Porsche 911 GTS (991.2) im Test: Der Alltagscheck aus Sicht der Ehefrau

車, 道路, 木, フェンス, 屋外, 駐車場, PORSCHE, 911, 991
Tests & Fahrberichte

Porsche 911 Carrera GTS

Neulich durfte mein Mann von einem Bekannten einen Porsche 911 Carrera GTS ausleihen. So konnte ich den Wagen eine Weile fahren – und heute möchte ich meine Eindrücke mit euch teilen.

Ich bin wirklich dankbar, dass ich im Alltag so unterschiedliche Porsche fahren darf. Das ist eine seltene und wertvolle Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. An dieser Stelle möchte ich den Bekannten meines Mannes herzlich danken (auch wenn sie den Blog vermutlich gar nicht lesen werden, haha).

Auch diesmal schreibe ich aus der Sicht einer Ehefrau, die den Wagen im Alltag nutzt. Im zweiten Teil berichtet dann mein Mann aus der Perspektive eines Porsche-Fahrers und Autoliebhabers.

Der Porsche 911 Carrera GTS, den wir diesmal ausgeliehen hatten, war ein Modell der Baureihe 991.2. Seine Lackierung in GT-silbermetallic war ein echter Hingucker. Zwar war er nicht besonders umfangreich ausgestattet, doch neben dem GT-Sportlenkrad mit Lenkradheizung hatte er unter anderem das Interieur-Paket Laserlicht. Als GTS verfügte er bereits ab Werk über Sport Chrono, Sportabgasanlage und PASM.

Porsche 911 Carrera GTS im Test

Fahrkomfort

Am ersten Tag empfand ich den Fahrkomfort des Porsche 911 Carrera GTS als nicht besonders gut. So unnachgiebig wie ein GT3 war er zwar nicht, doch die Karosseriebewegungen in Querrichtung waren deutlich spürbar. Da ich zu dieser Zeit schwanger war, wurde mein Bauch bei jeder Fahrt über eine unebene Straße ordentlich durchgeschüttelt. Dabei spannte ich jedes Mal unwillkürlich den Bauch an, und nach etwa 30 Minuten wurde mir schlecht … Als ich zu Hause ankam, sagte ich:

Oh nein, das geht schwanger wirklich nicht – das ist viel zu anstrengend (-_-)

Mein Mann meinte daraufhin:

Vielleicht bist du einfach zu langsam gefahren, weil du so vorsichtig warst, haha. Wenn du erst mal etwas schneller unterwegs bist, ist der Fahrkomfort ziemlich gut.

Tatsächlich waren wir an diesem Tag auch ein Stück auf einer Bergstraße unterwegs. Dort fanden gerade Bauarbeiten statt, und die Fahrbahn war in schlechtem Zustand. Außerdem fuhr ich sehr langsam. Vielleicht lag es also auch daran … Das dachte ich mir und probierte es am nächsten Tag noch einmal.

Mit dem GTS fuhr ich zum Supermarkt in der Nähe und war dabei mit einem normalen, angemessenen Tempo unterwegs. Und tatsächlich: Die seitlichen Bewegungen, die mir am Vortag aufgefallen waren, spürte ich kaum noch. Stattdessen vermittelte mir die steife Karosserie ein deutliches Gefühl von Sicherheit.

Am ersten Tag war ich wohl ziemlich nervös und angespannt gewesen – schließlich durfte ich einen 911 GTS fahren!

Trotzdem fährt sich unser Porsche 981 Boxster GTS (mit 40.000 Kilometern auf dem Tacho) komfortabler und geschmeidiger. Für Fahrten in der Stadt ist mir persönlich der Boxster lieber, weil er sich angenehmer fahren lässt.

Allerdings könnte der 911 GTS mit etwa 20.000 Kilometern auf dem Tacho (beim Ausleihen waren es 7.000 Kilometer) vielleicht ebenfalls noch geschmeidiger werden.

Motorsound

Der Motor ist ziemlich laut. Schon beim Starten klingt der 911 GTS ähnlich eindrucksvoll wie unser Boxster GTS oder der Panamera Turbo. Auch der Klang selbst gefiel mir: schön kernig und typisch für einen Turbomotor.

An diesem milden Frühlingstag war es so angenehm, dass ich während der Fahrt die Fenster offen ließ. Vielleicht fiel mir deshalb das laute Motorgeräusch im Leerlauf an Ampeln besonders auf. Es klang für mein Empfinden lauter als beim Boxster. Im Stadtverkehr dachte ich deshalb: „Bei jedem Halt an der Ampel mit so einem Leerlaufgeräusch – da muss man schon ein bisschen Rücksicht nehmen.“

Ich probierte in der Stadt auch die Modi Sport und Sport Plus aus. Da ich nicht besonders schnell fuhr, schaltete das Getriebe plötzlich herunter, die Drehzahl stieg und der Motor wurde deutlich lauter und höher im Klang. Ein Fußgänger, der gerade an mir vorbeiging, drehte sich sogar nach mir um.

Natürlich erschrak auch ich und murmelte spontan: „E-entschuldigung …“

Auf der Bergstraße probierte ich den Sport-Plus-Modus noch einmal aus. Dort stieg die Drehzahl passend an, der Motorsound wurde wunderbar lebendig, und die Fahrt machte richtig Spaß. Da dachte ich erneut: Ein GTS gehört einfach auf solche Straßen!

Anders betrachtet, lässt sich der 911 GTS in der Stadt ganz normal im Normalmodus fahren, während man auf Berg- und Passstraßen den Motor so richtig aufdrehen und den GTS-Charakter genießen kann. Dass ein einziges Modell beides bietet, finde ich wirklich großartig.

Allerdings lässt sich die Leistung des Porsche 911 Carrera GTS auf öffentlichen Straßen wohl kaum vollständig auskosten. Um seine Qualitäten wirklich kennenzulernen, müsste man ihn auch einmal auf die Rennstrecke bringen.

Alltagstauglichkeit und Fahrbarkeit

Der 718 Cayman, den ich erst kürzlich gefahren bin, wirkte ebenfalls sehr solide und ließ sich leicht fahren. Doch beim 911 GTS waren das Gefühl von Stabilität und die satte, souveräne Anmutung noch ausgeprägter. Eben ein 911 – und eben ein GTS.

Trotz seiner soliden, schweren Anmutung fuhr er leicht und geschmeidig an. Ich war beeindruckt: Ein moderner 911 lässt sich wirklich angenehm fahren.

Vor Kurzem saß ich in einem luftgekühlten Porsche 964. Dabei wurde mir wieder bewusst, wie schwer die Lenkung ist und dass man für seine Bedienung etwas Übung braucht. Den 911 GTS dagegen kann selbst jemand wie ich ganz intuitiv und mit viel Freude fahren.

Die technische Entwicklung des Automobils in den vergangenen 30 Jahren ist wirklich beeindruckend.

Ein weiterer Pluspunkt: Beim GT3 ist die Bodenfreiheit gering. Selbst bei kleinen Unebenheiten muss man aufpassen, nicht aufzusetzen. Beim GTS muss man sich darüber nicht so viele Gedanken machen. Auch deshalb lässt er sich leichter fahren und eignet sich problemlos für den Alltag.

Porsche 911 GTS: mein Fazit

Beim Schreiben dieses Artikels ist mir eines klar geworden: Obwohl ich immer wieder verschiedene Porsche fahren darf, bin ich meist so vorsichtig und langsam unterwegs, dass ich die besonderen Qualitäten und den Reiz des jeweiligen Autos kaum richtig kennenlerne, bevor die Probefahrt schon wieder vorbei ist. Auch mein Mann sagte:

Fahr doch einfach ganz normal, so wie mit unseren Autos. Warum bist du immer so langsam und vorsichtig? Da verpasst du doch das Beste, haha.

Wenn es nicht mein eigenes Auto ist – und dann auch noch ein Porsche –, bin ich jedes Mal so nervös, dass ich einfach nicht locker fahren kann (-_-).

Sollte ich also noch einmal die Gelegenheit bekommen, einen Porsche auszuprobieren, möchte ich künftig ganz normal fahren und anschließend von meinen Eindrücken berichten. Natürlich heißt das nicht, dass ich rasen oder ständig aufs Gaspedal treten werde.

Mit diesem Vorbehalt würde ich sagen: Der 911 GTS, den ich diesmal gefahren bin, könnte gut zu einer Familie passen, in der der Mann mit dem Auto zur Arbeit fährt oder am Wochenende gern eine Runde dreht, während die Frau es unter der Woche im Alltag nutzt.

Wenn man dagegen nur selten zum Vergnügen fährt und der Porsche vor allem im Alltag zum Einsatz kommt, wäre mir als Ehefrau ein Modell lieber, mit dem ich mir weniger Gedanken machen muss.

Ein Basis-911 oder der 718 Cayman, den ich neulich gefahren bin, ist für mich deshalb leichter zu fahren. Wobei ich natürlich trotzdem völlig aus dem Häuschen wäre, wenn mein Mann eines Tages tatsächlich mit einem 911 GTS nach Hause käme, haha.

Demnächst teile ich dann auch noch die Eindrücke meines Mannes von seiner Probefahrt mit euch.

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

Profile

Wenn Ihnen dieser Blog gefällt, folgen Sie ihm.

Kommentare schließen
  • Comment ( 0 )

  • Trackbacks are closed.

  1. No comments yet.