Mit dem EV durch Hokkaido: Keine Angst vor leerem Akku! Mein erstes FLASH-Erlebnis
公開日:2026.08.10
Im letzten Beitrag berichte ich weiter von meiner Hokkaido-Reise mit dem Taycan.
Wenn man von Reisen mit einem EV (Elektrofahrzeug) hört, denken viele: „Die Sorge um die Ladung ist groß.“ Deshalb möchte ich hier meine persönlichen Eindrücke schildern, nachdem ich Hokkaido mit einem EV quer und längs bereist habe.
Kurz gesagt: Es gab absolut keine Probleme – die Reise war äußerst komfortabel.

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Keine detaillierte Planung – und trotzdem kein Problem
Vor zwei Jahren, direkt nach dem Kauf unseres Taycan, waren wir noch ungeübt im Umgang mit Langstreckenfahrten im EV und die Ladeinfrastruktur war spärlicher. Damals haben wir sorgfältig alle Ladestationen im Voraus recherchiert und unsere Route genau geplant.
Da ich eher zum Grübeln neige, geriet ich schnell in Panik, wenn der Ladezustand unter 50% fiel, und dachte: „Schnell laden gehen!“. Allerdings zeigte sich später, dass auch bei nur noch ein paar Prozent Restladung ein problemloses Fahren möglich ist. Das gab mir die Gelassenheit zu sagen: „Laden kann auch warten, bis unter 10%.“
Außerdem hatte ich unterwegs kurz die Website GoGoEV geprüft: Eine der größten Plattformen für EV-Ladestationen in Japan, auf der ich sah, dass es in Hokkaido bereits sehr viele Ladeplätze gibt.
Deshalb habe ich mich diesmal komplett auf mein Bauchgefühl verlassen und keine detaillierte Recherche zu Ladestationen vor der Reise gemacht.
Wie oft wurde bei 1.200 km geladen?
Die gesamte Strecke betrug rund 1.200 Kilometer und wir haben an folgenden Stationen geladen:
・BMW CHAdeMO: 1 Mal
・PCA: 3 Mal
・CHAdeMO an Autobahn-Parkplätzen: 2 Mal
・FLASH: 1 Mal
※PCA steht für Porsche Charging Service, ein Netzwerk von CHAdeMO-Schnellladegeräten mit 90 bis 150 kW Leistung, das speziell für Audi-, Volkswagen- und Porsche-Eigentümer entwickelt wurde. Seit einigen Monaten wurde die Abrechnung vom Zeit- auf ein nutzungsabhängiges kWh-Basis-System umgestellt. Auch Lexus-Fahrzeuge können das Netz inzwischen nutzen.
Im Vergleich zum Benziner mag man denken: „Man lädt ja ständig.“ Aber tatsächlich wurde nicht immer voll getankt – bzw. geladen.
Meist wurde zwischendurch an Autobahn-Parkplätzen mit 50-kW-Ladern eine kurze Pause für Toilette oder Snack genutzt. Morgens beim Einkaufen ging mein Mann für etwa 30 Minuten zu nahegelegenen Volkswagen-Stores, um währenddessen zu laden.

Beim Benziner ist man gewohnt, beim Tanken immer den Tank zu füllen. Im EV-Alltag reicht es, „einfach mal 20-30% nachzuladen“. Man lädt quasi nebenbei – „weil morgen eine längere Strecke ansteht, gehe ich besser noch kurz laden“. Das ist die typische Mentalität beim Porsche Fahrerlebnis mit EV.
PCA-Service und das beeindruckende „FLASH“
Wenn es um schnelles und entspanntes Laden geht, ist der PCA-Service eine große Hilfe. Diesen habe ich extra für die Reise in Hokkaido gebucht, normalerweise bin ich nicht angemeldet. Die Ladestationen sind meist an Porsche-Zentren oder Partnerstandorten, und ein großer Vorteil ist, dass die „30-Minuten-Ladezeit“-Beschränkung gewöhnlicher Stationen nicht gilt.
In Sapporo hat meine Familie während meiner Treffen in Ruhe bei einem Porsche-Zentrum geladen und sich dort sehr wohlgefühlt.
Ein echtes Highlight auf der Fahrt nach Sapporo über Otaru war für mich der erste Ladevorgang an einem „FLASH“-Ladepunkt. Mit 240 kW Ladeleistung und Unterstützung für CHAdeMO sowie NACS ist FLASH ein ultraschneller Ladestrom. Ohne vorherige Registrierung oder extra App, lediglich per Kreditkarte oder QR-Code per Sofortzahlung nutzbar. Die Bedienung war kinderleicht, das Laden ging schnell und günstig (nur 44 Yen/kWh).


Mein Taycan erreichte konstant eine Ladeleistung von etwa 135 kW – schnell, unkompliziert und günstig. Ich wünsche mir sehr, dass FLASH bald an vielen weiteren Orten verfügbar wird!

Fazit: Keine Angst vor EV-Reisen durch Hokkaido
Erwähnenswert ist auch: Während der gesamten Reise kam es zu keinem einzigen CHAdeMO-Fehler. Aus Erfahrung neigte ich bisher zu dem Bild, dass CHAdeMO „bei zwei von drei Malen eine Fehlermeldung zeigt“, aber das war hier nicht der Fall.
Mein Mann meint: „Wenn du den Stecker wirklich fest und mit einem Klicken einrastest, klappt es immer.“ (Auch wenn das Kabel noch immer ziemlich schwer ist…)
Etwas überraschend war auch, dass wir kaum EVs auf den Straßen in Hokkaido gesehen haben – weder Tesla noch Taycan. Das könnte an der geringeren Verbreitung von Tesla Superchargern auf Hokkaido liegen. Offenbar dominiert hier noch stark die Kultur der Benziner.
Allerdings fiel mir auf, dass insbesondere auf den Autobahnen Richtung Obihiro und Kushiro die Abstände zwischen Tankstellen sehr groß sind. Wer hier den „richtigen” Tankmoment verpasst, könnte als Benziner-Fahrer eher nervös werden.
Unser Taycan bietet mit vollem Akku etwa 390 km Reichweite – absolut ausreichend für eine Hokkaido-Tour. Wenn Sie also mit dem Gedanken spielen, einen Porsche zu kaufen und sich fragen, ob eine EV-Hokkaido-Reise machbar ist, kann ich nur sagen: Keine Panik, das klappt wunderbar.
Das Porsche Fahrerlebnis ist komfortabel, die Ladeinfrastruktur wird stetig besser.
Eine Reise mit dem EV durch Hokkaido ist definitiv empfehlenswert.
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