Den Toyota Prius zum ersten Mal gefahren: Vor- und Nachteile im Vergleich zum Panamera
公開日:2017.08.23
Der Prius meiner Eltern
Gestern hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, den Prius meiner Eltern zu fahren. Allerdings nur etwa 20 Minuten lang: Auf einem Autobahnparkplatz tauschte ich mit meinem Vater den Platz und fuhr bis zur nächsten Ausfahrt. Der Prius ist ungefähr zehn Jahre alt und damit schon ein älteres Modell. Außerdem hatte ich einfach so eine Vorstellung im Kopf:
Ist ein Prius so leicht, dass er fast wegfliegt und sich unsicher anfühlt? Ist das Gaspedal so schwammig, dass beim Treten kaum etwas passiert?
Deshalb hatte ich mir kurzerhand eingeredet: „Ein Prius lässt sich bestimmt nicht besonders gut fahren.“ Doch entgegen meiner Erwartung war er erstaunlich einfach zu fahren und schien bestens zu Japans Straßen zu passen. Kein Wunder, dass er sich so gut verkauft.
Auf der Autobahn sieht die Sache allerdings anders aus.
Japanische Autos sind zwar nicht unbedingt dafür ausgelegt, auf der Autobahn besonders schnell zu fahren (schließlich gibt es hier keine Vollgasfahrten auf der Autobahn wie auf deutschen Autobahnen; viele Fahrzeuge sind wohl eher auf den Stadtverkehr und häufige Staus ausgelegt), aber trotzdem fühlte sich die Fahrt für mich unsicher an. Deshalb möchte ich heute schildern, was mir beim Vergleich zwischen Prius und Panamera aufgefallen ist. (Der Prius ist schließlich keine viertürige Limousine wie der Panamera – eigentlich ist es schon falsch, die beiden überhaupt miteinander zu vergleichen.)
Die Nachteile des Prius
Zu den Nachteilen des Prius gehören:
1. Bei 100 km/h ist für mich Schluss
Wer mit dem Prius auf der Autobahn unterwegs ist, sollte es meiner Meinung nach bei 100 km/h belassen (wobei 100 km/h ja schon über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit liegen können). Vielleicht sieht das bei einem neuen Prius oder einer höher ausgestatteten Version anders aus, aber bei diesem Tempo flatterte das Lenkrad, und auch die seitlichen Bewegungen der Karosserie machten mir Angst.
2. Spurwechsel fühlen sich unsicher an
Ich versuchte, zum Spurwechsel genauso am Lenkrad zu drehen wie im Panamera. Doch der Prius reagierte überhaupt nicht so geschmeidig, wie ich es gewohnt war – das fühlte sich ziemlich beängstigend an. (Natürlich spielt auch das eigene Fahrkönnen eine Rolle.)
3. Wenig Durchzug
Besonders beim Einfädeln auf die Autobahn beschleunigte der Prius trotz kräftigen Gasgebens nicht so stark, wie das Motorgeräusch vermuten ließ. Ich dachte im Panamera: „Jetzt komme ich problemlos rein!“, trat aufs Gas – doch der Prius nahm nicht wie erwartet Fahrt auf. Am Ende musste das nachfolgende Auto bremsen. Na ja, eigentlich nicht überraschend.
4. Andere fuhren oft knapp vor mir rein
Vielleicht hielt ich zu viel Abstand zum vorausfahrenden Auto, aber ziemlich oft scherte jemand vor mir ein – und zwar gefühlt ganz plötzlich. Im Panamera hatte ich so etwas bisher kaum erlebt.
Die Vorteile des Prius
Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Pluspunkte:
1. Sehr wendig
Beim Herausfahren aus dem Parkplatz am Autobahnrasthof war der Prius herrlich leichtfüßig und ließ sich auf engstem Raum wenden. Fast hätte ich einfach aus Spaß ein paar Runden auf der Stelle drehen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich der Prius auch für Frauen leicht fahren lässt.
2. Leicht zu parken
Der Prius ist natürlich in jeder Hinsicht kürzer und schmaler als der Panamera – und dadurch viel einfacher zu parken. Selbst wenn links und rechts Autos stehen oder die Parklücke eng ist: Solange ein Platz frei ist, passt der Prius problemlos hinein. Das ist praktisch.
3. Geringer Verbrauch
Selbst das ältere Prius-Modell soll im Durchschnitt nur 19 km/l verbrauchen. 19 km/l trotz Stadtverkehr und Staus – das ist beeindruckend. (Der Panamera, den ich momentan fahre, kommt im Stadtverkehr wohl nur auf fünf oder sechs.)
Damit hat sich einmal mehr bestätigt, was ohnehin auf der Hand liegt:
Für überwiegenden Stadtverkehr ist der Prius eine gute Wahl. Wer häufig auf der Autobahn unterwegs ist, fährt mit dem Panamera deutlich besser.
Das wurde mir bei der Fahrt wieder klar (eigentlich selbstverständlich, haha).
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