Der Mercedes-Benz SL 500 (R129), den mein Mann gekauft hat: Fahrkomfort, Motor und Fahrverhalten im Test

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Tests & Fahrberichte

Mein Schwager wollte einen Panamera kaufen …

Vor Kurzem hatte ich darüber gebloggt, dass mein Schwager eines Tages vielleicht mit einem Panamera Sport Turismo nach Hause kommen würde. Am Ende sieht es aber so aus, als würde er doch keinen Panamera Sport Turismo kaufen. Schade … (-_-)

→ Inzwischen hat mein Schwager sich doch einen Panamera Turbo Sport Turismo gekauft.
Die vier Unterschiede zwischen Panamera und Panamera Sport Turismo – Vergleichsfahrbericht, Teil 2

Neulich sah sich mein Mann beim Besuch eines Porsche-Zentrums wegen seiner Kfz-Versicherung einen Panamera Sport Turismo an. Offenbar muss man über die Mittelkonsole im Fond steigen, um Platz zu nehmen. Sein Urteil: „Das ist kein Fünfsitzer, sondern eher ein 4,5-Sitzer.“

Stimmt schon: Wer mit fünf Personen bequem in einem Porsche unterwegs sein möchte, ist mit Cayenne oder Macan vermutlich besser bedient. Im Panamera wären vier komfortable Sitzplätze wohl die passendere Lösung.

Ein Mercedes-Benz SL 500 (R129) zieht bei uns ein

Neulich hat mein Mann einen Mercedes-Benz SL 500 gekauft. Der Wagen ist Baujahr 1997 und versprüht echtes Klassiker-Flair. Ein Hubraum von 5.000 cm³ war damals offenbar in vielerlei Hinsicht eine Ansage. Hier die Eindrücke meines Mannes:

1) Fahrkomfort

Anders als im Porsche muss man beim Fahren nicht gleich in den Angriffsmodus schalten. Der SL lädt dazu ein, jederzeit entspannt unterwegs zu sein. Auf langen, scheinbar endlosen Straßen macht das richtig Freude. Der Porsche fährt sich ebenfalls großartig – doch im SL steht der pure Genuss noch stärker im Vordergrund.

2) Lenkverhalten

Rund um die Mittellage hat die Lenkung recht viel Spiel. Ab einem gewissen Lenkeinschlag spricht sie jedoch gut an. In gewöhnlichen Kurven muss man nicht weiter einlenken: Der SL folgt sauber seiner Linie und fährt sich angenehm wie auf Schienen.

3) Motor

Der Motor liefert in jedem Geschwindigkeitsbereich mehr als genug Leistung für den Alltag. Die Freude am Hochdrehen bleibt im Vergleich zum Porsche allerdings auf der Strecke. Und obwohl der 5,0-Liter-V8 vorne sitzt, fühlt sich der SL beim Einlenken nicht träge an.

4) Fahrstabilität bei hohem Tempo

Bei hohem Tempo liegt der SL sehr stabil auf der Straße.

5) Bremsen

Die Bremsen wirken eher weich. Im Vergleich zum Porsche fühlt sich das ein bisschen beängstigend an.

6) Fahrgefühl

Das Fahrgefühl im Porsche ist wie eine Portion Hakata-Ramen von Ippudo mit extra bissfesten Nudeln. Der SL dagegen erinnert an köstliche, angenehm bissfeste Sanuki-Udon.

7) Automatikgetriebe

Das Automatikgetriebe schaltet sanft und macht auch im Stadtverkehr mit häufigem Anfahren und Anhalten eine gute Figur. Vielleicht lässt sich der SL sogar leichter fahren als ein Porsche mit PDK. Mein Mann möchte den Wagen nach und nach restaurieren und wieder näher an den Neuzustand bringen. Bis es so weit ist, könnte sich sein Eindruck noch verändern.

So lautet sein Fazit. Der Verbrauch liegt übrigens wohl bei etwa 5 bis 6 km/l.

Der SL ist ein Zweisitzer. Solange ich die Kinder nicht in der Kita untergebracht habe, kann ich also nicht mitfahren – selbst ans Steuer werde ich mich wohl erst später setzen. Aber sobald es wärmer wird, möchte ich unbedingt einmal mit geöffnetem Verdeck losfahren! (Das Verdeck wird übrigens von Hand geöffnet und dafür braucht man zwei Personen – haha.)

Das waren die Eindrücke meines Mannes zu seinem Mercedes-Benz SL 500.

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