Porsche 911 Black Edition (991.1): Fahrbericht – Wie fährt sich die Kombination aus 20-Zoll-Turbo-Rädern und fehlendem PASM?

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Was ist die Black Edition des frühen 991.1?

Die Black Edition erschien als letztes Modell des Porsche 911 Carrera 991.1 der ersten Modellphase.
Als Sondermodell kurz vor dem Wechsel zum 991.2 war sie ein würdiger, beinahe denkmalhafter Abschluss dieser Modellgeneration.

Unter der Haube arbeitet ein 3,4-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit 350 PS und 390 Nm Drehmoment. Zur Wahl stehen ein Siebengang-Schaltgetriebe oder das Siebengang-PDK. Mit PDK beschleunigt der 911 in 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 289 km/h. Doch der Reiz dieser Black Edition geht weit über die technischen Daten hinaus.

991ブラックエディション

Exklusive Ausstattung mit besonderem Premium-Flair

Das auffälligste Merkmal der Black Edition sind die 20-Zoll-Turbo-Räder, die für das reguläre Carrera-Basismodell normalerweise nicht angeboten wurden. Diese Kombination war alles andere als selbstverständlich: Ein Basismodell auf Rädern aus der Turbo-Familie – eine ausgesprochen exklusive Ausstattung.

Bemerkenswert sind auch die optionalen LED-Scheinwerfer, die bei diesem Exemplar trotz der frühen Modellphase verbaut sind. Mit ihrer zweistufigen Lichtgrafik ähneln sie den Scheinwerfern des späteren Modells. Besitzer eines frühen 991.1, die diese Option gewählt haben, dürften entsprechend selten sein. Die durchgehend schwarze Optik unterstreicht den Namen Black Edition und sorgt für einen markanten, selbstbewussten Auftritt.

991ブラックエディションのLEDライト

Überraschend komfortabel: 20-Zoll-Räder ohne PASM

Bei großen 20-Zoll-Rädern ohne PASM (Porsche Active Suspension Management) befürchtet man häufig einen geringeren Fahrkomfort und ein unruhiges Abrollen. Beim Basis-718 Boxster etwa kann sich das Fahrwerk ohne PASM im Stadtverkehr im Vergleich zur PASM-Version recht holprig anfühlen.

Doch die Black Edition überrascht mit einem ganz anderen Fahrgefühl.

991ブラックエディションのターボホイール

Trotz der großen 20-Zoll-Räder wirkt das Auto angenehm geschmeidig und satt auf der Straße. Das Gewicht der Räder scheint sich hier sogar positiv auszuwirken. Im Vergleich zu einem roten frühen 991.1 Basismodell mit 19-Zoll-Rädern, den ich zuvor gefahren bin, wirkt die Black Edition fast noch gelassener. Ein seltenes Beispiel dafür, dass zusätzliches Gewicht nicht zum Nachteil wird, sondern sogar zum hochwertigen Fahrgefühl beiträgt.

Auch das Handling überzeugt. Die moderate Seitenneigung vermittelt sehr deutlich, wie die Reifen auf der Straße stehen und wie sich die Last verlagert. Für Fahranfänger mag PASM die bessere Wahl sein. Wer aber Freude daran hat, das Auto selbst zu kontrollieren und aktiv zu fahren, wird dieses Fahrwerk lieben. Auf kurvigen Landstraßen möchte man am liebsten immer weiterfahren.

Der besondere Reiz des 3,4-Liter-Motors

Der 3,4-Liter-Sechszylinder-Boxermotor der Black Edition ist auch im 981 Boxster S und GTS zu finden – im 911 zeigt er jedoch einen ganz eigenen Charakter. Beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen im Stadtverkehr kann er nicht mit dem kräftigen Drehmoment des 3,8-Liter-Motors im S mithalten. Auf kurvigen Bergstraßen spielt er dafür seine Stärken aus. Weil die Leistung beim Hochdrehen nicht sofort in übermäßiges Tempo mündet, lässt sich der Motor auch auf öffentlichen Straßen beherzt ausdrehen.

991ブラックエディションのメーターパネル

Besonders hervorzuheben ist der großartige Auspuffsound.

Die Sportabgasanlage ist zwar an Bord, klingt aber nicht so aufdringlich wie im GTS. Stattdessen begeistert der 3,4-Liter mit einem leichten, angenehmen Klang. Während der 3,8-Liter im S oder GTS sonor und kraftvoll klingt, wirkt der Sound hier kultivierter und feiner. Der Motor dreht mühelos bis in hohe Drehzahlen – ein Charakter, der beim Fahren ganz von selbst ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Die richtige Wahl für alle, die einen Porsche als Begleiter suchen

Mit der stetigen Leistungssteigerung moderner Porsche-Modelle ist auch ihre technische Perfektion immer stärker in den Vordergrund gerückt.

Ab dem 991.2 und erst recht in der 992-Generation ist die Leistung zwar weiter gestiegen. Gleichzeitig scheint jedoch das Gefühl, mit dem Auto im Dialog zu stehen und einen vertrauten Begleiter an seiner Seite zu haben, etwas in den Hintergrund zu treten.

991ブラックエディション

In dieser Hinsicht könnte der frühe 991.1 – insbesondere ein Basismodell wie diese Black Edition – als letzte Generation des besonders menschlichen Porsche gelten. Beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen im Stadtverkehr hat zwar das S-Modell die Nase vorn, auf kurvigen Straßen macht dafür der Basis-911 mehr Freude. Selbst bei hohen Drehzahlen wird er nicht sofort zu schnell; sein Charakter entfaltet sich besonders dann, wenn der Fahrer aktiv mitarbeitet. Genau das macht ihn zu einem echten Begleiter.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt werden frühe 991.1 Basismodelle derzeit für etwa acht bis neun Millionen Yen gehandelt. Für dieses Geld einen derart ausgereiften Sportwagen zu bekommen, könnte eine der letzten Gelegenheiten sein. Ein Sondermodell wie die Black Edition dürfte noch begehrter sein. Wer einen Porsche sucht, mit dem sich eine lange gemeinsame Zeit vorstellen lässt, findet im frühen 991.1 Basismodell zweifellos eine attraktive Option – ein spannendes Auto für alle, die sich mit dem Thema Porsche kaufen und Porsche-Besitz beschäftigen.

Hiro

Ich bin Minas Ehemann. Ich fahre Autos nicht als Mode oder Statussymbol. Mir gefallen Wagen, die Spaß machen, als Industrieprodukt überzeugen und in denen man die Absicht der Macher spürt. Lange Touren sind meine Leidenschaft, und ein Auto zählt erst, wenn man es fährt. An freien Tagen reise ich mit unseren Wagen durch Japan. Im Blog schreibe ich vor allem Fahrberichte und Tourenberichte und kümmere mich um die Technik der Seite und ums Tuning.

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