Eine Ausfahrt im Boxster: Fahrspaß vom Feinsten neu entdeckt
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Endlich wieder Boxster fahren
Neulich bin ich nach längerer Zeit wieder einmal unseren Porsche Boxster gefahren – einen 981 Boxster GTS.
In letzter Zeit sitze ich meistens im Carrera T, der Ende Mai zu uns gekommen ist. Eines Tages kam mein Mann jedoch mit dem Boxster nach Hause und schwärmte, als wäre gerade erst Auslieferung gewesen: „Der macht wirklich so viel Spaß! Unfassbar viel Spaß!“ Da wollte ich den Boxster natürlich auch endlich wieder fahren.
Also erzähle ich heute, wie es sich angefühlt hat, nach längerer Zeit wieder im Boxster unterwegs zu sein.
1. Ein überwältigender Motorsound
Der fantastische Motorsound des 981 Boxster GTS ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Im Sport-Plus-Modus klingt der Motor, als würde ein Instrument spielen – seine Töne scheinen direkt aus dem Herzen des Motors aufzusteigen.
Beim Beschleunigen auf dem Beschleunigungsstreifen wird der Sound noch kraftvoller und gewinnt an Tiefe. Mehr als ein Instrument: Der Motor klingt, als würde ein wildes Tier brüllen (lacht).
Der ganze Wagen ist von diesem Klang erfüllt.
Dieser mitreißende Motorsound ist der wichtigste Grund, warum mein Mann seinen 981 Boxster GTS nicht hergeben kann. Und für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich einen zuzulegen, dürfte er ebenfalls zu den größten Pluspunkten gehören.
Auch nach Dutzenden oder gar Hunderten von Fahrten klingt er immer wieder frisch und macht einfach Freude. Dieser Sound ist wohl tatsächlich die Seele des Boxster.

2. Satter Komfort, geschmeidiges Fahrgefühl
Schon wenn man im Boxster Platz nimmt, spürt man den sicheren Kontakt zur Straße. Gleichzeitig ist das Fahrgefühl angenehm weich und geschmeidig. Der Boxster bügelt Unebenheiten gekonnt aus, ohne dabei schwammig zu wirken – genau die richtige Balance.
Beim Carrera T merkt man dagegen schon auf dem Fahrersitz, dass das Fahrwerk straffer ist und der Wagen satter auf der Straße liegt. Beim Fahren vermittelt mir der Carrera T vielleicht sogar noch etwas mehr Sicherheit.
Beide Modelle haben ihren ganz eigenen Charakter. Und jedes zeigt auf seine Weise, wie sich Fahrkomfort anfühlen kann.
3. Einlenkverhalten genau nach meinem Geschmack
Im Vergleich zur präzisen, fast messerscharfen Lenkung des Carrera T (992) fühlt sich die Lenkung des Boxster etwas lockerer an. Doch gerade diese Leichtigkeit macht sie so angenehm und genau richtig.
Vor allem auf Landstraßen mit sanften Kurven lässt sich der Boxster wunderbar rhythmisch und mühelos bewegen.
Der Kontakt zur Straße ist stets spürbar, die Stabilität überzeugt. Gleichzeitig ist die Lenkung weder übermäßig direkt noch so leichtgängig, dass sie Unsicherheit auslöst. Das fühlt sich einfach richtig gut an.
4. Die Kupplung lässt sich erstaunlich leicht dosieren
Früher, als ich mit dem Schalten noch nicht so vertraut war, fiel mir das hohe Gewicht der Kupplung auf. Dieses Mal fühlte es sich völlig anders an.
Die Kupplung hat einen langen Pedalweg und ist schwergängig – gerade dadurch lässt sie sich aber erstaunlich gut dosieren.
Man spürt sehr genau, an welchem Punkt die Kupplung greift.
Im Stadtverkehr gab es so gut wie keine Schaltrucke. Beim Beschleunigen, etwa beim Auffahren auf die Autobahn, ruckelte es gelegentlich ein wenig.
Einen kleinen Haken gibt es allerdings: Der Schalthebel im Boxster ist länger als im Carrera T und fühlte sich für mich anfangs etwas ungewohnt an. Bei einem Handschalter lässt sich ein kürzerer Schalthebel meist flotter und leichter bedienen.
Allerdings ist das nur der Vergleich mit dem Carrera T. Wenn man ausschließlich den Boxster fährt, dürfte sich der Schalthebel kaum ungewohnt anfühlen.
Mit dem Boxster auf große Fahrt
Nach einigen Monaten bin ich wieder Boxster gefahren und habe seinen geschmeidigen, angenehm weichen Fahrkomfort neu erlebt – ebenso wie den großartigen Motorsound, von dem man gar nicht genug bekommen kann. Dieses Gefühl, wenn aus einer einfachen Fahrt ein echtes Erlebnis wird.
Ich habe wieder einmal gemerkt, was für ein emotionales und unterhaltsames Auto der Boxster ist.
Der Carrera T ist zweifellos ebenfalls ein großartiger Wagen. Aber der Boxster ist eben der Boxster: Sein Fahrspaß ist ganz anders und spricht einen so direkt an, dass man unwillkürlich grinsen muss.
Wenn es in den nächsten Wochen etwas kühler wird, möchte ich mit dem Boxster unbedingt einmal eine längere Tour machen.
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