Porsche erklärt im Stil eines Comedy-Duos

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Wissenswertes über Porsche

Mein Mann arbeitet im IT-Bereich. In der Tech-Szene sind in letzter Zeit offenbar Beiträge beliebt, die technische Themen in Form eines Comedy-Dialogs à la Milk Boy erklären. Davon inspiriert hat mein Mann einen Artikel über Porsche in diesem Stil geschrieben. (Wie beim Original: natürlich eine persönliche Meinung.)

Milk Boy ist ein japanisches Comedy-Duo, das im vergangenen Jahr mit seinem Cornflakes-Sketch beim Wettbewerb M-1 die höchste Punktzahl in der Geschichte des Wettbewerbs erzielte und schließlich verdient gewann.

Beim Lesen musste ich immer wieder lachen. Wenn ihr mögt, stellt euch einfach die beiden von Milk Boy vor und lest weiter. Viel Spaß! w

Porsche

„Meine Mutter hat sich neulich einen Sportwagen gekauft, aber den Namen vergessen.“
„Sie hat den Namen ihres neuen Autos vergessen? Was ist denn mit ihr los? Na, dann helfe ich dir mal, den Sportwagen deiner Mutter zu erraten. Was hat sie denn über ihn erzählt?“

„Sie sagt, er hat unglaublich viel Leistung, ein tolles Handling, eignet sich aber auch für den Alltag und fährt sich komfortabel.“
„Dann muss es ein Porsche sein! Bei den Merkmalen kann man eigentlich nur auf Porsche kommen. Der Porsche ist der Inbegriff des Sportwagens. Er ist extrem schnell und trotzdem alltagstauglich. Das Konzept ist doch, am Wochenende auf die Rennstrecke zu fahren und am Montag ganz normal zur Arbeit oder auf Spritztour zu gehen. Also: Das muss ein Porsche sein!“

„Das dachte ich auch. Aber meine Mutter meint, dass die Leute in der Stadt ständig Fotos von dem Auto machen.“
„Dann ist es wohl doch kein Porsche. Porsche werden in der Stadt nicht ständig fotografiert. Sie sind nicht besonders auffällig und haben ein Design, das sich seit Jahren treu bleibt. Man erkennt einen Porsche sofort. Außerdem ist die Karosserie kompakt, und der Wagen hat nicht diesen auffälligen Supersportwagen-Auftritt. Auch die Leute, die darin sitzen, sind eher unauffällig. Eine junge Frau auf dem Beifahrersitz? Sieht man so gut wie nie. Meistens sitzen zwei ältere Herren drin. Nein, das klingt nicht nach Porsche. Was hat deine Mutter noch erzählt?“

„Es soll unglaublich viele Modellvarianten geben.“
„Dann ist es ein Porsche! Beim Porsche 911 gibt es zum Beispiel jede Menge Varianten. Das Basismodell, die S-Modelle und den GTS – dazu Hinterrad- oder Allradantrieb, Cabriolet und Targa sowie die GT3- und Turbo-Modelle. Da kann man sich beim Porsche kaufen ganz schön schwertun, sich zu entscheiden.“

„Ich dachte auch, es wäre ein Porsche. Aber meine Mutter sagt, bei der Bestellung könne man kaum Extras auswählen.“
„Dann ist es wohl doch kein Porsche. Bei Porsche ist die Liste der Sonderausstattungen riesig. Und günstig ist davon auch nichts! Wer nur auf den Fahrzeugpreis schaut und glaubt, dafür den Wagen zu bekommen, erlebt beim Händler eine Überraschung. Selbst elektrisch anklappbare Außenspiegel kosten als Extra rund 50.000 Yen. Sogar Ausstattungen, die heutzutage in manchem Kleinwagen serienmäßig sind, muss man einzeln auswählen. Wenn es nur wenige Extras gibt, kann es also kein Porsche sein. Hat sie sonst noch etwas gesagt?“

„Die Bremsen sollen unglaublich gut sein.“
„Dann ist es ganz sicher ein Porsche! Die Porsche-Bremsen gelten als die besten der Welt. Sie packen nicht nur kräftig zu, sondern lassen sich vor allem hervorragend dosieren. Selbst aus mehr als 200 km/h kann man punktgenau anhalten. Und auch nach wiederholten Vollbremsungen lässt die Bremsleistung nicht nach. Porsche testet seine Autos, indem sie mehr als 20-mal hintereinander von 90 auf 230 km/h beschleunigen und anschließend stark abbremsen – mit gleichbleibender Bremsleistung. Das muss ein Porsche sein.“

„Ich dachte auch, es wäre ein Porsche. Aber meine Mutter sagt, die Bremsen quietschen kaum.“
„Dann ist es wohl doch kein Porsche. Porsche-Bremsen dürfen ruhig quietschen! Porsche erklärt sogar in einem offiziellen Video, dass Bremsgeräusche keinen Defekt bedeuten. Bei der Keramikbremsanlage PCCB steht sogar in der Betriebsanleitung, dass Geräusche auftreten können. Bremsen, die überhaupt nicht quietschen? Das klingt nicht nach Porsche.“

„Und wenn man an einem kalten Wintertag aus der Garage fährt und das Lenkrad einschlägt, soll es knacken und knirschen.“
„Dann ist es ganz sicher ein Porsche! Porsche verwendet eine sogenannte Parallel-Lenkgeometrie. Die Abstimmung ist ähnlich wie bei einem Rennwagen: Die Räder links und rechts schlagen nicht unterschiedlich stark ein. Nur so lässt sich das Auto bei mittleren und hohen Geschwindigkeiten sauber durch Kurven führen. An kalten Wintertagen können die verhärteten Reifenblöcke beim Rangieren über den unterschiedlichen Kurvenradius der Räder rutschen und dabei knirschende Geräusche verursachen. Das ist ganz bestimmt ein Porsche.“

„Ich dachte auch, es wäre ein Porsche. Aber meine Mutter sagt, die Lenkung sei unglaublich direkt.“
„Dann ist es ganz sicher kein Porsche. Porsche macht die Lenkung nicht künstlich übertrieben direkt. Klar, direkter als bei einem gewöhnlichen Auto ist sie schon. Aber Porsche baut keine Spielerei ein, die das Einlenken nur deshalb supersportlich wirken lässt. Viel wichtiger ist eine natürliche Lenkung, die sich für den Fahrer intuitiv und stimmig anfühlt. Deshalb fährt sich ein Porsche so angenehm, ohne dass etwas künstlich oder ungewohnt wirkt. Hat deine Mutter noch etwas erzählt?“

„Der Motor soll sehr vibrationsarm sein und unglaublich geschmeidig hochdrehen.“
„Dann muss es ein Porsche sein! Der Sechszylinder-Boxermotor im 911 hat einen tiefen Schwerpunkt und ist perfekt ausbalanciert. Deshalb läuft er vibrationsarm und dreht geschmeidig bis in hohe Drehzahlbereiche – und klingt dabei fantastisch. Der Motor im GT3 dreht sogar bis 9.000/min. Das ist schon beeindruckend. Und anders als bei manch anderem Supersportwagen stimmt beim Porsche das Verhältnis zwischen Auspuff- und mechanischem Motorgeräusch. Für Technikfans ist der Porsche-Motor einfach großartig.“

„Außerdem soll das gute Handling dazu führen, dass man beim Fahren gar nicht mehr richtig aufpasst.“
„Dann ist es wohl doch kein Porsche. Echte Porsche-Fahrer konzentrieren sich immer voll aufs Fahren. Beim 911 sitzt der schwere Motor hinten. Nimmt man vor einer Kurve kurz den Fuß vom Gas oder bremst leicht an, verteilt sich die Last zwischen Vorder- und Hinterachse genau richtig – und der Wagen zieht herrlich durch die Kurve. Ein Porsche ist ein Auto, das schon dort ist, wo du hinwillst, sobald du daran denkst, dich in eine Lücke einzufädeln. So ein Auto ist das. Wer nur nebenbei fahren will, braucht keinen Porsche.“

„Ach ja, sie hat auch gesagt, dass sie auf langen Strecken überhaupt nicht müde wird.“
„Dann ist es ganz klar ein Porsche! Das Porsche-Fahrerlebnis macht so viel Spaß, dass man immer weiterfahren möchte. Mit einem Supersportwagen ist das nicht unbedingt so. Natürlich gibt es Autos, die einfach nur schneller sind als ein Porsche. Aber wenn es um die gelungene Balance aus Fahrspaß und Komfort geht, ist Porsche ganz vorn dabei.“

„Ich dachte auch, es wäre ein Porsche. Aber meine Mutter sagt, es passt kaum Gepäck hinein.“
„Dann ist es wohl doch kein Porsche … Ein Porsche bietet nämlich durchaus Platz für Gepäck. Der vordere Kofferraum eines 911 ist groß genug für einen Koffer, und auch auf den Rücksitzen lässt sich einiges verstauen. Cayman und Boxster haben zusätzlich einen Kofferraum im Heck – da kommt man auch auf Reisen gut zurecht. Also ist es ganz sicher kein Porsche. Und was hat dein Vater dazu gesagt?“

„Mein Vater meint, es könnte ein Kei-Truck sein.“
„Das ist es ganz bestimmt nicht! Na gut, Schluss jetzt!“


Und damit: Applaus, bitte! (lacht) Vielen Dank fürs Lesen. Wenn euch noch andere witzige Ideen einfallen, freue ich mich über eure Kommentare.

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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