Porsche 911 GT3 R gewinnt das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2018!
公開日:2018.05.14
*Leider habe ich vergessen, ein Foto von Porsche zu machen. Das Titelbild zeigt daher den Mercedes-AMG GT3, den mein Mann fotografiert hat.
Was hat es mit dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf sich?
Am vergangenen Wochenende fand auf dem Nürburgring in Deutschland das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring statt. Das „Nür“ im heutigen Blogtitel steht für den Nürburgring. Das Langstreckenrennen wird jedes Jahr im Mai oder Juni dort ausgetragen. Dabei geht es darum, innerhalb von 24 Stunden eine möglichst lange Strecke zurückzulegen.
Die Fahrzeuge werden je nach Hubraum und Motorart in verschiedene Klassen eingeteilt. Diesmal waren sage und schreibe 156 Autos am Start.
Am Wochenende regnete es in der Kansai-Region – und in Deutschland schüttete es ebenfalls. (Ich bin offenbar eine echte Regenmacherin. Mein Mann meinte: „Vielleicht regnet es auch in Deutschland, weil Mina zuschaut.“ -_-) Im Rennverlauf sorgte dichter Nebel für eine Unterbrechung mit roter Flagge, und zahlreiche Fahrzeuge rutschten von der Strecke. Der Ausgang blieb also lange offen. Am Ende holte sich der Porsche 911 GT3 R den Gesamtsieg.
Aus Japan waren Subaru und Toyota (Lexus) dabei. Subaru gewann die Klasse SP3T.
Der Nürburgring gilt offenbar als heiliger Ort für Motorsportfans. Ich fragte mich, warum er einen solchen Stellenwert hat, und habe ein wenig recherchiert.
Eine Rennstrecke mit über 90 Jahren Geschichte
Der Nürburgring liegt in Nürburg in Rheinland-Pfalz, im Nordwesten Deutschlands. Er wurde 1927 eröffnet und blickt auf eine über 90-jährige Geschichte zurück. Doch wer bei einer Rennstrecke an Tribünen und einen Rundumblick über die gesamte Strecke denkt, liegt hier falsch: Der Nürburgring führt mitten durch den Wald.


Kaum zu glauben: Die Nordschleife ist rund 20 Kilometer lang.
Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring werden die Nordschleife und die 5,1 Kilometer lange Grand-Prix-Strecke miteinander verbunden. Zusammen ergibt das eine Streckenlänge von sage und schreibe 24 Kilometern.
Zum Vergleich: Eine Runde auf der Osaka Loop Line ist 21,7 Kilometer lang. Die Rennstrecke ist also noch länger als sie …!
Eine Strecke, die länger ist als der Kreis, den man mit Tennoji als Mittelpunkt um Osaka ziehen könnte … Da haben die Deutschen aber wirklich etwas Gewaltiges auf die Beine gestellt (;´д`).
Die Nordschleife wird auch „Grüne Hölle“ genannt und gilt als extrem anspruchsvolle Strecke. Dort hat es im Laufe der Jahre zahlreiche Todesfälle und Verletzte gegeben. Zehn Runden auf der Nordschleife sollen den Fahrer so stark beanspruchen wie 800 Kilometer auf öffentlichen Straßen. Eine derart extreme Rennstrecke könnte man heute wohl kaum noch neu bauen. Sie hat mehr als 170 Kurven und rund 300 Meter Höhenunterschied.
300 Meter – das ist genauso hoch wie Abeno Harukas in Osaka, das höchste Hochhaus Japans.(Dabei hatte ich mir Abeno Harukas irgendwie 600 Meter hoch vorgestellt.)
Quelle: TOYOTA GAZOO Racing: „Nürburgring-Basiswissen: Was ist eigentlich der Nürburgring?“
Eine Rennstrecke, auf der Autohersteller ihre Modelle testen
Weil der Nürburgring so anspruchsvoll ist, testen und entwickeln Porsche sowie Mercedes-Benz, BMW, Audi und andere Hersteller ihre Fahrzeuge hier.
Ein Auto, das auf dem Nürburgring eine Bestzeit fährt, kann damit den Anspruch untermauern, das schnellste Serienfahrzeug der Welt zu sein. Das stärkt auch das Image des Autos und seines Herstellers.
Auch unser Panamera Turbo fuhr 2016 eine schnelle Runde auf der Nordschleife und stellte mit einer unglaublichen Zeit von 7 Minuten und 38 Sekunden einen Rekord auf. Damit war er damals die schnellste Limousine der Welt. Selbst wenn man – nur mal angenommen – sämtliche Gleise der Osaka Loop Line mit Beton ausgießen und mich auffordern würde: „Es ist doch nur ein Kreis, ohne Höhenunterschiede und Kurven. Fahr mit dem Panamera Turbo einmal mit Vollgas herum!“ – ich glaube nicht, dass ich das in sieben Minuten schaffen würde … (lacht).
Im April des vergangenen Jahres fuhr auch der Porsche 911 GT3 RS mit 6 Minuten und 56,4 Sekunden eine unglaubliche Rundenzeit. Er war damit erst das dritte Porsche-Serienfahrzeug, das die Sieben-Minuten-Marke unterbot. Für Porsche-Fans ist es offenbar eine ziemlich spannende Nachricht, wie schnell ein neues Porsche-Modell auf dem Nürburgring unterwegs ist. Entsprechende Meldungen werden jedenfalls oft geteilt.
Nicht nur europäische, sondern auch japanische Autos
Nicht nur deutsche Hersteller, sondern auch Nissan mit dem Skyline GT-R und Honda mit dem NSX sollen bereits seit etwa 1990 Testfahrten auf dem Nürburgring durchführen. Subaru, das diesmal seine Klasse gewann, nimmt sogar jedes Jahr am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teil. Dort anzutreten und zu gewinnen, ist offenbar eine enorme Werbung für die Marke.
„Tatsächlich war der auf 400 Exemplare limitierte WRX STI S207, den STI entwickelt hat, schon am ersten Verkaufstag ausverkauft. Und das, obwohl ein japanisches Auto 6 Millionen Yen kostet. Der Nürburgring hat eben eine enorme Wirkung.“
Moment mal!
400 Autos für jeweils 6 Millionen Yen – und alle waren am ersten Tag ausverkauft … (;゚Д゚)))!
Wahnsinn, was für einen Einfluss der Nürburgring hat!
Quelle: Warum Subaru immer wieder beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring antritt
Wer „Nür“ sagt, kennt sich aus
Als Laie muss ich beim Wort „Nürburgring“ aufpassen, dass ich mir nicht die Zunge verknotet. Kenner kürzen den Namen offenbar einfach zu „Nür“ ab. Tatsächlich sagten sowohl die Kommentatoren als auch die Fahrer beim Rennen gestern immer nur „Nür“.
Je mehr ich über den Nürburgring erfahre, desto mehr würde ich am liebsten selbst einmal dort fahren.
Der Nürburgring ist eine mautpflichtige Strecke. Für etwa 25 Euro pro Runde kann man offenbar sogar einen Helm und die nötige Ausrüstung ausleihen. Wer einen Führerschein hat, darf fahren. Aber mit meinen Fahrkünsten könnte ich das echte Nürburgring-Erlebnis wohl kaum genießen. Für alle, denen es ähnlich geht, gibt es deshalb auch ein sogenanntes „Renntaxi“: Dabei erlebt man die Nordschleife vom Beifahrersitz eines erfahrenen Fahrers aus.
Und obwohl es „Taxi“ heißt, geht es dabei in einem BMW der M-Reihe oder einem Porsche Cayman über die Strecke. Das klingt wirklich spannend!
Ach, ich würde so gern noch einmal nach Deutschland reisen!
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