Mit welchem Auto zum ersten Händlerbesuch? Ändert das Fahrzeug die Behandlung im Autohaus?
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Mit welchem Auto sollte man zum Händler fahren?
Leserinnen und Leser schicken mir täglich Fragen und Nachrichten für den Blog. Deshalb möchte ich künftig gern ausgewählte Fragen und meine Antworten hier vorstellen – natürlich nur, wenn die Absenderinnen und Absender damit einverstanden sind.
Eine Frage, die mich neulich erreicht hat, lautete:
Haben Sie schon einmal den Eindruck gehabt, dass man beim Händler oder im Autohaus je nach Auto unterschiedlich behandelt wird? Achten Sie darauf, mit welchem Wagen Sie zum Händler fahren?
Gute Frage … schließlich ist es interessant zu erfahren, wie andere das handhaben.
Ich habe gleich meinen Mann gefragt. Seine Antwort:
Tja … ich denke schon, dass es besser ist, mit einem ordentlichen Auto vorzufahren als mit einem völlig heruntergekommenen Wagen.
Als ich mir meinen ersten Porsche gekauft habe – einen 981 Boxster GTS –, dachte ich jedenfalls: Wenn ich zum Porsche-Händler fahre, sollte ich mit einem passenden Auto vorfahren. Und ich sollte die beste Uhr tragen, die ich besitze.
Aber inzwischen mache ich mir darüber keine Gedanken mehr.
Als ich neulich zum ersten Mal bei einem BMW-Händler zur Probefahrt war, bin ich zum Beispiel mit meinem 992, einem Porsche 911 Cabriolet, hingefahren. Eigentlich wollte ich mit meinem Swift Sport fahren. Meine Frau brauchte den Wagen aber, also habe ich den 992 genommen, der gerade in der Einfahrt stand.
Inzwischen bin ich da einfach entspannter.
So weit seine Antwort.

Mit einem gepflegten Auto vorzufahren, kann dem Autohaus vielleicht signalisieren, dass man es ernst meint und nicht nur unverbindlich vorbeischaut. Manche Verkäufer machen dadurch möglicherweise auch einen besseren ersten Eindruck.
Ich selbst war zwar noch nicht bei besonders vielen Autohäusern, aber einen deutlichen Unterschied im Umgang habe ich jedenfalls nicht erlebt – weder, als ich mit einem Volkswagen Golf dort war, noch mit einem Porsche 911.
Ein Auto ist eine große Anschaffung – und mit dem Kauf ist es nicht getan. Auch danach stehen Themen wie Wartung und Versicherung an, über die man mit dem Autohaus im Austausch bleibt. Deshalb kann es wichtig sein, ganz normal dort vorbeizuschauen und zu prüfen, ob die Chemie mit dem Team stimmt.
Ich hatte unseren Porsche-Ansprechpartner, Herrn H., einmal genau danach gefragt. Seine Antwort:
Ich glaube nicht, dass wir bei uns jemanden offensichtlich anders behandeln, nur weil er mit einem bestimmten Auto vorfährt. Aber Verkäufer sind auch nur Menschen, und ein wenig kann das Auftreten schon beeinflussen, wie man miteinander umgeht.
Wichtiger als Statussymbole: der Charakter
Ich fragte meinen Mann: „Früher hast du darauf geachtet, mit welchem Auto du vorfährst und welche Uhr du trägst. Warum ist dir das heute egal?“ Er antwortete:
Früher dachte ich, dass man an bestimmten Orten schon ein bisschen auf Status achten sollte.
Aber seit ich häufiger in Luxushotels und gehobenen Restaurants bin und auch öfter Händler für Luxusautos besuche, denke ich: Vielleicht sind Kleidung und Statussymbole gar nicht so wichtig, wie ich früher dachte.
Viel wichtiger ist mir inzwischen, wie man mit den Leuten im Geschäft umgeht und welches Verhalten man selbst an den Tag legt.
Selbst wenn man teure Sachen trägt, ist es natürlich nicht in Ordnung, den Angestellten gegenüber arrogant aufzutreten oder nach dem Motto „Ich bin der Kunde“ zu handeln.
Auch mit schlichter Kleidung kommt man gut an, wenn man sich respektvoll verhält und gute Manieren zeigt. Dann wird das Gegenüber das sicher bemerken und einen entsprechend behandeln.
Verstehe …

Apropos: Ein Freund meines Mannes, der in einem Luxushotel arbeitet, hat ihm einmal Folgendes erzählt:
„Wirklich wohlhabende Menschen kommen oft in ganz normaler Kleidung und mit einem ganz gewöhnlichen Auto in ein Luxushotel. Außerdem sind sie ausgesprochen bescheiden. Auf den ersten Blick wirken sie wie ganz normale Gäste. Später erfährt man dann, dass sie Geschäftsführer eines beeindruckenden Unternehmens sind.“
Das kann ich mir gut vorstellen. Menschen, die wirklich reich sind und sich längst jenseits unserer alltäglichen Vorstellungen bewegen, müssen sich nicht mehr beweisen. Vielleicht haben sie schon mehrere Runden gedreht und sind längst an diesem Punkt angekommen – das dachte ich jedenfalls, als ich die Geschichte hörte.
Wie ist das bei euch? Achtet ihr darauf, mit welchem Auto ihr zum Händler fahrt? Ich würde mich freuen, eure Erfahrungen und Meinungen zu hören.
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