Hä? Vielleicht mag ich den MINI Cooper sogar lieber als den Golf 7? Nach der Probefahrt wollte ich ihn unbedingt haben
Veröffentlicht: 2021.07.26
Mein erster Eindruck vom BMW MINI Cooper D
Neulich haben wir über die Probefahrt meines Mannes mit dem BMW MINI Cooper D, den seine jüngere Schwester gekauft hat berichtet. Vor Kurzem durfte auch ich den Wagen fahren – sowohl durch die Stadt als auch über den Royu Driveway. Hier sind meine Eindrücke, kurz und ehrlich zusammengefasst. Mein Mann hatte mir vorab erzählt, der MINI sei ein rundum gelungenes Auto, leicht zu fahren und insgesamt sehr überzeugend. Entsprechend gespannt war ich auf meine eigene Probefahrt.

Im April habe ich mir übrigens ein Auto mit Schaltgetriebe gekauft – wegen des Mangels an Halbleiterbauteilen stehen Produktionszeitpunkt und Auslieferung allerdings noch nicht fest. Zunächst hatte ich auch den MINI Countryman in die engere Wahl gezogen. Als Fünftürer ist er ein ausgewachsenes Auto, bequem beim Ein- und Aussteigen und praktisch beim Verstauen von Gepäck. Dazu haben die Kinder auf der Rückbank ausreichend Platz, und das Design ist einfach niedlich. Ein wirklich attraktives Gesamtpaket.
Als ich mich dann auf Gebrauchtwagenportalen nach einem Countryman mit Schaltgetriebe umsah, fand ich allerdings kein Exemplar in meiner Wunschfarbe und in gutem Zustand. Also musste ich die Idee wieder verwerfen.
Zurück zum MINI Cooper: Als Erstes gefiel mir, wie schwer und solide sich die Türen anfühlten. Schon beim Schließen hatte ich das Gefühl, im Innenraum gut geschützt zu sein. Diese Geborgenheit machte gleich einen sehr positiven Eindruck auf mich.
Besonders überrascht hat mich beim Losfahren das Fahrwerk. Vom Erscheinungsbild her hatte ich den MINI Cooper für ein wendiges, leichtfüßiges Auto gehalten – tatsächlich fühlte er sich ganz anders an. Hinter der niedlichen Optik steckt ein erstaunlich robustes und sattes Fahrwerk mit viel Grip und einem sehr sicheren Kontakt zur Straße. Auch mein Mann meinte:
Das Fahrwerk ist echt klasse, oder? Der kostet neu zwar über vier Millionen Yen, aber dafür bekommt man auch etwas – eigentlich fühlt sich die Qualität sogar besser an, als der Preis erwarten lässt. Selbst in der gleichen Preisklasse gibt es nur wenige Autos mit einem so soliden Fahrwerk. Vor allem bei japanischen Autos findet man so etwas selten. Die Abstimmung ist angenehm straff, und das Vertrauen sowie das Gefühl für den Kontakt der Reifen zur Straße sind beeindruckend.
An anderer Stelle durfte ich bereits den Mazda Roadster (ND) Probe fahren und dachte damals: „Was für ein sorgfältig konstruiertes Auto!“ Beim MINI könnte man sagen, dass das Fahrwerk des Roadsters noch einmal deutlich solider und straffer abgestimmt ist.
Früher stand bei uns ein Volkswagen Golf 7 in der Garage. Sein Fahrwerk fanden mein Mann und ich großartig und lobten es bei jeder Fahrt. Für mich fühlte sich der MINI jedoch noch satter an als der Golf 7 von damals: Das Fahrwerk vermittelte mehr Grip und gab mir das Gefühl, dem Auto voll vertrauen zu können.
Ich mag straffere Fahrwerke, bei denen sich der Kontakt zur Straße deutlich spüren lässt, lieber als weich abgestimmte. Der MINI Cooper traf damit genau meinen Geschmack. Während der ganzen Fahrt schwärmte ich immer wieder: „Der ist so gut! Den will ich haben! Einfach großartig!“
Der MINI Cooper überzeugt auf ganzer Linie
An einer roten Ampel nahm ich mir die Zeit, den Innenraum genauer anzusehen. Die Materialien und die Verarbeitung wirkten sehr hochwertig. Bei diesem Exemplar waren offenbar kaum Extras verbaut – wenn der Innenraum schon in der Grundausstattung so viel hermacht, reicht mir das vollkommen.

Als Nächstes ging es über den Royu Driveway. Dort fiel mir besonders auf, wie gut die Lenkung zu meinen Bewegungen passte und wie leicht sich sowohl Gas- als auch Bremspedal dosieren ließen. Der MINI bog genau so weit ab, wie ich das Lenkrad einschlug – ohne dass ich nachkorrigieren musste. Das fühlte sich geschmeidig und direkt an. Auch die Bremse ließ sich hervorragend einschätzen: Ich wusste sofort, wie kräftig ich treten musste, und sie packte dann entschlossen zu.
„Mit dem macht es bestimmt richtig Spaß, Kurve um Kurve zu fahren. Das fühlt sich fantastisch an!“
Irgendwann merkte ich, dass ich mit einem breiten Grinsen am Steuer saß.

Ob in der Stadt oder auf einer Strecke wie dem Royu Driveway – der MINI Cooper ließ sich leicht und mit viel Freude fahren. Als ich zwischendurch etwas stärker aufs Gas trat, fehlte mir allerdings ein wenig die Beschleunigung.
Das liegt aber nur daran, dass ich den MINI mit der Beschleunigung eines Porsche vergleiche. Für das Einfädeln auf die Autobahn und für die üblichen Überhol- und Beschleunigungsmanöver reicht die Leistung meiner Meinung nach völlig aus. Und komfortabel genug für längere Strecken ist der MINI allemal.
Persönlich denke ich außerdem, dass mir beim MINI Cooper mit normalem Benzinmotor der Klang des Motors noch besser gefallen würde.
Momentan warte ich noch auf mein eigenes Auto mit Schaltgetriebe – oder genauer gesagt darauf, überhaupt zu erfahren, wann es produziert wird. Nach dieser Fahrt fragte ich mich ehrlich: „Wird sich das Fahrwerk meines eigenen Autos im Vergleich zum MINI vielleicht etwas unsicher anfühlen? Hoffentlich nicht …“ So beeindruckend fand ich den MINI Cooper.
Vielen Dank, dass ich ihn fahren durfte!
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