Der Einbau durch ein Porsche Zentrum wird empfohlen.
Selbst die ältesten Fahrzeuge aus dem Jahr 2009 sind gerade einmal 17 Jahre alt. In der Welt des Infotainments kommt das allerdings einer Ewigkeit gleich. Die Fahrleistungen sind noch immer erstklassig, doch allein die Mitte des Armaturenbretts ist in der Zeit stehen geblieben. Genau hier setzt die Neuigkeit an: Porsche selbst bringt die Technik auf den neuesten Stand.
Die neue Generation kann mehr als Wireless CarPlay
Das Highlight sind Apple CarPlay und Android Auto, beide kabellos nutzbar.
Die Verbindung läuft über Bluetooth und WLAN; laut Motor1 bleibt auch eine kabelgebundene USB-Verbindung möglich. Der hochauflösende Touchscreen ist sieben Zoll groß. Fahrzeuge mit serienmäßigem Multifunktionslenkrad lassen sich auch über die Lenkradtasten bedienen. Navigationshinweise und Musiktitel können im Kombiinstrument angezeigt werden – das System ist also nicht einfach ein Zubehörgerät, sondern in die Fahrzeugelektronik integriert.

Foto: Porsche Newsroom
Besonders spannend finde ich die Funktionen jenseits der Smartphone-Anbindung. Im Bordcomputer lassen sich Öltemperatur und Öldruck ablesen, außerdem zeigt das System anhand der Kartendaten geltende Tempolimits an. Bei Boxster und Cayman ergänzt eine grafische Abstandsanzeige die bislang rein akustischen Parksensoren. Hinzu kommen die Navigation „Scenic Roads“, die besonders schöne Strecken auswählt, eine 4G-Verbindung und Over-the-Air-Kartenupdates. Zu beachten ist jedoch: Welche Funktionen verfügbar sind, hängt vom Fahrzeugmodell, der Ausstattung und der Internetverbindung ab.
Seit dem Einbau des 1-DIN-PCCM in meinen 964
Mein eigenes originales Nachrüst-Navigationssystem habe ich 2021 einbauen lassen.
In unserem 964 C2 wurde damals ein 1-DIN-PCCM für luftgekühlte 911er installiert. Zu dieser Zeit war es in Japan noch nicht erhältlich, also importierte ich es aus den USA. Die Version ohne Kartenmaterial kostete 1.190 US-Dollar; inklusive Versand und Zoll lag der Preis bei etwa 150.000 Yen. Mehr dazu steht im Artikel PCCM für klassische Porsche nachgerüstet: Mit dem Navigationssystem Apple CarPlay im luftgekühlten Porsche nutzen. Noch heute erinnere ich mich daran, wie gut sich selbst die Haptik der Drehregler in den Innenraum des 964 einfügte.
Mit CarPlay fühlte sich der luftgekühlte 964 plötzlich wie ein modernes Auto an. Auch der Klang wurde hörbar besser und gewann in den Mitten an Fülle. Der 1-DIN-Bildschirm ist allerdings klein, sodass sich detaillierte Straßennamen an Kreuzungen nicht immer auf einen Blick erfassen lassen. Zudem fehlen dem Gerät japanische Schriftzeichen, und bei einer Bluetooth-Verbindung wurden Musiktitel teils falsch dargestellt. Daran gemessen ist der Sprung zur neuen Generation mit ihrem Sieben-Zoll-Display und der kabellosen Verbindung beträchtlich.
Meine Gedanken als Besitzer eines 987.2 Boxster Spyder
Unser 987 Boxster Spyder gehört genau zu den Fahrzeugen der Baureihe 987.2, für die das System vorgesehen ist.
Porsches Nachrüstlösungen haben sich nach und nach auf neuere Modellreihen ausgeweitet: vom 1-DIN-System für luftgekühlte Modelle über die 2-DIN-Version für 996 und 986 bis hin zu den aktuellen Fahrzeugen in unserer Garage. Für den Spyder zählen der kernige Klang des frei saugenden Sechszylinder-Boxermotors und das Gefühl, wie leichtfüßig das Auto einlenkt. Wegen eines veralteten Navis würde ich ihn nicht verkaufen. Aber allein der Wegfall des Griffs zum Smartphone und des Einsteckens eines Kabels dürfte den Start zu einer Ausfahrt noch unkomplizierter machen.
Auch Öltemperatur und Öldruck im Blick zu haben, ist für Besitzer, die ihr Auto lange fahren möchten, ein echter Vorteil. So lässt sich der Zustand eines Motors mit vielen Jahren auf dem Buckel anhand konkreter Werte überprüfen. Wenn ich mir vorstelle, mit offenem Verdeck den vom Navigationssystem über „Scenic Roads“ ausgewählten Strecken zu folgen, muss ich lächeln. Für mich bedeutet es viel, dass Porsche damit sagt: Dieses Auto ist noch immer voll im Einsatz.

Foto: Porsche Newsroom
Was Sie vor dem Kauf in Japan prüfen sollten
Offen ist vor allem, wie das System in Japan angeboten wird.
Derzeit sind weder der Preis noch die Einbaukosten oder der Einführungstermin in Japan bestätigt. Auch beim PCCM für den 964 hieß es zunächst, eine Markteinführung in Japan sei nicht geplant – später folgte dennoch eine Japan-Version. Vor dem Kauf sollte man beim Händler daher unbedingt prüfen, ob japanisches Kartenmaterial, eine japanische Menüführung und die in Japan üblichen FM-Frequenzen unterstützt werden. DAB ist Europa vorbehalten, HD Radio Nordamerika.
Das neue PCCM Plus ist für alle interessant, die ihr Fahrzeug aus den genannten Modelljahren auch künftig regelmäßig fahren möchten. Wer Wireless CarPlay nutzen und zugleich den originalen Innenraumeindruck bewahren will, findet darin eine vielversprechende Lösung. Wer hingegen den unveränderten Originalzustand schätzt, muss nicht unbedingt umrüsten. Für Porsche Fahrer ist es beruhigend zu sehen, dass der Hersteller auch für mehr als zehn Jahre alte Fahrzeuge weiterhin passende Teile entwickelt.
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