Porsche 911 GT3: Tour durch Hyōgo und Hachikita

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Tourenberichte

In den letzten Tagen der japanischen Obon-Ferien hatten wir zu Hause keine besonderen Pläne und ließen es ruhig angehen. Mein Mann war währenddessen immer wieder auf Tour. Von einer dieser Ausfahrten hat er einen Bericht geschrieben – viel Spaß beim Lesen!

GT3-Tour in den Obon-Ferien

Die Obon-Ferien neigten sich dem Ende zu, doch die Lust auf eine Tour ließ sich nicht länger unterdrücken. Für eine längere Fahrt reichte die Zeit nicht, also beschloss ich, eine Runde durch mein Heimrevier zu drehen: die Bergstraßen der Präfektur Hyōgo.

Eigentlich wollte ich gegen 6 Uhr morgens los, doch ich verschlief und startete erst um 8 Uhr. Auf Wunsch meiner Frau sollte ich diesmal Videomaterial mitbringen, also packte ich verschiedene Kameras und Zubehör ein. Die Liste zeigt, wie viel zusammenkam:

  • SONY α7Ⅲ (spiegellose Systemkamera)
  • SONY RX100M3 (Kompaktkamera)
  • SONY SEL24105G (Objektiv)
  • SONY SEL70300G (Objektiv)
  • DJI Mavic Pro (Drohne)
  • GoPro HERO7 BLACK (Action-Kamera)
  • GoPRo HERO4 Silver (Action-Kamera)

Dazu kamen natürlich noch mehrere Ersatzakkus, ein Kfz-Ladegerät, verschiedene Halterungen, ein Gorillapod, ein Selfie-Stick und allerlei mehr – eine ganze Menge Gepäck.

Alles wurde auf den Rücksitz des GT3 gepackt – den es eigentlich gar nicht gibt. Dann ging es zunächst auf der Maizuru-Wakasa-Autobahn Richtung Norden. Anschließend fuhr ich auf die Kita-Kinki-Toyooka-Autobahn und nahm schließlich die „Nationalstraße 427“, die für mich zu den schönsten Straßen der Präfektur zählt. Ziel war der Rastplatz Sugihara-gami-no-Sato Taka.

Diese Straße macht einfach richtig Spaß. Sie ist zwar nicht besonders lang, aber breit, wenig befahren und bietet ein abwechslungsreiches Auf und Ab. Eine meiner absoluten Lieblingsstrecken. Im GT3 schaltete ich vom zweiten über den dritten in den vierten Gang – und wieder zurück in den dritten und zweiten.

So ging es immer wieder den Pass hinauf und anschließend auf die Abfahrt.

Die Klappen der Sportabgasanlage des GT3 öffnen sich normalerweise bei etwa 4.000 U/min. Kürzlich habe ich jedoch entdeckt, dass sie sich auch schon bei rund 3.000 U/min öffnen und den herrlichen Klang freigeben, wenn man in einem höheren Gang kräftig aufs Gas tritt.

Als ich die Betriebsanleitung des GT3 noch einmal zur Hand nahm, las ich: „Durch Drücken der Taste für die Sportabgasanlage wird das Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich optimiert.“ Offenbar wird die Klappensteuerung also variabler geregelt, als ich gedacht hatte. Der Motor brüllte mit sonorem Bass: „Gwoooh!“ Gleichzeitig wurde mein Rücken fest in die Sitzlehne gedrückt.

Ein unbeschreibliches Gefühl.

Mit dem GT3 auf meinen Lieblingsstraßen

Nach einer Pause am Rastplatz kehrte ich um. Weiter südlich nehmen die Bebauung und der Verkehr zu – und der Fahrspaß ab. Deshalb drehe ich hier immer um. Zunächst ging es auf der „Nationalstraße 427“ zurück, dann weiter nach Norden auf die „Nationalstraße 9“.

Als einstellige Nationalstraße ist die „Nationalstraße 9“ recht stark befahren. Trotzdem lässt sie sich angenehm und zügig fahren.

Als Nächstes nahm ich Kurs auf die „Präfekturstraße 89“. Dort findet das Bergrennen Chronoscalate in Hachikita statt, bei dem die öffentliche Straße für das Rennen gesperrt wird. Diese Strecke wollte ich schon lange einmal selbst fahren.

Am Start ist der Straßenbelag zunächst nicht besonders gut, doch weiter oben wird die Strecke zu einer flüssig zu fahrenden Route. Sie ist zwar kurz, macht wegen des geringen Verkehrs aber viel Spaß. Am Ziel verschwinden die Bäume am Straßenrand, und die freie Aussicht sorgt für ein echtes Hochgefühl.

Anschließend fuhr ich auf der schönen „Präfekturstraße 6“ in Richtung Ōya. Dort liegt das Skigebiet Ōya, eines meiner Heimskigebiete, in das ich schon als Kind oft gefahren bin. Auf der „Präfekturstraße 6“ können einem zwar gelegentlich kleine Lastwagen den Weg versperren, doch sie gehört trotzdem zu den Straßen, die besonders viel Fahrspaß bieten. Von dort ging es über die „Präfekturstraße 48“ zum Hikihara-Staudamm (Otozui-See), wo ich am Ufer eine Pause einlegte.

Der GT3 spielt in einer eigenen Liga

Danach ging es nach Higashiyama im Ortsteil Haga der Stadt Shisō. Hier mache ich oft Fotos, und schon die Anfahrt führt über eine unglaublich schöne Straße. Sie zweigt an der Kreuzung Tanihashi von der „Nationalstraße 29“ ab. Ob es sich um eine Gemeindestraße handelt, weiß ich nicht genau – einen Namen scheint sie jedenfalls nicht zu haben. Dafür bietet sie eine breite Fahrbahn und eine mitreißende, kurvenreiche Bergauffahrt.

Oben auf dem Pass liegt das Higashiyama Onsen im Forest Station Haga, wo man essen, übernachten und campen kann. In Shisō gibt es viele schöne Straßen, aber diese gehört zu meinen absoluten Favoriten.

Seit ich meinen Führerschein habe, bin ich diese Strecke schon unzählige Male mit den unterschiedlichsten Autos gefahren. Doch der GT3 spielt in einer eigenen Liga. Mit sattem Biss zieht er in die Kurven. Wo die Grenze der Kurvengeschwindigkeit liegt, lässt sich auf öffentlichen Straßen natürlich nicht ausloten – doch jede Kurve nimmt der GT3 völlig souverän.

Dann nutzt er die enorme Traktion des Heckmotors und beschleunigt mit Nachdruck aus der Kurve heraus. Einfach großartig. Ganz ehrlich: Das ist etwas anderes als bei manchen Supersportwagen, deren Handling vor allem durch ein besonders direktes Ansprechen der Lenkung glänzt.

Wieder einmal wurde mir klar, dass Porsche seine Ingenieurskunst auf das Wesentliche konzentriert: die Fahrleistungen des Autos. Nachdem ich mit dem GT3 ausgiebig gefahren war und ordentlich geschwitzt hatte, machte ich mich auf den Heimweg. Damit war diese kleine Tour beendet.

Fahrzeit: 8:09
Strecke: 372,8 km
Durchschnittsverbrauch: 12,9 l/100 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 48 km/h

Trotzdem hätte ich noch viel weiterfahren können …

Hiro

Ich bin Minas Ehemann. Ich fahre Autos nicht als Mode oder Statussymbol. Mir gefallen Wagen, die Spaß machen, als Industrieprodukt überzeugen und in denen man die Absicht der Macher spürt. Lange Touren sind meine Leidenschaft, und ein Auto zählt erst, wenn man es fährt. An freien Tagen reise ich mit unseren Wagen durch Japan. Im Blog schreibe ich vor allem Fahrberichte und Tourenberichte und kümmere mich um die Technik der Seite und ums Tuning.

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