Porsche Boxster und Cayman (Typ 981) gebraucht kaufen: Der Käuferleitfaden
Veröffentlicht: 2020.09.15
Der Mann einer Besitzerin eines Boxster 981 hat diesen Artikel für unseren Blog geschrieben. Wenn Sie über einen Kauf nachdenken, lesen Sie gern weiter.
Neuer 718 oder gebrauchter 981?
Viele überlegen, ob sie einen neuen 718 Boxster oder Cayman kaufen oder sich für den Vorgänger, den Boxster oder Cayman des Typs 981, entscheiden sollen.
In diesem Käuferleitfaden stelle ich die wichtigsten Informationen zum gebrauchten Boxster und Cayman 981 aus meiner Sicht als Boxster-981-Fahrer zusammen. Außerdem gebe ich Tipps und Hinweise, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Porsche Boxster und Cayman (Typ 981)
Der Typ 981 kam 2012 auf den Markt. In Japan stammen die meisten angebotenen Fahrzeuge aus dem Modelljahr 2013 oder später. Zur Wahl stehen Links- und Rechtslenker sowie das PDK-Doppelkupplungsgetriebe oder ein Schaltgetriebe. Allerdings sind Schaltwagen deutlich seltener: Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels waren bei Carsensor nur 16 von insgesamt 69 angebotenen Boxstern mit Schaltgetriebe ausgestattet. Wer gezielt danach sucht, sollte deshalb bei einem guten Exemplar möglicherweise schnell zugreifen.

Bei Boxster und Cayman gibt es jeweils das Basismodell und die S-Version – insgesamt also zwei Leistungsstufen. Der wichtigste Unterschied liegt beim Motor: Das Basismodell hat 2.706 cm³ Hubraum, das S-Modell 3.436 cm³.
Die Motordaten im Überblick:
| Modell | Maximale Leistung | Maximales Drehmoment | Neupreis (letztes Modelljahr mit PDK) |
|---|---|---|---|
| Boxster | 265 PS bei 6.700 U/min | 280 Nm bei 4.500–6.500 U/min | 6.870.000 Yen |
| Boxster S | 315 PS bei 6.700 U/min | 360 Nm bei 4.500–5.800 U/min | 8.430.000 Yen |
| Cayman | 275 PS bei 7.400 U/min | 290 Nm bei 4.500–6.500 U/min | 6.780.000 Yen |
| Cayman S | 325 PS bei 7.400 U/min | 370 Nm bei 4.500–5.800 U/min | 8.440.000 Yen |
Wie die Tabelle zeigt, leistet der Cayman geringfügig mehr als der Boxster. Das lag laut verbreiteter Auffassung an der damaligen Porsche-Modellhierarchie, in der der Cayman über dem Boxster positioniert war. Beim 718 sind die Leistungswerte beider Modelle gleich.
Cayman oder Boxster: Wo liegen die Unterschiede?
Der offensichtlichste Unterschied zwischen den beiden Modellen ist die Karosserie: Der Boxster ist ein Cabriolet, der Cayman ein Coupé. Die Torsionssteifigkeit des 981 wird für den Cayman mit 40.000 Nm/Grad und für den Boxster mit 17.000 Nm/Grad angegeben. Bei der Karosseriesteifigkeit hat also der Cayman die Nase vorn.

Porsche Cayman GT4
Wer auch Ausflüge auf die Rennstrecke plant, ist mit dem Cayman vermutlich besser bedient. Für den überwiegenden Einsatz auf öffentlichen Straßen reicht der Boxster jedoch völlig aus. Und als Boxster-Fahrer kann ich versichern: Von einer mangelnden Steifigkeit der Karosserie habe ich nichts gespürt. Im Gegenteil – der Boxster fühlt sich solider an als jedes vergleichbare Modell eines anderen Herstellers, das ich bisher gefahren bin.
Außerdem ist das besondere Gefühl, das man mit geöffnetem Verdeck erlebt, ein Genuss, den nur ein Cabriolet bieten kann. Sobald das Dach offen ist, macht sogar der Stau mehr Spaß – genau darin liegt der Reiz des Offenfahrens.
GTS, Spyder und GT4
2014 kam mit dem GTS eine noch stärkere Version des S-Modells auf den Markt. 2015 folgten die Topmodelle: der Boxster Spyder und der Cayman GT4.
| Modell | Maximale Leistung | Maximales Drehmoment | Neupreis (letztes Modelljahr mit PDK) |
|---|---|---|---|
| Boxster GTS | 330 PS bei 6.700 U/min | 370 Nm bei 4.500–5.800 U/min | 9.660.000 Yen |
| Boxster Spyder | 375 PS bei 6.700 U/min | 420 Nm bei 4.750–6.000 U/min | 10.120.000 Yen (nur Schaltgetriebe) |
| Cayman GTS | 340 PS bei 7.400 U/min | 380 Nm bei 4.750–5.800 U/min | 9.790.000 Yen |
| Cayman GT4 | 385 PS bei 7.400 U/min | 420 Nm bei 4.750–6.000 U/min | 10.640.000 Yen (nur Schaltgetriebe) |
Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen des GTS zählen eigenständige Aerodynamikkomponenten an Front und Heck, das Sport-Chrono-Paket, die Sportabgasanlage, das um 10 mm tiefergelegte PASM-Fahrwerk, ein Interieur mit Alcantara und Leder, 20-Zoll-Carrera-S-Räder sowie Sportsitze. All das gehört zur Serienausstattung.

Der GT4 wurde mit Blick auf den Rennstreckeneinsatz entwickelt – und zwar von Porsches GT-Team. Zu seinen Merkmalen gehören eine groß dimensionierte Bremsanlage aus dem 911 GT3, ein um 30 mm tiefergelegtes Fahrwerk, zusätzliche Luftauslässe vor der Motorhaube und ein Heckflügel.

Der Spyder ist technisch eng mit dem GT4 verwandt, aber konsequent auf den Straßeneinsatz ausgelegt. Er besitzt ein komplett neu entwickeltes Sportfahrwerk; ein PASM-Fahrwerk war nicht erhältlich. Anders als beim regulären Boxster ist das Verdeck manuell zu bedienen und besonders leicht. Zusammengefaltet verschwindet es im kuppelförmigen Verdeckkasten hinter den Sitzen.

Sondermodell gegen Ende der Baureihe: die Black Edition
Die Black Edition kam 2015, in der zweiten Hälfte des Modellzyklus, als Sondermodell des Typs 981 auf den Markt. Sie basiert auf dem 2,7-Liter-Basismodell und setzt innen wie außen auf schwarze Akzente.
Das Sondermodell war sowohl für den Cayman als auch für den Boxster erhältlich. Zur Serienausstattung gehörten unter anderem automatisch abblendende Außenspiegel, Regensensor, Tempomat, Parkassistent vorn und hinten, ein Sport-Design-Lenkrad, 20-Zoll-Carrera-Classic-Räder, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit PDLS (Porsche Dynamic Light System), eine 2-Zonen-Klimaautomatik und Sitzheizung.

Weil das Basismodell hier bereits serienmäßig mit zahlreichen Komfortoptionen ausgestattet ist, bietet die Black Edition ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch ihr Wiederverkaufswert liegt tendenziell etwas höher. Wenn Sie ein gepflegtes Exemplar finden, ist sie daher eine empfehlenswerte Variante.
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