【Livestream-Zusammenfassung】Vol. 114: Braucht man keinen 911 mehr? Der Taycan Turbo GT begeistert, der elektrische Macan 4 im Test

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Livestream

Hier kommt die Zusammenfassung unserer jüngsten Live-Radiosendung aus „Willkommen zu Hause, PORSCHE“.
Viel Spaß beim Lesen – ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder als Begleitung bei einer Ausfahrt im Porsche.
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Die wichtigsten Themen und Inhalte

Diesen Sommer geht es mit dem Auto und der Fähre nach Hokkaidō [1:46]

  • Im vergangenen Sommer ging es mit Teslas Full Self-Driving (FSD) rund 1.200 Kilometer von Las Vegas bis zum Grand Canyon und nach Sedona – die Hände dabei die ganze Zeit verschränkt.
  • Doch Mina leidet unter Jetlag und verträgt das Essen im Ausland schlecht. Schon während der Hochzeitsreise, als wir über deutsche Autobahnen fuhren, ging es ihr nicht gut. Deshalb steht dieses Jahr eine Reise innerhalb Japans auf dem Plan.
  • Das Ziel ist Hokkaidō. Geplant ist eine rund einwöchige Autoreise: Das Auto kommt auf die Fähre und wird vor Ort ausgiebig gefahren.
  • Ursprünglich wollten wir mit dem Tesla fahren. Da es auf Hokkaidō jedoch nur wenige Supercharger gibt, fiel die Wahl auf den Taycan 4S Cross Turismo, in dem die ganze vierköpfige Familie Platz findet.

Ferrari Luce: Streit um das Design [9:41]

  • Der neue Ferrari Luce sorgt mit seinem Design für geteilte Meinungen. Ohne Emblem wäre er kaum als Ferrari zu erkennen: Das schlichte Erscheinungsbild zieht sich zwar konsequent durch Exterieur und Interieur, erinnert aber auch an einen MINI.
  • Am Design soll das Unternehmen von Jony Ive mitgewirkt haben, der auch das iPhone gestaltet hat. Bei Ferrari-Fans dürfte der Entwurf nicht unbedingt punkten. Hiro findet ihn trotzdem reizvoll: „Gerade weil er so anders ist, hätte ich ihn gern“ – und in 20 Jahren könnte er Kultstatus haben.
  • Aus Sicht eines E-Auto-Fans gibt die Effizienz zu denken: Trotz des großen 122-kWh-Akkus beträgt die angegebene Reichweite nur 530 Kilometer. Im echten Fahrbetrieb könnten es weniger als 400 Kilometer sein.
  • Mit Optionen soll der Preis nahe an eine Milliarde Yen heranreichen. Auch eine kritische Bemerkung des früheren Ferrari-Präsidenten Luca di Montezemolo kam zur Sprache: Er hoffe, dass eines Tages jemand das niedliche Pferde-Emblem von den Autos entferne.

Wenn nur ein Spider bleiben dürfte: eine knifflige Entscheidung [19:55]

  • Ein Hörer stellt die schwierige Frage: „Wenn nur einer bleiben dürfte – der 718 Spyder RS oder der 987 Spyder?“
  • Der 718 Spyder RS hat den GT3-Motor und ist ein seltenes Modell, wie es vermutlich kein zweites Mal geben wird. Der 987 Spyder wiederum wurde nur in sehr geringer Stückzahl gebaut und ist noch nicht einmal bei uns angekommen. Eine endgültige Entscheidung fällt daher schwer.
  • Die Tendenz: „Einen 718 kann man vielleicht später gebraucht wieder kaufen, einen 987 dagegen nicht.“ Wenn einer bleiben soll, spricht das eher für den 987 Spyder.
  • Ein weiterer Pluspunkt des 987 Spyder ist sein größerer Einsatzbereich: Er macht in ganz unterschiedlichen Situationen Spaß.

Unterschätzte Klassiker: 987 und 986 Boxster neu entdeckt [21:25]

  • Ein Hörer schreibt, er sei kurz davor, einen 987 Boxster zu kaufen. Hiro meint dazu: „Wenn man kurz davor ist, hat man ihn eigentlich schon fast gekauft.“
  • Ein 987 Boxster der zweiten Serie kostete früher etwa drei bis 4,5 Millionen Yen. Inzwischen ziehen die Preise der wassergekühlten Generationen (986, 987, 996 und 997) allmählich an. Der 987 Spyder, der vor einigen Jahren rund 8,5 Millionen Yen kostete, wird heute nicht selten für 11 bis 12 Millionen Yen angeboten.
  • Während 981 und 991 in der Szene viel Aufmerksamkeit bekommen, werden 986 und 987 trotz ihrer Qualitäten in den sozialen Medien weniger gezeigt – sie seien unterbewertet, findet Hiro. Ein Grund könnte sein, dass viele Fahrer jünger sind und ihre Autos umbauen, um sie auf eigene Weise zu genießen.
  • Neuere Modelle beeindrucken mit höherer Geschwindigkeit und begeisterndem Kurvenverhalten. Ältere Porsche bieten dafür mehr analoges Fahrgefühl und ein besonders unmittelbares Erlebnis am Steuer.

Warum bleibt nur der 964? Eine Bestandsaufnahme zur Mittelmotor-Vorliebe [28:26]

  • Obwohl Hiro einen luftgekühlten 911 (964) besitzt, fährt er ihn in letzter Zeit kaum. Im Alltag übernimmt der Taycan Turbo GT die Rolle des 911.
  • Der 964 gefällt ihm vom Fahrgefühl her sehr gut. Doch je mehr Modelle er fährt, desto klarer wird ihm, dass Mittelmotor-Porsche besser zu seinem Geschmack passen. So erklärt sich auch, warum seine Sammlung immer mehr Spider- und Boxster-Modelle umfasst.
  • Bei älteren 911ern liegt viel Gewicht im Heck. Das Auto mit Gefühl für die Radlasten durch die Kurve zu bewegen, vermittelt das befriedigende Gefühl, sich die Geschwindigkeit selbst erarbeitet zu haben. Neuere 911er lenken dagegen fast so mühelos ein wie Mittelmotor-Sportwagen. Vielleicht behält Hiro den 964 deshalb: Er schätzt sein analoges Fahrerlebnis.

Macan 4 Electric im Fahrtest: Trotz hohen Gewichts agil auf der Landstraße [30:49]

  • Diesmal stand der elektrische Macan 4 auf einer kurvigen Bergstraße zur Probe. Anders als ein Modell, bei dem der Wechsel vom Verbrenner kaum auffällt, vermittelt er durchaus ein angemessenes Maß an typischem E-Auto-Fahrgefühl.
  • Der Allradantrieb sorgt für ein sattes, stabiles Fahrverhalten. Obwohl der Macan mehr als zwei Tonnen wiegt, ist das Gewicht auf der Landstraße kaum zu spüren. Der tief im Fahrzeugboden platzierte Akku senkt den Schwerpunkt; schon bei niedrigen Geschwindigkeiten baut das Auto spürbar Seitenführung auf und wirkt dadurch agil.
  • Die Bremsen überzeugten deutlich mehr als die des Taycan Turbo GT der aktuellen Generation. Für einen Verbrenner wären Bremsgefühl und Dosierbarkeit beinahe auf dem Niveau der Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB). Auch auf der Bergstraße lässt sich kräftig rekuperieren, ohne dass der Übergang zur konventionellen Bremse spürbar wäre.
  • Die Fahrerin kennt sich mit Porsche aus und ist früher auch GT4 gefahren. Sie war begeistert und meinte sinngemäß: „Mehr brauche ich nicht.“ Gerade für Frauen und für alle, die überwiegend in der Stadt unterwegs sind, könnte ein Elektroantrieb besser passen als ein V6 oder V8.
  • Auch ein Traum kam zur Sprache: Teslas Software mit Porsches Hardware zu kombinieren. Der reguläre Macan startet preislich bei zehn Millionen Yen; mit zusätzlicher Ausstattung dürften mindestens zwei Millionen Yen dazukommen.

Macan-Electric-Fahrerin erlebt den Taycan Turbo GT als bislang aufregendsten Porsche [45:41]

  • Nach der Probefahrt durfte eine Macan-Electric-Fahrerin auf dem Beifahrersitz des Taycan Turbo GT mitfahren. Von allen bisherigen Mitfahrern war sie offenbar mit Abstand am begeistertsten.
  • Schon beim Verlassen des Parkplatzes wiederholte sie: „Das ist völlig anders.“ Selbst bei einer langsam gefahrenen Kurve beschrieb sie die Unterschiede im Fahrverhalten erstaunlich präzise. Als erfahrene GT4-Fahrerin teilte sie auch Hiros Meinung: „Zwischen dem GT4 und dem Turbo GT braucht es nichts.“
  • Sie hatte zuvor über einen 911 GT3 nachgedacht, sagte nach der Fahrt aber sogar: „Nach der heutigen Probefahrt ist mir das egal.“ Der Taycan Turbo GT begeistert manche so sehr, dass ihr Interesse am 911 schwindet. Entscheidend dafür ist laut Hiro das Active Ride-Fahrwerk.
  • Kein Wanken, ein beinahe schwebend flaches Fahrgefühl und Bewegungen wie beim GT3 – während selbst schlechte Straßen sauber weggebügelt werden. Hiro verriet, dass er beim nächsten Fahrzeugwechsel sogar einen viersitzigen Turbo GT in Betracht ziehen würde, ohne dabei den Wiederverkaufswert zum Maßstab zu machen.
  • Ein Nachteil: Geräusche aus dem Innenraum dringen stark nach außen. Weil es kaum schalldämmendes Material gibt, sind Musik, Radio oder Telefongespräche etwa vor einem Supermarkt für alle deutlich zu hören. Eine durchaus peinliche Erfahrung aus dem Alltag.

Die schönsten kurvigen Straßen in der Präfektur Hyōgo [58:49]

  • Auf die Frage eines Hörers nach der schönsten Fahrstrecke in der Präfektur Hyōgo erklärt Hiro: Gute Straßen gibt es zwar, doch viele sind kurz. Lange, durchgehende Kurvenstrecken sind rar.
  • Sein Tipp: von der Gegend um den Aogaki-Interchange in Tamba über die Nationalstraße 427 in Richtung Sugihara. Besonders schön ist die ausgedehnte Kurvenstrecke, wenn man das Straßenrandstation „Sugihara-gami no Sato“ von Norden her anfährt.
  • Auch die weiter unten gelegene „Koharu Road“ ist empfehlenswert: Sie ist überwiegend gerade, aber wenig befahren und bietet eine längere Fahrstrecke. Weitere Tipps sind die Nationalstraße 29 von Shisō in Richtung Tottori sowie weniger bekannte Straßen bei Higashiyama Auto Camp und dem Fudō-Wasserfall.
  • Das sind lokale Strecken, die Hiro seit dem Führerscheinerwerb kennt. Weiter hinten geht es jedoch auf Forstwege – also Vorsicht.

Zum Abschluss: Wird der 987 Spyder im Juni ausgeliefert? [65:04]

  • Kaum zu glauben, wie schnell eine Stunde vergangen ist. Wenn alles klappt, könnte der 987 Spyder im Juni ausgeliefert werden.
  • Auch die Straßen in Richtung Rokkō kommen zur Sprache. Tagsüber sind dort viele Ausflügler unterwegs, weshalb die Strecke zum Fahren weniger geeignet ist. Wenn überhaupt, dann eher Royu.
  • Sobald der Porsche da ist, gibt es nächste Woche mehr dazu.

Hiro

Ich bin Minas Ehemann. Ich fahre Autos nicht als Mode oder Statussymbol. Mir gefallen Wagen, die Spaß machen, als Industrieprodukt überzeugen und in denen man die Absicht der Macher spürt. Lange Touren sind meine Leidenschaft, und ein Auto zählt erst, wenn man es fährt. An freien Tagen reise ich mit unseren Wagen durch Japan. Im Blog schreibe ich vor allem Fahrberichte und Tourenberichte und kümmere mich um die Technik der Seite und ums Tuning.

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